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News | Beiträge ab Seite 148

Medizin

EU-Initiative fördert Aufklärung und Kommunikation bei HPV

Der Welt-HPV-Tag, der jährlich am 4. März stattfindet, macht auf die Krebsgefahr durch Humane Papillomviren (HPV) aufmerksam. Obwohl die HPV-Impfung Erkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs verhindern kann, ist die Impfbereitschaft in Deutschland bislang unzureichend. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist Teil der PartnERship to Contrast HPV (PERCH), die von der Europäischen Union (EU) gefördert wird. Diese hat zum Ziel, HPV-assoziierte Krebsarten zu verhindern. Ein zentraler Aspekt ist dabei, die HPV-Impfquoten zu erhöhen. In Deutschland ist die HPV-Impfung von der Ständigen Impfkommission für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Nach Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) waren deutschlandweit Ende 2021 nur 54% der 15-jährigen Mädchen und 26,5% der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft.
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Medizin

CAR-T-Zelltherapie: Neue Behandlungsoption bei Systemischem Lupus Erythematodes

CAR-T-Zellen zählen seit einigen Jahren zu den Hoffnungsträgern in der Krebsmedizin. Am Universitätsklinikum Erlangen sind sehr erfolgreich erstmals auch Patient:innen mit schwerem Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) mit den Immunzellen behandelt worden (1). Neue, wirksame Behandlungsoptionen für die mitunter schwer zu therapierende entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung würden dringend gebraucht, so die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh). Wenn sich die ersten Erfolge auch bei größeren Patient:innenkollektiven bestätigten, komme dies einer Revolution der SLE-Therapie gleich. Die Forschenden publizierten die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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Gesundheitspolitik

Experte zu Corona-Ursprung: Laborpannen-Debatte politisch motiviert

Seit kurzem wird eine Laborpanne in China als möglicher Ursprung der Corona-Pandemie wieder verstärkt diskutiert. Ein deutscher Experte sieht keine wissenschaftlichen, wohl aber politische Gründe. Für den Zoonosen-Experten Fabian Leendertz ist die neu aufgeflammte Diskussion um eine Laborpanne als möglichem Ursprung der Corona-Pandemie „rein politisch motiviert“. Dahinter stünden politische Machtspiele, sagte der Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) in Greifswald der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik

Impfaffäre zieht kein Gerichtsverfahren für Halles OB nach sich

Gegen Halles suspendierten Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wird es wegen der sogenannten Impfaffäre vorerst kein Gerichtsverfahren geben. Das Landgericht Halle lehne die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Oberbürgermeister und dessen Büroleiterin wegen angeblicher Manipulationen bei der Impfreihenfolge im Rahmen von Corona-Impfungen ab, sagte ein Sprecher des Gerichtes.
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Medizin

Hohe Zustimmung zu freiwilliger Schulimpfung gegen Humane Papillomviren

Die Impfraten gegen Humane Papillomviren (HPV) lagen auch 2020 mit etwa 51% beziehungsweise 17% der 15-jährigen Mädchen und Jungen auf niedrigem Niveau. Erfahrungen aus Ländern wie Australien und England zeigen, dass ein Impfangebot in Schulen eine effektive Strategie ist, um die Zahlen geimpfter Schüler:innen zu steigern. Expert:innen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum empfehlen daher auch in Deutschland ein organisiertes, schulbasiertes HPV-Impfprogramm. Warum ist die Impfung wichtig und was hält die Bevölkerung von der Idee eines SchuIimpfprogramms?
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Medizin

Welt-Adipositas-Tag: Diskriminierung von Betroffenen im Alltag

Die chronische Erkrankung Adipositas ist auch in Europa weiterhin ungebremst auf dem Vormarsch und hat inzwischen Pandemie-Charakter (1). Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2023 rückt dieser Umstand wieder verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Hierzulande ist fast jede:r 4. Erwachsene von der Erkrankung betroffen, bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren sind es etwa 10% (1). Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Aspekten – Adipositas ist mit etwa 200 Komorbiditäten und Komplikationen assoziiert (2) – leiden Betroffene oft auch unter den psychosozialen Folgen ihres Gewichts. „Diskriminierung und Stigmatisierung gehören leider für viele zum Alltag“, sagt Prof. Dr. Anja Hilbert, psychologische Leiterin der Adipositasambulanz, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen, Universitätsklinikum Leipzig. Dabei sind Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz und im Gesundheitssystem häufig vernachlässigte Punkte.
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Medizin

