Freitag, 16. April 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
25. Oktober 2019

Rheuma ist jünger als du denkst

Sie sind jung, sie sind dynamisch – und chronisch krank: Britta (23) und Christian (43) haben Rheuma – und sie haben sich entschlossen, die Protagonisten der Aufklärungskampagne „Rheuma ist jünger als du denkst“ zu sein, die die Deutsche Rheuma-Liga startet.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Warum? Damit junge Rheumatiker mehr Verständnis bekommen und ernst genommen werden. Um die Öffentlichkeit zu informieren, was es überhaupt heißt, Rheuma zu haben. Weil sie möchten, dass Rheuma nicht mehr nur als „Alte-Leute-Krankheit“ wahrgenommen, nicht nur mit Arthrose assoziiert wird. Damit Rheuma frühzeitig erkannt wird, notwendige medizinische Maßnahmen schnellstmöglich eingeleitet werden – denn umso besser stehen die Chancen, einen Stillstand der Krankheit zu erreichen.

Rheumabetroffene bloggen auf Instagram über ihren Alltag

Die Deutsche Rheuma-Liga möchte mit der Kampagne gegen Vorurteile angehen, auf gesellschaftlicher wie politischer und medizinischer Ebene wachrütteln. Britta und Christian werden die kommenden neun Monate mehrmals die Woche auf der Social-Media-Plattform Instagram aus ihrem Leben mit Rheuma berichten. Unter der Adresse http://www.instagram.com/deutsche_rheuma_liga/ können Interessierte die Beiträge der beiden ohne Registrierung mitlesen. Wer auch die Videos aus Brittas und Christians Alltag sehen möchte, muss sich registrieren. Die Registrierung ist kostenlos.

Rheuma-Liga-Präsidentin: „Rheuma ist keine Frage des Alters!“

„Rheuma ist keine Frage des Alters, es ist keine Alte-Leute-Krankheit. Darauf immer wieder hinzuweisen, aktuell mit der Kampagne ‚Rheuma ist jünger als du denkst‘, ist mir ein besonderes Anliegen. Es muss ein Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung von Menschen mit Rheuma stattfinden. Sie dürfen nicht diskriminiert werden. Denn diese Diskriminierung erschwert besonders jungen Menschen die eigene Identifikation mit der chronischen Erkrankung“, sagt Rotraut Schmale-Grede, die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. „Wir haben bei unseren Projekten und Maßnahmen sehr differenziert die Bedürfnisse der Betroffenen der verschiedenen Altersgruppen im Blick“, so Rotraut Schmale-Grede weiter.

Deutsche Rheuma-Liga mit breitem Angebot für junge Rheumatiker

So hat die Deutsche Rheuma-Liga unter anderem für junge Betroffene mit „Mein Rheuma wird erwachsen“ ein Transitionsprojekt ins Leben gerufen, bei dem junge Rheumatiker andere junge Rheumatiker ehrenamtlich als Transition Peers in der schwierigen Phase des Wechsels vom Kinder- zum Erwachsenenrheumatologen unterstützen. Ebenso hat der Verband ein umfangreiches Informationspaket mit interaktiven Materialien und Fakten rund um die Erkrankung für Lehrer geschnürt, die mehr über das Thema „Kinderrheuma“ wissen und weitergeben möchten. Für jüngere Erwachsene gibt es in den Landesverbänden verschiedene Angebote vom Arbeitskreis 35+ bis hin zu Stammtischen für junge Rheumatiker und Bewegungsangebote wie zum Beispiel „aktiv-hoch-r“. „Es geht darum, dass es Menschen mit Rheuma – in jedem Alter – in Deutschland besser geht. Lassen Sie uns dafür gemeinsam sorgen“, appelliert Rotraut Schmale-Grede an die Bundesbürger.

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Weitere Beiträge zum Thema
Für gut befunden: App „Atemwege gemeinsam gehen“
Für gut befunden: App „Atemwege gemeinsam gehen“
©rh2010 - stock.adobe.com

Die App „Atemwege gemeinsam gehen“ (AGG) von AstraZeneca erhielt als eine der ersten pneumologischen Apps das kürzlich eingeführte PneumoDigital Siegel der Atemwegsliga e.V. Es ist die erste, gemeinsam mit LungenfachärztInnen und SportwissenschaftlerInnen speziell entwickelte Trainings-App für Menschen mit (schwerem) Asthma. Die Übungen für die NutzerInnen erläutert die sportliche AGG-Botschafterin Heike Drechsler in kurzen Videos. Das PneumoDigital Siegel stuft die App als übersichtlich gestaltet, gut anwendbar und motivierend ein.

