Sonntag, 26. Juni 2022
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Medizin

Typ-2-Diabetes: Wie lässt sich das kardiovaskuläre Risiko effektiv senken?

Typ-2-Diabetes: Wie lässt sich das kardiovaskuläre Risiko effektiv senken?
© Siam Pukkato – stock.adobe.com
Menschen mit Typ 2 Diabetes haben generell ein erhöhtes Risiko für atherosklerotisch bedingte kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD), die häufigste Ursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle (1). Wie eine multifaktorielle Therapie für Menschen mit Diabetes Typ 2 und hohem kardiovaskulären Risiko aussehen kann, diskutierten anlässlich der 88. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) Dr. Florian Kahles, Aachen, PD Dr. Ingo Hilgendorf, Freiburg (i. B.), und Dr. Anne Lautenbach, Hamburg.
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GLP-1 Rezeptoragonisten noch nicht im Versorgungsalltag des Diabetes angekommen

GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) wie z. B. Semaglutid s.c. (Ozempic®, 1x pro Woche) (2), die neben dem Blutzucker und dem Gewicht auch das kardiovaskuläre Risiko signifikant senken können, werden zwar in der Nationalen VersorgungsLeitlinie für Menschen mit Typ 2 Diabetes und klinisch manifester kardiovaskulärer Erkrankung empfohlen, jedoch in der täglichen Praxis noch nicht ausreichend berücksichtigt (3-4).

GLP-1 Rezeptoragonisten senken MACE-Risiko bei Diabetes

Die Atherosklerose bei Typ 2 Diabetes hat verschiedene Ursachen, eine davon ist die Hyperglykämie, die zur Schädigung des Endothels der Gefäßwand führt, Entzündungsprozesse sowie Plaquebildung begünstigt und so zu schweren kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann (1). GLP-1 RA können das Risiko für solch ein schweres kardiovaskuläres Ereignis (MACE) bei Menschen mit Typ 2 Diabetes und einem hohen kardiovaskulären Risiko reduzieren (2).
 
 

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© Sherry Yates – stock.adobe.com

GLP-1 Rezeptoragonisten wirken sich positiv auf Hypertonie, Adipositas und HbA1c aus

„GLP-1 RA haben neben ihrer blutzuckersenkenden Wirkung weitere Effekte wie die Entzündungshemmung und wirken gleichzeitig auf verschiedene Komponenten des metabolischen Syndroms wie HbA1c-Wert, Bluthochdruck und Übergewicht“, erläuterte Dr. Hilgendorf (5). In der kardiovaskulären Endpunktstudie SUSTAIN 66 bei Menschen mit Typ 2 Diabetes und hohem kardiovaskulären Risiko zeigte Semaglutid: Das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) wurde signifikant um 26% gesenkt, das für nicht-tödliche Schlaganfälle sogar um 39% (6). Ziel einer modernen Typ 2 Diabetes Therapie sollte daher sein, das multifaktorielle Potenzial von Antidiabetika wie Semaglutid noch besser zu nutzen und Blutzucker, Gewicht sowie kardiovaskuläres Risiko frühzeitig zu behandeln (5).

Quelle: NovoNordisk

Literatur:

(1) Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2022; https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/Gesundheitsbericht_2022_final.pdf (abgerufen am 14.04.2022)
(2) Fachinformation Ozempic®, aktueller Stand
(3) Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes. Teilpublikation der Langfassung, 2. Auflage, Version 1. AWMF-Register-Nr. nvl-001
(4) Mosenzon O et al. Cardiovasc Diabetol 2021;20:154
(5) Nauck MA et al. Mol Metab 2021;46:101102
(6) Marso SP et al. N Engl J Med 2016;375:1834-1844; untersucht wurden Typ 2 Diabetiker mit hohem kardiovaskulären Risiko. Primärer kombinierter Endpunkt war die Zeit der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines schweren unerwünschten kardiovaskulären Ereignisses (MACE): kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall. Die Studie war als Nichtunterlegenheitsstudie, nicht als Überlegenheitsstudie gepowert, somit war die Überlegenheitsprüfung nicht präspezifiziert.


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