News | Beiträge ab Seite 157
Gesundheitspolitik
Umfrage: Zahl der Patientenverfügungen wächst nur noch leicht
Der Anteil der erwachsenen Deutschen mit einer Patientenverfügung ist in den vergangenen Jahren laut einer Umfrage nur geringfügig gestiegen. Mit 45% sorgt weniger als jeder Zweite ab 18 Jahren auf diese Weise für den Fall eigener schwerer Krankheit vor, 2017 waren es 43%. Das geht aus Ergebnissen der repräsentativen Befragung „Sterben in Deutschland“ im Auftrag des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands hervor. Zwischen der ersten Erhebung 2012, als nur rund jeder Vierte eine Patientenverfügung hatte, und der Folgeausgabe 2017 hatte es noch einen deutlichen Zuwachs gegeben.
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Gesundheitspolitik
Kinder als Besuchende auf Intensivstationen besser einbeziehen
Dürfen Kinder und Jugendliche Papa oder Mama, Oma oder Opa oder auch Freunde auf der Intensivstation oder in der Notaufnahme besuchen? Ist das nicht zu viel für ein Kind? All die Kabel und Schläuche? Das Bangen um Leben und Tod? Seit vielen Jahren wird hierüber kontrovers diskutiert. Typische Kontra-Argumente sind etwa, dass Kinder durch die belastenden Eindrücke traumatisiert werden könnten oder wechselseitige Infektionsgefahr besteht. Es gibt aber auch viele Hinweise darauf, dass ein Besuch unter bestimmten Bedingungen gesundheitsförderlich sein kann – für alle Beteiligten. Ein 33-köpfiges interdisziplinäres Experten-Team aus Österreich, Deutschland und der Schweiz hat innerhalb der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) einen Leitfaden als Hilfestellung rund um dieses Thema veröffentlicht – die in 10 Punkte gegliederte, konsentierten Empfehlungen „Kinder als Angehörige und Besuchende auf Intensivstationen, pädiatrischen Intensivstationen und in Notaufnahmen“.
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Medizin
Johanniskraut – Therapieempfehlung bei mittelschwerer Depression
Pandemie, Energiekrise und Inflation haben das Potenzial, eine Welle an Depressionen auszulösen. Die zunehmende Bedeutung von akuten Depressionen in der ambulanten Versorgung sollte ermutigen, die betroffenen Patient:innen bestmöglichst zu behandeln. Orientierung gibt die im September veröffentlichte überarbeitete Nationale VersorgungsLeitlinie unipolare Depression.
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Herzinsuffizienz
Zielgerichtetes Management der Hyperkaliämie mit Patriomer
Hochdosierte Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Hyperkaliämien zu entwickeln, die wiederum zu Paralysen, Arrhythmien und plötzlichem Herztod führen können. Kaliumbinder wie Patiromer können helfen, die Kaliumspiegel zu kontrollieren und eine leitliniengerechte Medikation zu ermöglichen. Im Rahmen einer Online-Fortbildung von Vifor Pharma Deutschland wurden Möglichkeiten zum Zielgerichteten Management der Hyperkaliämie erläutert.
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Gesundheitspolitik
Weiter kostenlose Corona-Schnelltests – aber in kleinerem Umfang
Kostenlose Corona-Schnelltests sollen vorerst noch bis Ende Februar 2023 möglich bleiben – aber in kleinerem Umfang als bisher. Gratis soll es „Bürgertests“ bei Teststellen unter anderem weiterhin vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen geben, wie aus einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Möglich bleiben soll dies auch für Tests, mit denen man sich nach einer Corona-Infektion mit Bescheinigung „freitesten“ kann.
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Gesundheitspolitik
Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflege soll auslaufen
Die Corona-Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflegeheimen soll voraussichtlich Ende des Jahres auslaufen. Grund sei die Dominanz sogenannter immunevasiver Corona-Varianten, wie es am Montag aus dem Bundesgesundheitsministerium hieß. Diese Erreger können der Immunantwort von Menschen, die geimpft und/oder genesen sind, besser entgehen als ihre Vorgänger.
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Gesundheitspolitik
BPI-AMNOG-Daten 2022: Marktaustritte bleiben ein Problem
Die AMNOG-Daten 2022 des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) verdeutlichen: Immer noch verlassen zu viele, derzeit jedes achte, Arzneimittel wieder den Markt, nachdem es das AMNOG-Verfahren durchlaufen hat. Damit stehen diese Innovationen den Patientinnen und Patienten hierzulande nicht mehr zur Verfügung. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz könnte diesen Trend noch verstärken.
