News | Beiträge ab Seite 144
Gesundheitspolitik
EU-Indien-Abkommen: Ärzte warnen vor erschwertem Medikamenten-Zugang
Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnt wegen der Freihandelsabkommen-Verhandlung zwischen der EU und Indien vor einem erschwerten Zugang für ärmere Länder zu Generika-Medikamenten. Es bestehe die Gefahr, dass indische Hersteller Originalmedikamente von Pharmafirmen aus der EU erst nach einer längeren Frist kopieren dürften als momentan, sagte die MSF-Expertin für den Zugang zu Medikamenten, Melissa Scharwey, der Deutschen Presse-Agentur. Diese Gefahr erschließe sich aufgrund eines veröffentlichten Entwurfs des Freihandelsabkommens, sagte sie.
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Medizin
KI-System überwacht Senioren per Funk
Forschende der University of Waterloo haben mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und Wireless-Technologie ein System entwickelt, das ältere Menschen unaufdringlich in ihrem Wohnraum überwacht und bei gesundheitlichen Problemen Alarm schlägt.
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Medizin
Welt-Tuberkulose-Tag 2023: Tuberkulose ist eine globale Herausforderung
In Deutschland ist Tuberkulose (TBC) kaum noch ein Thema, die „Schwindsucht“ eher eine Krankheit aus historischen Romanen. In Ländern des Globalen Südens sieht die Realität ganz anders aus. Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe fordert mehr Aufmerksamkeit für die Betroffenen und verweist auf ihre Arbeit im Bereich der TBC-Kontrolle.
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Medizin
Welt-Tuberkulose-Tag 2023 unter dem Motto: Ja! Wir können die Tuberkulose beenden!
Jährlich sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) circa 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose (TBC), einer Erkrankung der Lunge, die durch das Mycobacterium tuberculosis hervorgerufen wird. Besonders betroffen sind auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie HIV-Infizierte. Die Bekämpfung der Krankheit und die Eindämmung ihrer weltweiten Verbreitung stellen die Tuberkulose-Forschung vor eine Reihe von Herausforderungen: Es fehlen wirksame Impfungen und Medikamente gegen TBC; immer häufiger treten resistente und multiresistente Keime auf, gegen die nur noch wenige Antibiotika helfen; dringend benötigt werden auch Biomarker, mit denen der Erfolg einer individuellen Behandlung verlässlich prognostiziert bzw. überwacht werden kann.
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Medizin
Welt-Tuberkulose-Tag 2023: Auf Symptome achten, gerade auch bei älteren Menschen
Zum Welttuberkulosetag am 24. März 2023, erinnert der Chefarzt der Klinik für Pneumologie der Zentralklinik Bad Berka, Dr. Michael Weber, daran, dass die Tuberkulose (TBC) als Erkrankung auch bei uns weiterhin existiert. Gerade ältere Menschen, die noch die Kriegs- oder Nachkriegszeit erlebt haben, können sich in der Kindheit und Jugend infiziert haben und die Erkrankung bricht erst aus, wenn im Alter das Immunsystem geschwächt ist.
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Gesundheitspolitik
WHO warnt vor Personalkrise im europäischen Gesundheitssektor
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer Personalkrise im europäischen Gesundheitssektor gewarnt. „Während unser viertes Jahr mit der Pandemie beginnt, ist unser Gesundheitspersonal müde, überlastet und oft unterbezahlt“, sagte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, laut einer Mitteilung. „Unsere Gesundheitssysteme haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu halten, und die nächste Generation von Mitarbeitern im Gesundheitswesen anzuziehen.“
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Gesundheitspolitik
Studie: 6% der Minderjährigen abhängig von sozialen Medien
Etwa 680.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind einer Studie zufolge süchtig nach Computerspielen und sozialen Medien. Diese Zahl habe sich während der Corona-Pandemie mehr als verdoppelt, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung der Krankenkasse DAK und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Medizin
Diabetes: Nasales Glukagon bei schwerer Hypoglykämie
Seit 3 Jahren steht Glukagon für den Notfall einer schweren Hypoglykämie bei Menschen mit Diabetes mellitus ab 4 Jahren in einer nasalen Applikationsform zur Verfügung (1). Dank seiner einfachen Anwendung können Hilfeleistende den Wirkstoff leicht und erfolgreich verabreichen (1, 2). Zahlreiche Patient:innen haben inzwischen ein nasales Glukagon zur Notfall-Vorsorge erhalten. Bei manchen von ihnen könnte es Zeit für eine Nachverordnung sein.
