News | Beiträge ab Seite 110
Gesundheitspolitik
DAK: Mehr Heranwachsende konsumieren E-Zigaretten
E-Zigaretten sind ein zweischneidiges Schwert: Einerseits wohl weniger gesundheitsschädlich, andererseits nicht ohne Risiken und mit Abhängigkeitspotenzial. Nun gibt es neue Zahlen zum Konsum junger Menschen.
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Medizin
Hyperkaliämie-Therapie in der Langzeitanwendung und im Akutfall
Tritt unter der Therapie mit Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Inhibitoren (RAASi) eine Hyperkaliämie auf, wird nach wie vor häufig deren Dosis reduziert oder sie werden abgesetzt, was das Mortalitätsrisiko verdoppeln kann (1). Aktuelle Leitlinien empfehlen daher, den Kaliumspiegel zu kontrollieren, um die RAASi-Therapie beizubehalten (2-4). Mit Natriumzirconiumcyclosilicat steht seit 2 Jahren ein moderner Kaliumbinder zur Behandlung der Hyperkaliämie bei Erwachsenen zur Verfügung (5): Aufgrund des raschen Wirkeintritts binnen einer Stunde sowie der Möglichkeit zur langfristigen Kaliumkontrolle ist SZC als Akut- und Erhaltungstherapie indiziert (6).
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Gesundheitspolitik
Urteil: Krankenkasse muss Medizin-Cannabis nicht zahlen
Bei starken chronischen Schmerzen etwa können Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall Cannabis verordnen. Ob die Krankenkasse zahlt, hängt vor allem an dieser Frage: Gibt es noch Behandlungsalternativen?
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News
Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu: 301 Fehltage pro 100 Arbeitnehmende
Die Anzahl an Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen steigt in Deutschland weiter an. Mitgrund für den Anstieg dürfte dieses Mal jedoch auch eine Reduktion der Dunkelziffer sein.
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Medizin
Lipodystrophie: Diagnose-Check für die Sprechstunde
Seit 5 Jahren ist Metreleptin als bislang einzige kausale Therapie der Leptinmangel-bedingten Folgen bei bestätigter generalisierter Lipodystrophie (GL) ab 2 Jahren und bei partieller Lipodystrophie (LP) ab 12 Jahren zugelassen. Bei einer Lipodystrophie (LD) handelt es sich um eine syndromale Stoffwechselerkrankung mit sehr unterschiedlichen Komplikationen und Symptomen. Für die erleichterte Identifikation möglicher Betroffener im Rahmen eng getakteter Sprechstunden wurde anlässlich des 5-jährigen Jubiläums von Metreleptin ein digitaler Diagnose-Check entwickelt.
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Asthma
Biologika ermöglichen den Paradigmenwechsel in der Asthmatherapie
In der historischen Registerstudie ISAR (2015 bis 2019, 1716 Patient:innen mit schwerem Asthma, definiert u.a. durch hohe Bluteosinophilenzahl, erhöhtes FeNO, Einnahme von oralen Kortikosteroide (OCS) und später Beginn der Erkrankung) wurden 83,8% der Patient:innen mit höchstwahrscheinlich eosinophilem Asthma identifiziert. Die GINA (global initiative for asthma)-Guidelines sehen für bestimmte Situationen den Einsatz unterschiedlicher Biologika vor. So kommt bei einem allergischen Hintergrund das Anti-IgE Omalizumab in Frage. Bei schwerem eosinophilen Asthma stehen Anti-IL5/Anti-IL5R-Antikörper zur Verfügung. Der humanisierte monoklonale Anti-IL5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab bindet mit hoher Affinität und Spezifität und führt bereits nach der ersten Dosis innerhalb von 24 Stunden zu einer fast vollständigen Depletion der Bluteosinophilen, die sich über die Behandlungszeit hält.
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Medizin
Hepatitis C: Aktueller Therapiestandard und HCV-Tracker
Ein wichtiges Thema im Rahmen des Viszeralmedizin-Kongresses 2023 war das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgegebene Ziel der Elimination von Hepatitis C bis 2030. „Die chronische Hepatitis C führt zu Leberzirrhose und steigert das Risiko für das hepatozelluläre Karzinom“, eröffnete Prof. Markus Cornberg, Medizinische Hochschule Hannover, seinen Vortrag zum Thema „HCV-Patientenversorgung heute und in Zukunft“. Nicht zu vernachlässigen seien darüber hinaus extrahepatische Manifestationen, wie z.B. die chronische Fatigue.
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Medizin
Depression: G-BA erteilt Zusatznutzen für Esketamin Nasenspray
Für Esketamin Nasenspray wurde in Kombination mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bzw. einem Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) für die therapieresistente Depression ein beträchtlicher Zusatznutzen vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) anerkannt (1).
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Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa: Effektive und nachhaltige Therapie mit Mirikizumab
Bei vielen Patient:innen mit Colitis ulcerosa muss es schnell gehen – sie leiden neben anderen Beschwerden auch unter Bowel Urgency. Der imperative Stuhlgang zählt zu den am belastendsten Symptomen und schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Nun wurde der erste Interleukin-23p19-Inhibitor für die zielgerichtete Therapie der mittelschweren bis schweren Colitis ulcerosa bei Erwachsenen in der Zweitlinie zugelassen. Dieser zeigt eine schnelle und anhaltende Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit, auch auf die Bowel Urgency.