Endoprothesenregister Deutschland veröffentlicht erstmals Patienteninformation
Endoprothesenregister Deutschland veröffentlicht erstmals Patienteninformation

Die Publikation enthält zentrale Ergebnisse der Datenauswertung aus dem Jahresbericht 2020 – kurz und patientenverständlich zusammengefasst. Totalendoprothesen (vollständiger Ersatz des Gelenkes) stellen die am häufigsten verwendete Prothesenform bei Hüft- und Knieimplantationen dar. Bei künstlichen Kniegelenken wird zunehmend die Rückfläche der Kniescheibe ersetzt. Patientenbezogene Faktoren wie Alter, BMI oder Vorerkrankungen beeinflussen das Risiko für eine Wechseloperation deutlich.

Ob Hausputz, Gartenarbeit oder Spazierengehen – während des Lockdowns zählt jede Bewegung!
Ob Hausputz, Gartenarbeit oder Spazierengehen – während des Lockdowns zählt jede Bewegung!
© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben zur Folge, dass Bewegungsangebote wie Reha-Gruppen oder Aqua-Fitness nicht stattfinden. Fitnessstudios sind geschlossen. Auch Winter- und Vereinssport ist momentan nicht möglich. Nicht nur Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 fällt es aktuell schwer, sich weiterhin täglich ausreichend zu bewegen. Hinzu kommt, dass an den Weihnachtstagen und an Silvester traditionell ausgiebig geschlemmt wird. Doch körperliche Aktivität ist wichtig für den Stoffwechsel. Bereits zehn Minuten mehr...

Wie komme ich als Herzkranker gut durch den Winter?
Wie komme ich als Herzkranker gut durch den Winter?
© BillionPhotos.com - stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie stellt den Alltag von Millionen Herz-Kreislauf-Patienten in Deutschland vor große Herausforderungen mit vielen Ängsten und offenen Fragen. Wie gefährlich eine COVID-19-Ansteckung bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung werden kann, variiert von Fall zu Fall. Zuverlässige Daten darüber, welche Auswirkungen Art und Schweregrad der Vorschädigung haben, gibt es zwar noch keine. Allerdings beläuft sich die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Komplikationen bei schweren Verläufen nach Schätzungen derzeit auf 5-10% der...

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden
© lev dolgachov / Fotolia.com

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte
© jolopes / Fotolia.com

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen...

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein
© weixx - stock.adobe.com

Essstörungen treten bei jungen Patientinnen mit Typ-1-Diabetes zwei- bis dreimal häufiger auf als bei gesunden Frauen. Die Betroffenen hoffen, Gewicht zu verlieren, indem sie zeitweise darauf verzichten, sich Insulin zu spritzen. Damit riskieren sie unumkehrbare Schäden an Nerven und Gefäßen und im schlimmsten Fall sogar ihr Leben. Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz am 18. Juni in Berlin rufen Diabetes- und Hormonexperten dazu auf, die Kombination dieser beiden Erkrankungen stärker in den Fokus zu rücken. Insbesondere Ärzte und...

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie
@ drubig-photo / Fotolia.com

Die britische Firma Abson Development hat mit "Sleep like a Baby" eine neue Lifestyle-App veröffentlicht, um Schlafprobleme von Erwachsenen, Kindern und Säuglingen zu lösen. "Schlaf ist bekannterweise sehr wichtig, aber viele Menschen haben aufgrund von verschiedenen Faktoren, wie Stress, einem neugeborenen Kind oder einem Tinnitus, immer wieder Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen", sagt Entwickler Lance Abson.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rheuma ist jünger als du denkst"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Impfen in der Hausarztpraxis: Spezifische Bestellung des COVID-Impfstoffs möglich
  • Impfen in der Hausarztpraxis: Spezifische Bestellung des COVID-Impfstoffs möglich