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News | Beiträge ab Seite 131

Medizin
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Typ-2-Diabetes: Remission durch Ernährungstherapie

Lange Zeit galt Typ-2-Diabetes als eine Erkrankung, die, einmal ausgebrochen, nicht mehr rückgängig zu machen ist. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Heute weiß man, dass es zumindest in den frühen Stadien des Typ-2-Diabetes durchaus möglich ist, den entgleisten Zuckerstoffwechsel wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Diese Remission sollte daher das Ziel jeder Therapie bei Menschen mit Prädiabetes oder frühem Typ-2-Diabetes sein, betont die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Auf der Diabetes Herbsttagung, die die DDG gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) im November in Leipzig veranstaltet, wird die zentrale Rolle der Ernährung für das Erreichen einer Remission Thema sein.
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Medizin
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Magen-Darm-Tag 2023: Osteopathie beim Reizdarmsyndrom

Vom Reizdarm-Syndrom sind laut Schätzungen aktuell mindestens 5 Millionen Menschen, also ca. 6% der Bevölkerung in Deutschland, betroffen. Unspezifische Beschwerden sind Völlegefühl, Blähungen, (krampfartige) Bauchschmerzen, Durchfall und/oder Verstopfung. Bei den üblichen Untersuchungen wie z.B. einer Magen-Darmspiegelung wird i.d.R. nichts Verdächtiges gefunden. Wie Studien gezeigt haben, kann Osteopathie Linderung bringen, teilt der Verband der Osteopathen Deutschland anlässlich des Magen-Darm-Tages am 7. November mit.
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Medizin
 4 Min|

Von ärztlicher Kunst mit Künstlicher Intelligenz

Im Oktober lud die Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin zu einem interdisziplinären Austausch über künstliche Intelligenz (KI). Der Titel sei bewusst gewählt, sagte Präsident Klaus Reinhardt – ärztliche Kunst und KI seien keine Gegensätze. Aber was ist KI überhaupt? Schon daran scheiden sich die Geister. Und es wurde deutlich, dass die ärztliche Verantwortung im Umgang mit KI neu definiert werden muss.
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Gesundheitspolitik
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Sonderregelung für Liquidität der Kliniken soll verlängert werden

Wegen der angespannten Finanzlage vieler Kliniken soll eine Sonderregelung zur Sicherung ihrer Liquidität verlängert werden. Rechnungen für erbrachte Leistungen sollen damit bis 31. Dezember 2024 innerhalb von 5 Tagen von den Krankenkassen bezahlt werden müssen, wie ein Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorsieht. Eine bisherige Regelung aus der Corona-Krise dazu läuft am 31. Dezember aus. Ohne Verlängerung würde für die Kassen ab 1. Januar 2024 wieder die ursprüngliche Bezahlungsfrist von 30 Tagen gelten – mit entsprechenden Folgen für die Zahlungsfähigkeit der Kliniken.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Umstrittene Cannabis-Freigabe: Expert:innen nehmen Stellung

Es sind nicht mehr viele Bundestagssitzungen bis zum Jahreswechsel. Vorher will die Ampel eigentlich noch die Cannabis-Freigabe durchs Parlament bringen. Eine Expertenanhörung macht deutlich, wie kontrovers das Thema weiterhin ist. Knapp 2 Monate vor der geplanten Cannabis-Freigabe in Deutschland machen Stellungnahmen von Fachleuten aus Polizei, Justiz, Suchthilfe und Medizin noch einmal deutlich, wie umstritten die Pläne weiterhin sind. An diesem Montag kamen Expert:innen bei einer öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Parlaments zu Wort. Ihre Stellungnahmen lagen vorab vor.
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Medizin
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Vorhofflimmern: Neue Option für OAC-ungeeignete Patient:innen

Die neu initiierte Phase-III-Studie OCEANIC AFINA untersucht Asundexian als potenzielle Behandlung bei Patient:innen ≥65 Jahren mit Vorhofflimmern und einem hohen Risiko für ischämischen Schlaganfall oder systemischer Embolie, die aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos für die Behandlung mit derzeit verfügbaren oralen Antikoagulanzien (OAC) als nicht geeignet gelten. OCEANIC-AFINA ergänzt OCEANIC-AF, eine laufende Phase-III-Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Asundexian zur Prävention von Schlaganfällen oder systemischen Embolien bei Menschen mit Vorhofflimmern und einem Schlaganfallrisiko untersucht. Die Ergebnisse von OCEANIC-AFINA und OCEANIC-AF sollen zusammen belastbare Belege für die Wirksamkeit und Sicherheit von Asundexian bei einem breiten Spektrum von Patient:innen mit Vorhofflimmern liefern. Darunter sind auch jene Patient:innen, die ein hohes Risiko für einen ischämischen Schlaganfall oder eine systemische Embolie sowie für schwere Blutungsereignisse haben.
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Medizin
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Multiple Sklerose: Erste Real-World-Daten zum Einsatz von Ozanimod

Im Rahmen des MSMilan 2023 – der 9. gemeinsamen Tagung des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) und des American Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS) – wurden erste Ergebnisse einer aktuellen Interimsanalyse zur Patientenpopulation und Therapiepersistenz aus der nicht-interventionellen Studie (NIS) OzEAN vorgestellt (#P1458). OzEAN ist die erste NIS dieser Größe in Deutschland bei Patient:innen mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) unter Behandlung mit dem Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptormodulator Ozanimod (1, 2). 
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Medizin
 3 Min|

