News | Beiträge ab Seite 152
Gesundheitspolitik
BPI zum Referentenentwurf zur Bekämpfung von Lieferengpässen
„Die Gesundheitspolitik hat spät, aber richtigerweise erkannt, dass strukturelle Maßnahmen im Generikabereich nötig sind, um die Versorgungssicherheit zu stärken“, sagt der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) Dr. Hans-Georg Feldmeier zum Referentenentwurf zur Bekämpfung von Lieferengpässen. „Wir kennen das Problem von Lieferengpässen bereits seit Jahren und wissen, was die Hauptursache ist: Der ungeheuere Preisdruck bei generischen Arzneimitteln der Grundversorgung, der, wie es Gesundheitsminister Lauterbach selbst eingeräumt hat, bis zum Äußersten getrieben wurde.“
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Medizin
Ablation bei Vorhofflimmern: Verringert zu viel Herzfettgewebe den Therapieerfolg?
Eine von der Deutschen Herzstiftung geförderte Untersuchung am Deutschen Herzzentrum München (DHM) an 200 Patient:innen mit Vorhofflimmern und deren Risikoprofilen für wiederkehrende Rhythmusstörungen soll die Grundlage für Therapiestrategien zur Prävention von Rezidiven nach Ablation liefern. „Vorhofflimmern ist häufig mit einem hohen Leidensdruck verbunden. Neue Erkenntnisse zur Vermeidung von Rezidiven und zur Verbesserung der Erfolgsrate einer Ablation sind daher enorm wichtig“, erklärt der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Allein im Jahr 2020 wurden in Deutschland mehr als 94.000 Katheterablationen vorgenommen.
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Gesundheitspolitik
Hausärzteverband kritisiert Reformvorschläge zur Notfallversorgung
Der Hausärzteverband hat die Reformvorschläge zur Notfallversorgung in Deutschland kritisiert. „Ein sehr großer Teil der Notfallversorgung findet in den Hausarztpraxen statt, gleichzeitig spielen diese in dem Gutachten de facto keine Rolle“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es dränge sich der Eindruck auf, dass die Pläne aus der Sicht der Krankenhäuser und nicht aus Sicht der Patientinnen und Patienten geschrieben worden seien.
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Gesundheitspolitik
Neue Leitstellen und Notfallzentren für Patienten in Not geplant
Patientinnen und Patienten in Deutschland sollen im Notfall künftig durch neue Leitstellen und Notfallzentren versorgt werden. Das geht aus Empfehlungen einer Expertenkommission der Bundesregierung hervor, die in Berlin vorgestellt wurden. Die oft unter großer Belastung arbeitenden Notaufnahmen der Krankenhäuser und die ebenfalls oft gestressten Rettungsdienste sollen so entlastet werden.
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Gesundheitspolitik
Bundesagentur vermittelt 2022 knapp 660 Pflegekräfte nach Deutschland
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im vergangenen Jahr 656 Pflegekräfte aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt. Das geht aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Frage des Unionsabgeordneten Tino Sorge hervor. Die meisten angeworbenen Fachkräfte stammten 2022 demnach mit 255 von den Philippinen.
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Praxismanagement
PARTNER–Studie: Verbesserung der Medikationssicherheit durch Kooperation von Hausarztpraxen und Apotheken
Fast 9 Millionen Einweisungen ins Krankenhaus pro Jahr werden in Europa durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen hervorgerufen, von denen etwa die Hälfte vermeidbar sind. Auch in Deutschland wurden laut einer Studie an 4 großen Universitätskliniken 6,5% aller Behandlungsfälle in der Notaufnahme auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung zurückgeführt. Das Risiko ist insbesondere bei älteren Patient:innen (65+) mit Multimedikation erhöht.
