Studie: Ab 2027 könnten viel mehr Kliniken Verlust machen
Krankenhäuser stehen einer Studie zufolge in den kommenden Jahren deutlich unter Druck. Bis zum Jahr 2030 könnten rund 70% der Kliniken Jahresverluste verzeichnen, es sei denn, es gelinge ihnen, ihre Betriebskosten zu senken. Das ist das Ergebnis des „Krankenhaus Rating Report" vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute für Healthcare Business GmbH.
GKV-Spargesetz lässt Verlustanteil ab 2027 auf 60% springen
Grund dafür sind demnach für das kommende Jahr geplante Erlöskürzungen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. Den Berechnungen zufolge würde der Anteil der Kliniken, die Verlust machen, ab 2027 auf 60% springen. Zum Vergleich: Für 2026 rechnen die Institute damit, dass 22% der Krankenhäuser einen Jahresfehlbetrag erwirtschaften. Bis 2030 könnte dann ein Anstieg auf 68% verzeichnet werden.
Personalkosten senken oder Standorte schließen
Um das zu verhindern, sollten Krankenhäuser demnach vor allem ihre Personalkosten senken - und zwar in allen Bereichen außer der Pflege bis 2030 um acht bis neun%. „Wenn die Betriebskosten nicht ausreichend sinken, sind Standortschließungen in großem Maße unausweichlich", hieß es weiter.
Quelle:dpa