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Medizin
Akutes Koronarsyndrom: Neue Infografik hilft Ärzt:innen bei Entscheidung zu Therapieoptionen
Das akute Koronarsyndrom (ACS) beschreibt die lebensbedrohlichen Phasen einer koronaren Herzerkrankung (KHK) und trägt Verantwortung für einen Großteil der Todesfälle in Deutschland (1, 2). So häufig das ACS verbreitet ist, so unterschiedlich sind die Patient:innen: In der ärztlichen Praxis gilt es daher – vor Einsatz einer Therapieoption – einige Faktoren zu berücksichtigen und abzuwägen (3). Eine neue Infografik fasst 10 praxisrelevante Herausforderungen zusammen und weist einen Weg, sie zu meistern.
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Medizin
Jahrestagung der AASLD – Obeticholsäure reduziert das Risiko für klinisch relevante Endpunkte bei Patient:innen mit PBC
Für Patient:innen mit Primär Biliärer Cholangitis (PBC), die unzureichend auf die pharmakologische Erstlinientherapie mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) ansprechen, bietet Obeticholsäure die bislang einzig zugelassene Zweitlinientherapie bzw. Monotherapie bei UDCA-Unverträglichkeit (1). Neue Daten, die während der Jahrestagung der American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD) präsentiert wurden, bestätigen auf der Basis unabhängig erhobener Real-World-Daten, dass Obeticholsäure das Risiko für klinisch relevante Endpunkte der PBC wie stationär behandlungsbedürftige Leberdekompensation, Lebertransplantation oder Tod reduziert (2). In der Praxis kommt es darauf an, das Therapieansprechen regelmäßig zu überprüfen und Risikopatient:innen frühzeitig eine Zweitlinientherapie zu ermöglichen. Häufig überschätzen selbst fachärztliche Behandler:innen das Therapieansprechen ihrer Patient:innen auf die Erstlinientherapie, obwohl die objektiven Kriterien für ein adäquates Therapieansprechen nicht erfüllt sind (3).
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Gesundheitspolitik
Knappe Fiebersäfte und Arzneien – Lieferengpässe treiben Apotheken um
Ob Fiebersäfte für Kinder, Hustenmittel, Blutdrucksenker, Brustkrebsmedikamente oder Magensäureblocker: Wer in der Apotheke eine bestimmte Arznei haben will, stößt mitunter auf Schwierigkeiten. Denn Lieferengpässe haben das Angebot verknappt – Kunden bekommen dann oft ein Alternativmittel, das nicht erste Wahl war. Apotheker sehen die Engpässe mit Sorge. „Die Lage ist schlimm“, sagt der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis. So etwas habe er in über 30 Berufsjahren nicht erlebt. Ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) spricht von einer „großen Herausforderung“, die auf absehbare Zeit bleiben werde.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Mit Klinikreform auch Long COVID-Versorgung verbessern
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will im Zuge der von ihm geplanten Krankenhausreform auch Verbesserungen für die Versorgung von unter den Spätfolgen einer Corona-Infektion leidenden Menschen auf den Weg bringen. Durch die Reform solle etwa der Aufbau von Long COVID-Spezialambulanzen gefördert werden, sagte Lauterbach in einer Videobotschaft während eines Long-COVID-Kongresses in Jena. Diese Ambulanzen würden speziell für die Versorgung komplexer Fälle benötigt. „Dafür haben wir noch nicht ausreichend die Strukturen.“
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Gesundheitspolitik
Datenqualität muss stärker in den Fokus der Wissenschaft rücken
Uneinheitliche Datenstandards, Datenfehler sowie intransparente Wege der Datenaufbereitung und -darstellung sind wesentliche Stolpersteine in den Gesundheits- und Lebenswissenschaften. Um Handlungsfelder für einen systematischeren und transparenteren Umgang mit Datenqualität zu definieren, kamen vom 17.-18. November 2022 rund 140 Expertinnen und Experten aus Fachgesellschaften, Dateninitiativen und Verbänden zum ersten gemeinsamen hybriden Workshop in Deutschland zu diesem Thema in Berlin zusammen.