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Medizin
So ernährungsbewusst sind Deutsche 2023
Neben genügend Bewegung bildet vor allem eine ausgewogene Ernährung die Basis für die dauerhafte Gesunderhaltung des Menschen. Doch nicht jede:r hat die notwendige Zeit, selbst zu kochen, oder die finanziellen Möglichkeiten, sich hochwertige Lebensmittel zu kaufen. So gesund ernähren sich die Deutschen:
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Medizin
EU-Zulassungserweiterung für Finerenon bei frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes
Die Europäische Kommission hat für Finerenon die Zulassung für eine Indikationserweiterung auf frühe Stadien der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) erteilt und Erkenntnisse aus den kardiovaskulären (CV) Ergebnissen der Phase-III-Studie FIGARO-DKD einbezogen. FIGARO-DKD umfasste etwa 7.400 Patient:innen über ein breites Spektrum an Schweregraden der Erkrankung, einschließlich der CKD Stadien 1–4 mit Albuminurie in Verbindung mit T2D, und zeigte, dass Finerenon im Vergleich zu Placebo das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen bei erwachsenen Patient:innen mit CKD und T2D signifikant senkte. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie FIGARO-DKD wurden auf dem ESC (European Society of Cardiology)-Kongress 2021 vorgestellt und gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
Notaufnahmen und Rettungsdienste sollen reformiert werden
Eine Regierungskommission legt Empfehlungen für eine Reform von Notaufnahmen und Rettungsdiensten in Deutschland vor. Hintergrund ist, dass viele Notaufnahmen am Limit und Rettungsdienste in konstantem Stress sind. So hatte ein Bündnis pro Rettungsdienst im Dezember gewarnt: „Wir laufen Gefahr, dass das System der Notfallrettung in Deutschland zusammenbricht.“
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Gesundheitspolitik
Produktion am Anschlag – Pharmabranche profitiert von Krankheitswelle
In der Pandemie gab es deutlich weniger Grippe-Erkrankungen und Erkältungen als sonst üblich. Nun hat eine Krankheitswelle Deutschland seit Monaten fest im Griff. Gewinner ist die Pharmaindustrie.
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Medizin
Lasso-Peptid Cloacaenodin tötet Antibiotika-resistente Bakterien
Mit dem Lasso-Peptid Cloacaenodin konnten Forschende der Princeton University School of Engineering Bakterien abtöten, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind (1). Das Peptid zielt auf eine Gruppe von Krankheitserregern der Gattung Enterobacter, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) als Hauptursache für die sich beschleunigende globale Krise der Antibiotikaresistenz identifiziert wurde.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Manche Corona-Maßnahmen waren „Schwachsinn“
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat erneut Fehler bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. „Was Schwachsinn gewesen ist, wenn ich so frei sprechen darf, sind diese Regeln draußen“, sagte Lauterbach in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Er bezog sich etwa auf das zeitweise ausgesprochene Verbot, ohne Maske joggen zu gehen. „Das ist natürlich klar, das sind Exzesse gewesen“, sagte Lauterbach, der seit Dezember 2021 Gesundheitsminister ist. Die Länder hätten massiv überreizt, insbesondere Bayern. Auch die langen Kita- und Schulschließungen seien ein Fehler gewesen.
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Medizin
COPD: Dyspnoe reduzieren mit LAMA/LABA-Fixkombinationen
Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) reduzieren häufig ihre Alltagsaktivität, u. a. abhängig von ihrer Krankheitsschwere und Atemnot (1). Die internationalen GOLD-Empfehlungen (2) und nationale Leitlinien, wie von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) (3), sprechen sich dabei für Bewegung als ergänzende, nicht-pharmakologische Maßnahme bei COPD aus. Die LAMA (langwirksame Anticholinergika)/LABA (langwirksame Beta-2-Agonisten)-Fixkombination Aclidinium/Formoterol kann die Bronchien erweitern und somit Luftnot reduzieren (4).