Welt-HPV-Tag: Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“

Zum Welt-HPV-Tag fordert die Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ Jugendliche und ihre Eltern auf, Humanen Papillomviren (HPV) die rote Karte zu zeigen. Mit prominenten Unterstützer:innen wie Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes oder Arzt und Aktivist Aljoscha Muttardi klärt sie über Risiken einer HPV-Infektion und deren Präventionsmöglichkeiten auf. Angesichts weiterhin niedriger Impfquoten bei Mädchen und Jungen möchte die Initiative ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Impfung zu schaffen.
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Medizin

Spenderorganmangel: Deutsche Herzgesellschaften und Herzstiftung befürworten eine erneute Diskussion zur Widerspruchslösung

Der deutliche Rückgang der Zahl der Organspenden im Jahr 2022 zeigt: Beim Spenderorganmangel ist in Deutschland kein Ende in Sicht. Alarmiert von diesem negativen Trend mit dramatischen Auswirkungen für die betroffenen schwer kranken Patient:innen, darunter auch Kinder, sehen die Deutsche Herzstiftung und Deutschlands herzmedizinische Fachgesellschaften dringlichen Handlungsbedarf. Sie befürworten daher eine erneute Diskussion über die Einführung der Widerspruchslösung, wie von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zuletzt gefordert. Deutschlands herzmedizinische Fachgesellschaften sind die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK).
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Medizin

Lancet-Studie zeigt: Weltweite Verdoppelung der Diabetes Typ 1-Fälle bis 2040

Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten (1). Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln. Auch Deutschland solle dringend Konsequenzen aus den aktuellen Studienergebnissen ziehen, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Es müsse endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention investiert werden (2). Seit Jahren weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass die versteckte Diabetes-Pandemie dramatische Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben wird.
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Gesundheitspolitik

Bundesrat für Verbot von Einweg-E-Zigaretten auf EU-Ebene

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, Einweg-E-Zigaretten zu verbieten. „Den Menschen ist klar, dass dieses Ding hier aus Plastik, Aluminium und vor allem der Lithium-Ionen-Batterie, die nach nur kurzer Nutzungsdauer weggeworfen wird, eine unverantwortliche Ressourcenverschwendung ist“, sagte Thüringens Umweltminister, Bernhard Stengele (Grüne), im Bundesrat. „Jahr für Jahr steigt das Aufkommen an Elektroschrott.“
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Gesundheitspolitik

Gutachten: Cannabis-Legalisierung verstößt gegen geltendes Recht

Die Cannabis-Legalisierungspläne der Ampel verstoßen laut einem neuen Gutachten gegen geltendes Recht. „Die von der Bundesregierung geplante Cannabis-Legalisierung widerspricht völker- und europarechtlichen Vorgaben“, heißt es in der 53-seitigen wissenschaftlichen Ausarbeitung. Autor Bernhard Wegener, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Europarecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, hatte das Gutachten im Auftrag von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erstellt.
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Medizin

Prophylaxe mit Emicizumab jetzt auch bei moderater Hämophilie A

Bislang erhalten überwiegend Patient:innen mit einer schweren Hämophilie eine prophylaktische Behandlung. Im Februar 2023 wurde die Zulassung für Emicizumab auf die moderate Hämophilie mit schwerem Blutungsphänotyp erweitert. In der HAVEN 6-Studie mit Patient:innen mit überwiegend moderater Hämophilie kam es unter Prophylaxe mit Emicizumab zu einer Reduktion der Blutungsrate und zu einer effektiven Kontrolle der Blutungen.
 
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Medizin

Neue Handlungsempfehlungen für bessere Überlebenschancen von Schwerverletzten erschienen

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat ihre S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung gemeinsam mit 25 Fachgesellschaften und Berufsverbänden überarbeitet und neu herausgegeben. Es ist damit die 4. Auflage nach der Erstveröffentlichung im Jahr 2002. Die Leitlinie bietet Mediziner:innen Empfehlungen zur Behandlung Schwerverletzter am Unfallort, im Schockraum und im Operationssaal. In dem 483-seitigen Dokument mit insgesamt über 330 Empfehlungen sind 69 neu und 70 auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterentwickelt worden. Neu hinzugekommen sind beispielsweise Empfehlungen zur prähospitalen Blutstillung. „Die Polytrauma-Leitlinie ermöglicht schnelles und sorgfältiges Handeln in zeitkritischen Notfallsituationen. Wir verfolgen damit die bestmöglichen Überlebenschancen für unsere Patient:innen und das Ziel, sie möglichst vollständig zu heilen“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Steffen Ruchholtz, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH.
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