Donnerstag, 29. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
FSME
FSME
Medizin
Keine Infektion, kein Malignom, keine Autoimmunerkrankung 25. Juni 2021
Was+ist+Morbus+Castleman%3F
© andriano_cz - stock.adobe.com

Was ist Morbus Castleman?

Seltene Erkrankungen können sich in häufiger auftretenden, vermeintlich offensichtlicheren Erkrankungen „verstecken“. So auch bei Morbus Castleman. Charakteristisch für eine der Unterformen, der idiopathische multizentrische Morbus Castleman (iMCD), ist eine multifokale Lymphadenopathie begleitet von einer inflammatorischen Symptomatik, z.B. Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust und Fatigue (1). Zudem kann eine Hepatosplenomegalie auftreten (1).
Anzeige:
Tresiba
 

Autoimmunerkrankung? Malignom? Infektion?

Diese Symptomatik kann zunächst auf eine Autoimmunerkrankung, ein Malignom oder eine Infektion hinweisen. Da der iMCD unbehandelt mit einer 5-Jahres-Mortalitätsrate von 35% und einer 10-Jahres-Mortalitätsrate von 60% einhergeht (1), ist eine schnelle und eindeutige Diagnose entscheidend.

Diagnose iMCD erfordert umfassende Differentialdiagnostik

Der Ausgangsbefund beim iMCD ist oftmals eine „reaktive Lymphadenitis ohne Hinweis auf Malignität“, der nur mit einer umfassenden Differentialdiagnostik konkretisiert werden kann. Dabei ist eine enge interdisziplinäre Kooperation (Pathologie, Immunologie, Onkologie) erforderlich. Ursache für iMCD ist eine Zytokindysregulation – v.a. eine Interleukin-6 (IL-6)-Überproduktion (2, 3). Behandelt werden kann iMCD mit dem IL-6-Inhibitor Siltuximab (4) (Sylvant®), der derzeit in Europa die einzige zugelassene Therapie beim HHV8-negativen, HIV-negativen iMCD ist (1, 4).

World Castleman Disease Day

Am 23. Juli 2021 findet der jährliche „World Castleman Disease Day“ statt. Er wurde 2019 ins Leben gerufen, um auf die seltene lymphoproliferative
Erkrankung
Morbus Castleman (Castleman Disease, CD) aufmerksam zu machen. Daher widmet sich an diesem Tag ein virtuelles Expertenmeeting der Frage „Unklares Fieber und (reaktive) Lymphadenopathie: kein Malignom – was nun?“.
Beim Expertenmeeting am 23. Juli 2021 von 15 bis 17 Uhr gehen Ärzte aus den Bereichen Hämatologie, Onkologie und Pathologie anhand von Kasuistiken auf verschiedene Fragestellungen zum iMCD ein: Wie variabel kann die klinische Präsentation sein? Welche Symptome, Krankheitsverläufe und Schweregrade gibt es? Worauf sollte bei der Differentialdiagnostik geachtet werden?

Anmeldung und weitere Informationen

 
  • Anmelden können Sie sich per E-Mail: per E-Mail an anfrage@eusapharma.com
  • Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Quelle: EUSA Pharma

Literatur:

(1) Fajgenbaum DC et al. Blood 2017; 129: 1646–1657.
(2) van Rhee F et al. Hematol Oncol Clin N Am 2018; 32: 89–106.
(3) van Rhee F et al. Blood 2018; 132(20): 2115–2125.
(4) Fachinformation SYLVANT®. Stand: März 2021.


Anzeige:
Medical Cloud
Medical Cloud
 

Das könnte Sie auch interessieren

Selbstkontrolle der Sauerstoffsättigung für Long-COVID-Patienten

Selbstkontrolle der Sauerstoffsättigung für Long-COVID-Patienten
©Andrey Popov / Fotolia.de

Viatom Technology, Spezialist für mobile medizinische Überwachungsgeräte, stellt mit dem O2ring Puls Oximeter ein tragbares Messgerät zur Langzeitkontrolle von Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz für Long-COVID-Patienten vor. Über die angebundene VIHealth-App werden die Gesundheitsdaten in Echtzeit abgespeichert und können so auch mit behandelnden Ärzten zur Bestimmung notwendiger Rehabilitationsmaßnahmen geteilt werden.

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz
© HQUALITY - stock.adobe.com

Intensive ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts kann Bindehaut und Hornhaut am Auge schädigen. Jetzt testen Forscher, ob Kontaktlinsen mit eingebautem UV-Schutz solche Schäden verhindern können. Die Haftschalen wären hilfreich für Patienten, denen etwa nach einer Verätzung empfindliche Stammzellen der Hornhaut transplantiert wurden. Aber auch Außenarbeiter, die regelmäßig einer hohen UV-Bestrahlung ausgesetzt sind, könnten davon profitieren.   

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen
© closeupimages / Fotolia.com

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Was ist Morbus Castleman?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)