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Medizin

12. März 2020 Digitale Medizin: Stärkung der Arzt-Patienten-Beziehung

Ärzte müssen sich die Deutungshoheit über medizinische Fragen heute mit einer Reihe anderer „Experten“ teilen (1), bspw. mit Online-Gesundheitsangeboten. So nutzen 58% aller Patienten vor dem Arztbesuch das Internet, 62% recherchieren danach weiter (2). Sie wollen mehr über ihre Erkrankung erfahren und bei der Therapie mitentscheiden. Das hat Einfluss auf die Kommunikation zwischen Arzt und Patient (1). Ärzte können für ihre Patienten zum Coach im digitalen Dickicht werden, indem sie auf geprüfte und glaubwürdige Inhalte verweisen. Unterstützung bieten dabei produktunabhängige Therapiebegleitprogramme wie TheraKey®.
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Seine Position als vertrauenswürdigster Ratgeber in Gesundheitsfragen, kann der Arzt auch bei der Informationsrecherche seiner Patienten im Internet nutzen, indem er ihnen hilft, das zu finden, was sie suchen (1). Dadurch wird von Anfang an vermieden, dass Patienten online auf ungenaue, veraltete oder fehlerhafte Informationen treffen, was zu unnötigen Ängsten, Stress und Fehlern führen kann (3). Denn die Ergebnisse einer Umfrage zeigen, dass die Fülle an Informationen Patienten verwirrt (51%) und für sie nur schwer zu unterscheiden ist, welche Angebote seriös sind (65%) (4). Für Ärzte kann es daher sinnvoll sein, sich bei den wichtigsten Indikationsgebieten einen Überblick über Internetseiten, Apps oder digitale Therapiebegleitprogramme zu verschaffen und seine Patienten so über das persönliche Gespräch hinaus zu begleiten.

Digitale Gesundheitsanwendungen mit geprüfter Qualität

Unterstützung bei der Identifikation des richtigen Tools könnte in Zukunft auch aus der Politik kommen. Im Digitale-Versorgung-Gesetz, das im Januar 2020 in Kraft getreten ist, wurde festgelegt, dass Ärzte in Zukunft Apps verschreiben können. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Um Ärzten den Überblick zu erleichtern, wird das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Liste qualitativ hochwertiger Gesundheitsanwendungen erstellen. Der Hersteller muss dafür nachweisen, dass die App die Versorgung der Patienten verbessert (5). Ein bereits bestehendes, kostenfreies Angebot ist die MyTherapy-App. Sie erinnert Patienten an die Medikamenteneinnahme und dokumentiert wichtige Daten wie Messergebnisse, Laborwerte, therapierelevante Aktivitäten oder Symptome. Aus diesen Informationen generiert die App monatlichen einen Gesundheitsbericht, der gemeinsam mit Ärzten entwickelt wurde. Dieser ermöglicht dem behandelnden Arzt einen schnellen Überblick. Die App ist als kostenloser Download für Android und iOS in mehr als 30 Sprachen verfügbar, barrierefrei und mit dem DiaDigital Siegel* ausgezeichnet.

Unterstützung in der Arzt-Patienten-Kommunikation

Neben der Einbindung von Gesundheits-Apps ist auch die Integration von qualitätsgesicherten, produktneutralen Webportalen sinnvoll (1). Ein solches Portal steht Ärzten und Patienten mit TheraKey® zur Verfügung: Es bietet produktunabhängige Informationen zu 8 chronischen Erkrankungen, Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, Statements von Experten und Berichte von Betroffenen. Patienten erhalten den Zugang exklusive von ihrem Arzt, der so zur jeweiligen Indikation und zu den persönlichen Bedürfnissen passende Inhalte empfehlen kann. Über das TheraKey®-Portal können sich Patienten zu ihrer Krankheit informieren und anschließend ihre Therapie mit der MyTherapy-App umsetzen sowie dokumentieren. Das digitale Therapiebegleitprogramm und die App unterstützen den Arzt bei der Kommunikation mit seinen Patienten. So kann er seinen Patienten auch außerhalb der Sprechstunde im Umgang mit der Erkrankung beistehen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.therakey.info // www.mytherapyapp.com

* Das DiaDigital Siegel wird von einem Zusammenschluss der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsangebote in Deutschland (VDBD), der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) vergeben: https://diadigital.de/apps-mit-siegel/

Lesen Sie hierzu auch: Neuerungen 2020 – Teil IV: Gesundheits-Apps künftig verschreibungsfähig
 

Quelle: Berlin-Chemie

Literatur:

(1) Kulzer B Perspektiven der Diabetologie. Dtsch Arztebl 2015;2: 20.
(2) Spotlight Gesundheit: Gesundheitsinfos. Wer suchet, der findet – Patienten mit Dr. Google zufrieden. Bertelsmann Stiftung, 2018. Online unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/VV_SpotGes_Gesundheitsinfos_final.pdf, zuletzt aufgerufen am 12.02.2020.
(3) Volk R et al. J Med Libr Assoc 2019;107(4):606.
(4) Das Internet: Auch Ihr Ratgeber für Gesundheitsfragen? Bertelsmann Stiftung 2018. Online unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/VV_Studie_Das-Internet-auch-Ihr-Ratgeber_Befragung.pdf, zuletzt aufgerufen am 12.02.2020.
(5) Bundesministerium für Gesundheit: Ärzte sollen Apps verschreiben können – Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG): https://www.bundesgesundheitsministerium.de/digitale-versorgung-gesetz.html (zuletzt aufgerufen am 17.02.2020)


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