Montag, 6. Februar 2023
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Gesundheitspolitik

Ärzteverbände warnen vor Klinikpleiten

Ärzteverbände warnen vor Klinikpleiten
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Ärzteorganisationen fordern kurzfristig zusätzliche Finanzhilfen für Krankenhäuser, um Pleiten abzuwenden. „Die Insolvenzgefahr für viele Kliniken steigt bei explodierenden Kosten, Personalmangel und dadurch reduzierten Fallzahlen“, heißt es in einem Schreiben des Marburger Bundes und des Verbandes leitender Krankenhausärzte (VlK) an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und seine Länderkollegen. Die von Lauterbach geplante Reform der Krankenhauslandschaft werde nur gelingen, wenn in der Zwischenzeit ein Kliniksterben abgewendet werde. „Deshalb ist eine Wiederaufnahme der finanziellen Stabilisierungsmaßnahmen der Kliniken durch Bund, Länder und Krankenkassen das Gebot der Stunde.“
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Schlechte wirtschaftliche Lage bei den meisten Krankenhäusern

Erst am Dienstag hatte die Krankenhausgesellschaft gewarnt, dass nach einer neuen Umfrage nur noch 6% der Krankenhäuser ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut bezeichnen. Lediglich 20% erwarteten für 2022 ein positives Ergebnis.

Entlastung der Krankenhäuser durch finanzielle Unterstützung und Reformen

Lauterbach hatte den Krankenhäusern im November angesichts von Inflation und hoher Energiekosten eine Milliarden-Unterstützung in Aussicht gestellt. Zudem plant er eine große Reform, um die Kliniken von wirtschaftlichem Druck zulasten von Patient:innen und Personal zu befreien.
 
 

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Reform des Vergütungssystems soll Krankenhäuser helfen

Grundlage für die Gesetzespläne soll das Konzept einer Regierungskommission sein, das deutliche Änderungen am System der Vergütung über Pauschalen für Behandlungsfälle empfiehlt. Die Expert:innen schlagen vor, dass Kliniken nach neuen Kriterien honoriert werden - unter anderem mit einem gesicherten Anteil allein für das Vorhalten von Leistungsangeboten.

Ärzteverbände hoffen auf positives Signal vom Treffen der Gesundheitsminister

Die Ärzteverbände erhoffen ein Signal vom nächsten Treffen der Gesundheitsminister in dieser Woche. In der Debatte über Lauterbachs weitreichende Reformvorschläge drohe die aktuelle Not der Kliniken in den Hintergrund zu geraten, befürchten Marburger Bund und VlK.

Weniger Bürokratie – Mehr Zeit für die Versorgung von Patient:innen

Langfristig müssten etwa die bürokratischen Lasten auf das zwingend Notwendige reduziert werden. „Eine Halbierung der Dokumentationslast würde allein im ärztlichen Bereich das Stundenäquivalent von 32.000 Vollzeitstellen für die Patient:innenversorgung zur Verfügung stellen“, so die Rechnung von Marburger Bund und VlK.

Quelle: dpa


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