GKV: Trotz Milliarden-Überschuss droht weitere Beitragslast
Die Krankenkassen haben das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung„. Doch gebe es „null Grund zur Entwarnung“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt.
Ausgaben steigen deutlich stärker als Einnahmen
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen demnach im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent. Die beitragspflichtigen Einnahmen hätten hingegen nur um 5,3% zugenommen. Ohne die Beitragserhöhungen zum Jahreswechsel 2024/2025 hätten die Krankenkassen die Ausgaben nicht finanzieren können, erklärte der Spitzenverband.
Finanzlücke auch 2026 nur durch Beitragserhöhungen zu schließen
Derselbe Effekt werde nach Prognose des GKV-Schätzerkreises in diesem Jahr eintreten: Der Ausgabenanstieg werde mit 6,6% über dem erwarteten Anstieg der beitragspflichtigen Einnahmen von 4,9% liegen. Die erwartete Lücke werde nur durch die Beitragsanhebungen zum 1. Januar 2026 geschlossen.
Gesundheitsministerin plant tiefgreifende Reformen
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant wegen der erwarteten Milliardenlücke tiefgreifende Reformen. Vorschläge dafür soll eine damit beauftragte Kommission Ende März vorlegen.
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