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Medizin
Nasenspray gegen Depressionen nun auch ambulant verfügbar
Seit dem 15. März 2023 ist Esketamin Nasenspray auch für die ambulante Behandlung erwachsener Patient:innen mit therapieresistenter Major Depression in Kombination mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)-oder Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) verfügbar (1). Bisher wurde Esketamin Nasenspray in Deutschland im stationären Bereich mittels einer Klinikpackung eingesetzt. Für den ambulanten Bereich werden nun zusätzliche Packungsgrößen angeboten.
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Medizin
Neue Ambulanz zur Früherkennung psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen
Ab sofort gibt es in Lübeck eine neue Ambulanz zur Beratung, Untersuchung und Behandlung junger Menschen, die erste Symptome einer schweren psychischen Erkrankung erleben. Die Ambulanz mit dem Namen „BEATS – Baltic Early Treatment Service“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 35 Jahren in Lübeck und den umliegenden Kreisen. BEATS ist ein gemeinsames Angebot des Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und der Fachklinik für Junges Leben, der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Diakonie Nord Nord Ost.
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Medizin
Neues Ranibizumab-Biosimilar für die Behandlung neovaskulärer Netzhauterkrankungen verfügbar
Ein neues Ranibizumab-Biosimilar ist ab sofort in Deutschland im Handel verfügbar. Das Ranibizumab-Biosimilar ist in der Europäischen Union zur Behandlung mehrerer neovaskulärer Netzhauterkrankungen indiziert, unter anderem für die Behandlung der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) und des diabetischen Makulaödems (DMÖ).
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Gesundheitspolitik
Corona-Impfungen sollen auf breiterer Front gratis möglich bleiben
Die Corona-Impfungen in Deutschland sollen zu Ostern in die reguläre Gesundheitsversorgung übergehen. Dabei sollen auch vom 8. April an Impfungen auf breiterer Front kostenlos möglich sein, wie aus einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Der Rahmen für den Anspruch auf Impfungen soll künftig eine fachliche Richtlinie sein, die sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) orientiert. Auch darüber hinaus sollen aber Impfungen auf Kassenkosten möglich sein, wenn es „durch eine Ärztin oder einen Arzt für medizinisch erforderlich gehalten wird“. Die bisherigen Regeln zu Impf-Ansprüchen für alle laufen am 7. April aus.
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Gesundheitspolitik
Steinmeier: Gesundheitliche Ungleichheit beeinflusst Zusammenhalt
Die gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland beeinflusst nach Ansicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sei eine Herausforderung, sagte er zur Eröffnung des Kongresses Armut und Gesundheit in Berlin. „Sie berührt nicht nur unser Gerechtigkeitsempfinden, sondern (...) berührt natürlich den Zusammenhalt von Gesellschaft, und damit das, was die Grundlage und Voraussetzung von jeder gelingenden Demokratie ist.“
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Gesundheitspolitik
Datenschützer nicht prinzipiell gegen E-Patientenakte für alle
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht keine prinzipiellen Einwände gegen eine Umstellung auf elektronische Patientenakten für alle, will jedoch die konkrete Umsetzung prüfen. „Es gibt keinen grundsätzlichen Ausschluss einer Opt-out-Regelung aus datenschutzrechtlichen Aspekten“, sagte Kelber mit Blick auf entsprechende Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Demnach sollen alle gesetzlich Versicherten bis Ende 2024 automatisch eine E-Akte bekommen – es sei denn, man lehnt das aktiv ab. Bisher muss man aktiv einwilligen, wenn man eine will.