Hohe 30-Tage-Sterblichkeit nach Herzinfarkt: Kein Rückschluss auf Versorgungsmängel in Deutschland

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) versterben in Deutschland rund 8,5% der Patient:innen, die wegen eines akuten Herzinfarkts im Krankenhaus aufgenommen werden, dort innerhalb von 30 Tagen. Der OECD-Durchschnitt liegt mit 6,9% deutlich niedriger. Dabei nimmt Deutschland in Europa einen Spitzenplatz bei den Gesundheitsausgaben und der Verfügbarkeit von kardiologischen Verfahren ein. Ein Team von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen hat diese widersprüchliche Situation nun genauer untersucht und festgestellt: Die Situation ist besser als die Zahlen vermuten lassen.
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Medizin
 3 Min|

Weiterbildung zur Diabetesfachkraft

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bietet ein neues Weiterbildungskonzept für Diabetesassistent:innen sowie Diabetesberater:innen an. Unter dem Begriff „Diabetesedukation DDG“ bricht die Fachgesellschaft alte, nicht mehr zeitgemäße Strukturen zugunsten eines modernen, flexiblen sowie modularen und inhaltlich vertiefenden Curriculums auf. Es soll den Kompetenzrahmen der Teilnehmenden erweitern und ihren aktuellen Bedürfnissen, aber auch denen der Arbeitgebenden und Menschen mit Diabetes, gerechter werden. Ziel ist es auch, unter den geänderten politischen Rahmenbedingungen die Anerkennung der Diabetesfachkräfte in der gesundheitspolitischen Landschaft zu festigen. Die erste Resonanz zeigt, dass Arbeitgebende und Kursteilnehmende das neue Angebot sehr gut annehmen.
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Medizin
 3 Min|

Atopische Dermatitis: Upadacitinib in der Langzeittherapie

Im Rahmen der 32. Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Berlin wurden neue Daten zur Langzeittherapie mit Upadacitinib bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) präsentiert. Die Analyse dreier laufender Phase-III-Studien zeigt eine konsistente Wirksamkeit und Sicherheit über 140 Wochen des JAK-Inhibitors (1).
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Lauterbach: „Fahndung“ nach hohen Blutdruck- und Cholesterinwerten

Unerkannter Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und weitere Risikofaktoren für Herzinfarkte und Schlaganfälle sollen künftig in Deutschland durch eine deutlich verbesserte Vorsorge früher erkannt und behandelt werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte am Montag in Berlin an, in wenigen Wochen einen Gesetzentwurf dafür vorzulegen. Zuvor hatte der SPD-Politiker mit Ärzte-, Krankenkassen- und Apothekenvertretern darüber beraten.
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Praxismanagement
 2 Min|

Schwere Hämophilie A: Entscheidungshilfe für Patient:innen

Die erste deutschsprachige Entscheidungshilfe für Patient:innen mit Hämophilie A und deren Angehörige steht ab sofort kostenfrei online zur Verfügung. Das evidenzbasierte Tool bietet laienverständliche Informationen und motiviert Betroffene, sich aktiv in Behandlungsentscheidungen einzubringen. Die Einbeziehung der Patient:innen in die Therapieentscheidung (Shared Decision Making) kann als patientenzentrierter Ansatz die Arzt-Patienten-Kommunikation während des Behandlungsprozesses fördern.
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Medizin
 3 Min|

Atopische Dermatitis: Baricitinib jetzt auch bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren zugelassen

Die Europäische Kommission hat die bisherige, seit 2020 bestehende Zulassung des JAK-Inhibitors Baricitinib zur Behandlung Erwachsener (1) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis um die Anwendung bei Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren erweitert.  Grundlage sind die Ergebnisse der Zulassungsstudie BREEZE-AD-PEDS, die die schnelle und starke Wirksamkeit auf Juckreiz und Hautläsionen zeigen (2). Hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit waren die Daten konsistent zur Erwachsenen-indikation. Über die Hälfte der jungen Patient:innen im Alter von 2 bis < 8 Jahren erreichte in Woche 16 einen EASI 75. Die Ergebnisse waren bereits ab Woche 2 signifikant gegenüber Placebo. Baricitinib ist der erste und bislang einzige JAK-Inhibitor mit einer Zulassung bei Kindern ab 2 Jahren.
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Medizin
 4 Min|

Serotonin-Mangel als mögliche Ursache von Long-COVID

Ursache und Entwicklung langfristiger Auswirkungen einer COVID-19-Infektion sind bisher noch nicht geklärt. Eine aktuelle Studie wies bei anhaltenden Beschwerden nach COVID-19 erniedrigte Serotoninspiegel im Blut nach, die zu Störungen neurovegetativer Funktionen führen und somit einige der Kernsymptome von Long/Post COVID erklären könnten. Die Studie liefert eine plausible Hypothese, die verschiedene, bisher vermutete Pathomechanismen miteinander verbindet. Sie könnte womöglich auch die Entstehung anderer postviraler Syndrome erklären.
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