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Gürtelrose
Adjuvantierter Totimpfstoff mit hoher Schutzwirkung gegen Gürtelrose
Die Gürtelrose gehört nicht nur zu den am häufigsten falsch verstandenen, sondern auch zu den unterschätzten Infektionskrankheiten – nicht nur hinsichtlich ihrer Häufigkeit, sondern auch in Bezug auf ihre drohende Komplikationsträchtigkeit. Darauf hat die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin Dr. Silvia Maurer, Bad Bergzabern, hingewiesen und dazu geraten, der Impf-Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) nachzukommen, um einen bestmöglichen Schutz sicherzustellen.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach plant zusätzliche Kompetenzen für Pflegekräfte
Angesichts des weiter wachsenden Pflegebedarfs will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte mit zusätzlichen Kompetenzen attraktiver machen. „Wir nutzen das fachliche Potenzial der Pflege in Deutschland viel zu wenig“, sagte der SPD-Politiker beim Deutschen Pflegetag in Berlin. Sein Ministerium arbeite daher an einem Gesetz, um zu einem deutlich erweiterten Spielraum der Belange zu kommen, die Pflegekräfte abdecken können. Um dringend benötigtes Pflegepersonal zu gewinnen, ist aus Expertensicht auch eine bessere Bezahlung nötig.
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Gesundheitspolitik
Mehr Prävention und Informationen zu Krebs und Demenz geplant
Zum gesunden Leben gehört medizinische Hilfe, wenn man krank ist – aber auch Vorsorge, um Krankheiten zu vermeiden. Um die Prävention anzukurbeln, soll bald eine neue Bundesbehörde an den Start gehen.
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Gesundheitspolitik
Bundesrat meldet Kritikpunkte bei Cannabis-Legalisierung an
Der Bundesrat hat Kritikpunkte an der geplanten kontrollierten Freigabe von Cannabis deutlich gemacht und fordert verschiedene Klärungen. Die Länderkammer meldete unter anderem Zweifel an der Wirksamkeit vorgesehener „Schutzzonen“ zum Jugendschutz an. Kontrollen wären in der Praxis schwer umsetzbar, auch in privaten Räumen. Angemahnt wird zudem eine schnellstmögliche Ermittlung von Grenzwerten für Cannabis am Steuer im Straßenverkehr. Keine Mehrheit fand die Feststellung, dass das Cannabis-Gesetz im Bundesrat zustimmungsbedürftig sei. Dies ist bisher nicht geplant.
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Medizin
Was tun gegen die Dysbiose beim Reizdarm?
Ein Reizdarmsyndrom ist häufig mit einer Veränderung des Darmmikrobioms assoziiert. Eine Mikrobiotaanalyse wird aber nicht empfohlen, da sie keine therapeutischen Konsequenzen hat (1). Die Therapie des Reizdarmsyndroms ist multimodal. Die Low-FODMAP-Diät und die Modulation des Darmmikrobioms mit Hilfe der Phytotherapie sind wichtige Bestandteile des Therapiekonzepts.
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Gesundheitspolitik
Weltchemikalienkonferenz: Globale Regeln für giftige Stoffe
Die Staatengemeinschaft hat sich auf neue globale Regeln für einen sicheren Umgang mit Chemikalien geeinigt. „Die Produktion von Chemikalien steigt rasant an. Daher ist es allerhöchste Zeit, die globale Verschmutzung einzudämmen“, sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) am Samstag laut einer Mitteilung. „Es ist uns gelungen, fortschrittliche Ziele und effektive Schritte für ein sicheres Chemikalienmanagement weltweit zu vereinbaren.“
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Gesundheitspolitik
Praxis zu, Kittel weg – Ärzte-Protest gegen Gesundheitspolitik
Ein Kittel-Haufen vor dem Bundesgesundheitsministerium, geschlossene Praxen und Warnungen vor dem Kollaps: Ärzte protestieren gegen Politik und Krankenkassen und werfen ihnen ein „Kaputtsparen“ von Praxen vor. Das stößt auch auf Kritik.
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Medizin
TI-Pauschale: Warum sich ein Wechsel zu CGM lohnt
Entscheiden sich Arztpraxen, die ihren TI-Anbieter wechseln möchten (bspw. im Zuge eines Zertifikatsablaufs des Konnektors), für eine TI-Anbindung mit der Rechenzentrumslösung CGM MANAGED TI, bleibt ihnen von der TI-Pauschale jeden Monat etwas übrig. Die Differenz kann zur Anschaffung weiterer notwendiger TI-Komponenten, z. B. der SMC-B, genutzt werden. Installationskosten oder lange Vertragslaufzeiten entstehen nicht.
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Morbus Crohn
Risankizumab – Erweiterung des Therapiespektrums bei Morbus Crohn
Für Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn (MC), bei denen andere Therapien nicht oder nicht ausreichend gewirkt haben, steht seit September 2023 mit Risankizumab der erste zugelassene IL-23-Inhibitor bei MC zur Verfügung.
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Gesundheitspolitik
Noch immer weniger Krankenhaus-Behandlungen als vor der Pandemie
Die Zahl der Krankenhaus-Behandlungen liegt weiter unter dem Niveau vor der Pandemie. 2022 wurden 16,8 Millionen Patient:innen stationär behandelt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 0,4% mehr als 2021, aber 13,4% weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.
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Medizin
Osteoporose: Teriparatid als Fertigpen ab sofort verfügbar
Aussagen der Weltgesundheitsorganisation zufolge gehört die Osteoporose zu den 10 häufigsten Erkrankungen weltweit (1). In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen betroffen (2) – 80% davon sind Frauen (1). Charakteristisch für Osteoporose sind Abbauprozesse, die zu einer Verringerung der Knochendichte führen und das Frakturrisiko erheblich steigern können. Zur medikamentösen Behandlung ist ab sofort der Teriparatid Fertigpen verfügbar. Der Wirkstoff kann bei täglicher Anwendung nachweislich den Aufbau von Knochensubstanz bzw. die Bildung neuer Knochenstrukturen unterstützen (3).
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