Donnerstag, 6. Oktober 2022
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Gesundheitspolitik

Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch immer Todesursache Nummer 1

Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch immer Todesursache Nummer 1
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen mit anhaltend hohen Sterblichkeits- und Hospitalisationsraten eine enorme Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Millionen Menschen in Deutschland leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit über 338.000 Sterbefällen (2020) für 34% aller Todesfälle verantwortlich sind. Pro Jahr werden mehr als 1,7 Millionen Menschen wegen Herzkrankheiten vollstationär in Kliniken versorgt. Für die Interessen der Herzpatienten setzt sich die Deutsche Herzstiftung ein.
„Kernziel unserer Arbeit ist es, die Lebensqualität chronisch herzkranker Menschen und deren herzmedizinische Versorgung zu verbessern sowie die Krankheitslast und Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern“, erklärt Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Um diese Ziele zu erreichen, fördert die Herzstiftung die Herz-Kreislauf-Forschung, ist erste Anlaufstelle und politische Stimme für Herzpatienten, betreibt Aufklärung und Information über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und unterstützt Projekte zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Herzstiftung legt Jahresbericht 2021 vor

Trotz der COVID-19-Pandemie blickt die Herzstiftung auf ein erfolgreiches Jahr mit einer Vielzahl an Aktivitäten und Projekten zurück. So konnten etwa in der bundesweiten Aufklärungsaktion (Herzwochen) rund 500 Informationsveranstaltungen (Online- und Präsenz) zur Volkskrankheit Bluthochdruck stattfinden. Mit dem Präventionsprogramm „Skipping Hearts – Seilspringen macht Schule“ für GrundschülerInnen fanden bundesweit rund 1.000 Workshops an Schulen statt. Die Herzstiftung förderte im Jahr 2021 etwa 80 Projekte, Stipendien und Wissenschaftspreise in der Herz-Kreislaufforschung. Rund 12 Millionen NutzerInnen besuchten 2021 die Website der Herzstiftung, um sich über Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu informieren.

Mehr als 4 Millionen Euro für die Herzforschung

Der Bedarf an Forschungsförderung und Hilfsangeboten für Herz-Kreislauf-Patienten wächst. Die Deutsche Herzstiftung stellte gemeinsam mit der von ihr 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung ein Fördervolumen von insgesamt 4,15 Mio. Euro (2020: 3,36 Mio. Euro) für Wissenschaftsprojekte und Forschungsvorhaben in der Kardiologie, Kinderkardiologie und Herzchirurgie bereit und erhöhte damit erneut die Fördermittel. Darüber hinaus wurden im Jahr 2021 eine Vielzahl von patientennahen Forschungsvorhaben auf dem gesamten Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert. An ihrem Kurs des intensivierten Förderns der Herzforschung hält die Herzstiftung auch im laufenden Jahr 2022 fest und stellt eine Million Euro für innovative Forschungsprojekte zur Volkskrankheit Vorhofflimmern zur Verfügung, um den dringlichen Bedarf in der Forschung zur häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung zu unterstützen.
 
 

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Entwicklung stabil trotz Corona-Pandemie

Die Förderung patientennaher Forschung und die umfangreiche Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist nur möglich dank der finanziellen Unterstützung ihrer Mitglieder, ihrer großzügigen Förderinnen und Förderer sowie aufgrund von Erbschaften und Vermächtnissen. Trotz der schwierigen Gesamtsituation konnte die Herzstiftung in 2021 ein gutes Finanzergebnis erreichen. Erträgen in Höhe von 15,98 Mio. Euro (2020: 16,84 Mio. Euro) standen Aufwendungen in Höhe von 13,47 Mio. Euro (2020: 11,96 Mio. Euro) gegenüber. Die Zahl der Mitglieder konnte mit 106.535 zum Jahresende 2021 auf einem stabilen Niveau gehalten werden (2020: 107.607).

Deutsche Herzstiftung fordert Nationale Herz-Kreislauf-Strategie

Mit Abstand sterben weiterhin die meisten Menschen – weit vor Krebserkrankungen – an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Angesichts der anhaltend hohen Sterblichkeit und Erkrankungshäufigkeit durch Herzkrankheiten in Deutschland ist eine nationale Strategie für eine bessere medizinische Versorgung und mehr innovative Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen dringend notwendig. Gemeinsam mit den herzmedizinischen Fachgesellschaften fordert die Herzstiftung daher eine Nationale Herz-Kreislauf-Strategie zur Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit und besseren Prognose für Herzpatienten. Als ersten Schritt dazu gründete die Herzstiftung 2021 auf Initiative der ehemaligen Bundes-Patientenbeauftragten Prof. Dr. Claudia Schmidt und gemeinsam mit medizinischen Fachgesellschaften das Aktionsbündnis „Beherzt Handeln“, das einen Entwurf für eine Nationale Herz-Kreislauf-Strategie mit konkreten Vorschlägen ausarbeitete mit der Forderung an die Politik, diese in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufzunehmen.

Der Jahresbericht 2021 der Deutschen Herzstiftung steht kostenfrei zum Download zur Verfügung unter: www.herzstiftung.de/jahresbericht
 
 

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Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzforschung


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