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News
Prognose
IARC: 56% mehr Krebserkrankungen für 2040 erwartet
Die International Agency for Research on Cancer (IARC) schätzt die Zahl der Krebsneuerkrankungen für das Jahr 2020 auf weltweit rund 19,3 Millionen. Die Zahl der Krebstodesfälle belief sich im gleichen Jahr auf knapp 10 Millionen – Tendenz steigend. Laut Prognose könnte sich die Zahl der Krebsneuerkrankungen bis zum Jahr 2040 auf rund 30,2 Millionen erhöhen.
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Medizin
STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahre
Mit der Zulassung der mRNA-Impfstoffe für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren steht auch für diese Altersgruppe erfreulicherweise ein Impfstoff zur Verfügung. Nach sorgfältiger Auswertung der zur Verfügung stehenden Daten hat die STIKO nun ihre COVID-19-Impfempfehlungen aktualisiert. Eine Impfempfehlung wird bei Kindern dieser Altersgruppe mit Vorerkrankungen aufgrund eines annehmbar erhöhten Risikos für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgesprochen (1).
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Medizin
Welt-COPD-Tag 2022: Wie die Versorgung von Patient:innen verbessert werden kann
Ergebnisse einer aktuellen Umfrage weisen darauf hin, dass COPD in der deutschen Öffentlichkeit weniger präsent ist als andere Volkskrankheiten wie z. B. Diabetes mellitus oder Schlaganfall. Gleichzeitig ist die Mortalität hoch: Jeden Tag versterben allein hierzulande ca. 100 Menschen an der Erkrankung. Besonders gefährdet sind Patient:innen mit Exazerbationen, da diese das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen und mit einer schlechten Langzeitprognose und erhöhter Mortalität bei Hospitalisierung einhergehen. Anlässlich des diesjährigen Welt-COPD-Tags diskutierten Expert:innen über mögliche Ansätze, um die Versorgung von Betroffenen zu verbessern.
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Medizin
BA.4/BA.5-Booster gegen COVID: Bessere Antikörperantwort als Ursprungsimpfung
Erste klinische Daten des angepassten BA.4/BA.5-Boosters gegen COVID zeigten im Vergleich zum Ursprungsimpfstoff einen Anstieg der neutralisierenden Antikörper gegen BA.4/BA.5 – auch gegen BQ.1.1 zeigten beide bivalente COVID-Impfstoffe eine Antikörperantwort
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Gesundheitspolitik
Debatte um weitere Finanzierung von Corona-Tests
In der Debatte um weitere Corona-Schutzvorkehrungen rückt auch die staatliche Finanzierung von Tests wieder in den Blick. Die aktuellen Regelungen des Bundes gelten noch bis 25. November. Über eine Anschlussverordnung laufen derzeit Abstimmungen in der Regierung, wie das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage in Berlin mitteilte. Nähere Angaben wurden vorerst nicht gemacht.
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Gesundheitspolitik
Krankschreibungen per Telefon noch bis Ende März 2023 möglich
Angesichts der Corona-Krise und der Grippesaison bleiben Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden noch bis ins Frühjahr auch telefonisch möglich – ohne extra Besuch in der Praxis. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss, eine bis Monatsende laufende Sonderregelung bis 31. März 2023 zu verlängern. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen sind so weiter für bis zu 7 Tage nach telefonischer Rücksprache mit Ärztinnen und Ärzten zu haben und können für bis zu 7 weitere Kalendertage verlängert werden. Die Debatte um Lockerungen von Corona-Schutzvorgaben geht weiter.
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Gesundheitspolitik
Krankenhaustag fordert beschleunigte Digitalisierung
An seinem letzten Tag hat sich der Deutsche Krankenhaustag in Düsseldorf mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen beschäftigt. Die Debatte fand unter dem Eindruck der angekündigten Digitalisierungsstrategie aus dem Bundesgesundheitsministerium statt.
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Gesundheitspolitik
STIKO: Corona-Impfung für Kleinkinder bei Risiko für schweren Verlauf
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder von 6 Monaten bis 4 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Die Empfehlung gelte auch für Kinder bis vor dem 2. Geburtstag, die als Frühgeborene auf die Welt gekommen sind, teilte das Gremium am Donnerstag mit. Ziel sei das Verhindern schwerer Verläufe von COVID-19, von Krankenhausbehandlungen und von Todesfällen.
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