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Medizin
Chronische Migräne: Akutbehandlung mit Botulinumtoxin Typ A
Chronische Migräne-Patient:innen haben mehr Tage mit Kopfschmerzen als kopfschmerzfreie Tage im Monat – ein hoher Leidensdruck für die Betroffenen. Der Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen sind extrem beeinträchtigt. Ziel der Behandlung der chronischen Migräne (CM) ist deshalb die signifikante Reduktion der Kopfschmerztage. Zur akuten Behandlung der chronischen Migräne hat sich Botulinumtoxin Typ A bewährt. Der Wirkstoff ist seit über 10 Jahren für die Behandlung einer CM zugelassen und die Anwendung wird in einer S1-Leitlinie empfohlen. Frau Dr. Myriam Schwickert-Nieswandt, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Schmerztherapeutin und zertifizierte Kopf- und Gesichtsexpertin in Wiesbaden, erläutert im Gespräch die Möglichkeiten der Akutbehandlung mit Botulinumtoxin Typ A.
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Medizin
Engagement für individualisierte Schmerzmedizin: Prof. Dr. Giovanni Maio erhält den Deutschen Schmerzpreis 2023
Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und die Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL) haben den Deutschen Schmerzpreis 2023 an den Philosophen und Arzt Prof. Dr. Giovanni Maio, Freiburg, verliehen. Maio forscht zu den ethischen Grenzen der Ökonomisierung und Technisierung der Medizin und betont die Bedeutung der individuellen Lebens- und Krankheitsgeschichte von Patient:innen.
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Gesundheitspolitik
Apothekerverband kritisiert Ministerium wegen Arzneimittelengpässen
Im Streit um die Bewältigung von Engpässen bei Arzneimitteln hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) das Bundesgesundheitsministerium scharf kritisiert. Dass sich die Lage in den Lieferketten wie von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) behauptet entspannt habe, sei schlicht falsch, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening. „Auf neudeutsch sind das Fake News.“ Mit Blick auf einen Entwurf aus dem Gesundheitsministerium sagte Overwiening, dieser gehe an der Versorgungsrealität in den Apotheken vorbei.
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Gesundheitspolitik
Stiftung übernimmt Patientenberatung
Für die medizinische Beratung von Patient:innen richtet Deutschland eine Stiftung ein, die unabhängig von wirtschaftlichen Interessen agieren soll. Der Bundestag beschloss die „Stiftung Unabhängige Patientenberatung“, die ihre Arbeit mit Beginn des kommenden Jahres aufnehmen soll. Finanziert wird die Einrichtung von den Krankenkassen mit 15 Millionen Euro pro Jahr. Die Stiftung löst die gemeinnützige Gesellschaft ab, die bislang als Anlaufstelle für Patient:innen diente.
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Praxismanagement
Arzneimitteltherapiesicherheit: So helfen digitale Lösungen in Praxisverwaltungssystemen
Die Arzneimitteltherapie in Deutschland ist so komplex wie nie zuvor: In 10 Jahren erhalten Patient:innen durchschnittlich 37 Diagnosen und 20 verordnete Wirkstoffe in 21 Arztpraxen. So zog die Krankenkasse Barmer kürzlich für Über-40-Jährige Bilanz. Hinzu kommt, dass Ärzt:innen Verordnungsentscheidungen oft unter komplexen Bedingungen treffen müssen. Dabei entstehen mögliche Risiken, die die Gesundheit der Patient:innen gefährden können. Umso wichtiger ist es, dass zu jedem Zeitpunkt alle notwendigen Informationen über die bestehende Medikation, Vorerkrankungen und aktuelle Beschwerden vorliegen. Gerade digitale Lösungen können die Sicherheit der Arzneimitteltherapie erhöhen.
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Medizin
Bestandsaufnahme der schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland
Ein Höhepunkt zum Ende des Deutschen Schmerz- und Palliativtags war das gesundheitspolitische Symposium zur Versorgung in der Schmerzmedizin. Darin diskutierten Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, Kongresspräsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), und DGS-Vizepräsidentin Dr. Silvia Maurer, Bad Bergzabern, mit Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages. Vertreten waren die diesjährige Schirmherrin des Kongresses Martina Stamm-Fibich, Patientenbeauftragte der SPD-Fraktion, Kathrin Vogler, Die Linke, Prof. Dr. Armin Grau, Bündnis 90/Die Grünen, und Dr. Georg Kippels, CDU. Kristine Lütke, FDP, war über eine Videobotschaft vertreten. Zentrale Themen waren die Bedarfsplanung in der Schmerzmedizin sowie die Verordnung von medizinischen Cannabinoiden.
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