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Praxismanagement
18. November 2020

Ärzte-Umfrage bestätigt: Telemedizin ist weiter auf dem Vormarsch

Eine aktuelle DocCheck-Umfrage unter 300 Ärzten gibt Aufschluss zur Akzeptanz und Nutzung von Video-Sprechstunden von Medizinern sowie den Vorteilen und Herausforderungen für den Praxisalltag. Über ein Fünftel der befragten Ärzte (21%) bietet demnach bereits telemedizinische Leistungen an – weitere 18% haben konkrete Pläne, in die telemedizinische Anwendung einzusteigen. Gründe dafür liegen aus Sicht der Ärzte vor allem in den Vorteilen der höheren Flexibilität (49%) und gesteigerten Effizienz (42%), die digitale Leistungen mit sich bringen können.
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Die Ergebnisse der Studie offenbaren, dass Telemedizin für Ärzte eine attraktive Option für ihre Berufsausübung ist, was das Gros der Befragten bestätigt: Rund die Hälfte der Ärzte (49%) verspricht sich mehr Flexibilität sowie eine höhere Effizienz (42%) durch die Nutzung von Telemedizin. Fast ebenso viele (42%) betrachten telemedizinische Leistungen, wie z.B. Video-Sprechstunden, als zukunftsorientiert und als Möglichkeit, neue Patienten zu gewinnen. 23% der Befragten erwarten von der Erweiterung ihres Angebots attraktive Zusatzerträge.

Pandemie als Katalysator

Die anhaltende Covid-19-Pandemie wirke wie ein Katalysator für die Digitalisierung des Gesundheitswesens, lautet das persönliche Fazit von 52% der befragten Ärzte. Sie sehen die verstärkte Nutzung von Telemedizin als notwendig, um den physischen Kontakt – und damit das Infektionsrisiko in Praxen und Wartezimmern – zu reduzieren. Die Umfrage zeigt nicht nur die Vorteile von Telemedizin, sondern auch die Hindernisse, die Ärzte derzeit sehen sowie die Erwartungen, die sie an die Anbieter stellen: Wichtige Kriterien für die Nutzung von Telemedizin sind für Ärzte eine einfache Handhabung (79%) und die Gewährleistung eines zusätzlichen technischen Supports (59%).

Die beiden größten Hindernisse im Ärztealltag: Corona und Bürokratie

Zugleich ist die Corona-Pandemie nach 27% der Ärzte eine der beiden größten Herausforderungen für den Praxisalltag – dicht gefolgt vom hohen bürokratischen Aufwand (22%). Dieser ist eng mit der Profitabilität einer Praxis verknüpft und für 17% der Ärzte generell eine weitere Beeinträchtigung in der täglichen Arbeit. Mehr als ein Drittel (34%) der Befragten schätzt, dass der anfallende administrative Aufwand bis zu 30% ihrer Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Für weitere 18% liegt er sogar bei bis zu 40% der Zeit. Dementsprechend antworteten 37% der Ärzte auf die Frage, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen, ganz klar: weniger Bürokratie.

Ärzte bestätigen: Video-Sprechstunden bieten zahlreiche Vorteile für ihre Patienten

Für ihre Patienten sehen Ärzte ebenso zahlreiche Vorteile durch telemedizinische Angebote: So sind 53% der befragten Ärzte der Meinung, dass sich dadurch die Wartezeit für den Patienten verringert. Das gehe für 40% der Befragten mit Bereitstellung von flexibler Hilfe einher, beispielsweise durch die postalische Zusendung des Medikaments oder die schnelle Übermittlung des Rezepts an eine Wunschapotheke, welches für 32% der Ärzte ein Gewinn durch die Telemedizin ist. Als weiteren Vorteil sieht mehr als die Hälfte (57%) der Ärzte die Möglichkeit, dass sich Patienten einfach in den eigenen 4 Wänden beraten lassen können. Für 55% der Ärzte ist zudem die entfallende Anfahrt zur Praxis ein weiterer Mehrwert für ihre Patienten.

Die DocCheck-Umfrage wurde im Auftrag von Kry, im Zeitraum vom 03. September bis 10. September 2020, durchgeführt. Sie schloss insgesamt 300 deutsche Ärztinnen und Ärzte ein, die in mittelgroßen Praxen (800-1.500 Patienten pro Quartal) tätig waren.

Quelle: Kry


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