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Medizin
17. Dezember 2020

Das Single Pill Konzept in der Therapie kardiovaskulärer Patienten

Diese CME-zertifizierten Vorträge fassen Rationale, Studienergebnisse und Real-World-Daten zum Single Pill Konzept in der Therapie kardiovaskulärer Patienten zusammen.

Ohne eine gute Therapietreue (Adhärenz) der Patienten können Medikamente nicht wirken. Je höher die Anzahl der verordneten Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, desto höher ist der Prozentsatz der nichtadhärenten Patienten. Das ist seit langem bekannt. Inzwischen liegen zahlreiche Studien vor, die auch einen Zusammenhang zwischen der Nicht-Adhärenz und dem Risiko von Langzeitkomplikationen bei kardiovaskulären Patienten dokumentieren. Es ist also sinnvoll, zu untersuchen, ob sich durch die Aufbereitung mehrerer verordneter Wirkstoffe in nur einer einzigen Tablette (Single Pill) nicht nur die Adhärenz verbessert, sondern auch das Risiko für Langzeitkomplikationen senken lässt.

Im ersten Kurzvortrag erläutert Prof. Burkhard Weisser aus Kiel die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse zur Verbesserung der Therapietreue durch das Single Pill Konzept. Eine PubMed-Recherche von 1.465 Treffern zum Thema ergab 11 verwertbare Publikationen. Die Metaanalyse bestätigte, dass das Therapieregime einer Single Pill in den Indikationen arterielle Hypertonie und Dyslipidämie im Vergleich zur losen Kombination der identischen Einzelsubstanzen eindeutig zu einer besseren Adhärenz führt. Mit der START-Studie konnte gezeigt werden, dass ein Single Pill Regime unter Real-World-Bedingungen sowohl die Wirksamkeit verbessert, als auch die Langzeitkomplikationsrate kardiovaskulärer Patienten senkt.

Prof. Hans-Georg Predel aus Köln stellt im zweiten Kurzvortrag vor, welche Bedeutung die Entwicklung von Leitlinien für die Behandlung der Patienten hat und erläutert die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zur Umsetzung der Leitlinienempfehlungen zum Management der arteriellen Hypertonie im Praxisalltag, an der etwa 700 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte teilgenommen haben. Bei Blutdruckwerten ab 160 mmHg systolisch bzw. 100 mmHg diastolisch wird in 35% der Fälle gleich zum Therapiebeginn eine Wirkstoffkombination verordnet, wenn kein zusätzlicher Risikofaktor vorliegt. Lieg ein Risikofaktor vor, dann wird in 86% der Fälle sofort kombiniert. Die Ergebnisse zeigen, dass im Praxisalltag der Hochdrucktherapie gute Voraussetzungen für ein Single Pill Konzept vorliegen.

Prof. Dr. med. Burkhard Weisser, Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel


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