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Medizin
Diagnostischer Test zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen
Die Symptome von bakteriellen und viralen Infektionen sind klinisch oft nicht voneinander zu unterscheiden, was Ärzt:innen vor die Herausforderung stellt zu entscheiden, ob sie Patient:innen mit Antibiotika behandeln sollen oder nicht. Diese Unklarheit kann bedauerlicherweise zu einem zu geringen oder übermäßigen Einsatz von Antibiotika führen. Das Immunantwort-Diagnostikum MeMed BV ist in der Lage, zwischen bakteriellen und viralen Infektionen zu unterscheiden.
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Gesundheitspolitik
Tuberkuloseausbruch in Chemnitz zieht Kreise in andere Bundesländer
Nach dem Tuberkuloseausbruch rund um eine Pflegefachschule im sächsischen Chemnitz werden nun mögliche Infektionsketten auch in andere Bundesländer überprüft. Konkret seien Kontakte nach Hamburg und Augsburg bekannt, die dortigen Behörden seien informiert, teilte die Stadt mit. Derzeit werden nach dem Ausbruch in Chemnitz 4 Menschen wegen einer Tuberkuloseerkrankung im Krankenhaus behandelt, bei zweien handelt es sich den Angaben nach um eine offene Tuberkulose. Das heißt, die Erkrankten scheiden Erreger aus und können so wiederum andere Menschen anstecken.
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Gesundheitspolitik
Kabinett beschließt Hilfen für Kinder nach der Corona-Pandemie
Mit einem Maßnahmenkatalog will die Bundesregierung Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der psychosozialen Belastungen durch die Corona-Pandemie unterstützen. Einen entsprechenden Bericht und Handlungsempfehlungen beschloss das Bundeskabinett diese Woche.
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Medizin
Knochenbrüche sicher mit Ultraschall diagnostizieren – Neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hat Anfang Februar 2023 in Zusammenarbeit mit 8 weiteren Fachgesellschaften eine neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick, bei welchen Knochenbrüchen der Ultraschall eine Alternative oder Ergänzung zur Röntgenuntersuchung darstellt. Insbesondere bei Kindern eignet sich die Sonografie zur Diagnose, da sie schnell einsetzbar, schmerzarm in der Durchführung und gänzlich frei von ionisierender Strahlung ist. Im Wachstumsalter sieht die DEGUM es als lohnendes Ziel an, Strahlenbelastung möglichst weit zu reduzieren.
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Praxismanagement
Bundesärztekammer aktualisiert Handreichung „Ärztinnen und Ärzte in sozialen Medien“
Die Nutzung sozialer Medien gehört für viele Ärzt:innen, Medizinstudierende sowie Patient:innen mittlerweile zum Alltag. Soziale Medien können eine sinnvolle Ergänzung zum direkten Gespräch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen sein. Wichtig ist jedoch, dass bei der Nutzung sozialer Medien stets die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz beachtet werden.
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Praxismanagement
Videosprechstunde: Trotz hoher Qualität viel zu selten
Die Pandemie offenbarte die Bedeutung von Telemedizin im Kontext einer gesicherten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Dennoch gelang es in der vertragsärztlichen Versorgung bislang nicht, Videosprechstunden flächendeckend zu etablieren. Dies belegen offizielle Zahlen: Laut Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung (1) wurden im Jahr 2021 knapp 3,5 Millionen Videosprechstunden abgerechnet. Das sind 0,6% der jährlich 553 Millionen Behandlungsfälle (2). Eine kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag (3) offenbart zudem, dass 27.000 Vertragsärzt:innen (3) im ersten Quartal 2022 eine Videosprechstunde durchführten; das sind lediglich 15% der insgesamt mehr als 180.000 (4) Vertragsärzt:innen.
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News
Medizinische Vorsorgeuntersuchungen: Sind die Deutschen Präventionsmuffel?
Medizinische Prävention beginnt bei der Vorsorge. In welchen Ländern regelmäßige ärztliche Untersuchungen üblich sind, und wie viel Prozent der Einwohner:innen diese auch wahrnehmen, zeigt die folgende Statistik. Deutschland schneidet dabei – zumindest in der DACH-Region – sehr gut ab.
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