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News | Beiträge ab Seite 168

Gesundheitspolitik
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Ärzte-Warnstreiks in Kliniken in mehreren Bundesländern

In der Tarifrunde für die Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken ruft die Gewerkschaft Marburger Bund am Dienstag zu Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf. Aktionen geplant sind den Angaben zufolge in Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Hamburg – dort ist eine zentrale Kundgebung vorgesehen. Arbeitsniederlegungen soll es auch in einzelnen privaten Kliniken geben, hier ist auch Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Notfallbehandlungen sollen gewährleistet werden.
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Gesundheitspolitik
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Cannabis auf Rezept ohne neue Hürden

Patient:innen sollen medizinisches Cannabis ohne befürchtete neue Hürden verschrieben bekommen können. Das teilte der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern nach einem entsprechenden Beschluss mit. So sollen etwa – anders als von manchen Fachverbänden im Vorfeld befürchtet – künftig nicht nur bestimmte Fachärzte medizinisches Cannabis verordnen dürfen, sondern alle Ärztinnen und Ärzte. Der Ausschuss ist maßgeblich etwa bei der Frage, was Versicherte auf Kosten der Krankenkassen erhalten.
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Medizin
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Statistik in der der Schmerzmedizin: Fallstricke beim Lesen von Publikationen

„Vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand und lassen Sie sich durch Zahlen nicht in die Irre führen“ – so lautete die zentrale Botschaft von PD Dr. Michael A. Überall, der auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in einer 3-teiligen Seminarreihe „Statistik in der Schmerzmedizin“ auf Fallstricke beim Lesen von Studienpublikationen hinwies und die Aussagekraft statistischer Angaben unter die Lupe nahm. Dabei wurde deutlich: „Viele Studien sind Mogelpackungen – und oftmals reicht schon ein Blick in das Abstract, um zu sehen, dass sich das Weiterlesen nicht lohnt“, gab der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V., der auch der diesjährige Kongresspräsident ist, zu bedenken.
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Medizin
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Diabetes mellitus im Blickpunkt der Schmerzmedizin

Mit einer Prävalenz von etwa 10% in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland zählt Diabetes mellitus zu den großen Volkskrankheiten (1). Insbesondere bei schlechter Blutzuckerkontrolle leiden Betroffene im Krankheitsverlauf zunehmend unter Schmerzen – etwa aufgrund diabetischer Polyneuropathie, Durchblutungsstörungen oder Phantomschmerzen nach Fußamputation. Der hohen Relevanz dieses Themas im Alltag der Patient:innen und auch im hausärztlichen und schmerztherapeutischen Versorgungsalltag trägt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. auf dem diesjährigen Deutschen Schmerz- und Palliativtag Rechnung.
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Medizin
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Therapie von Frauen mit MS in der Familienplanungsphase

Bei der Familienplanung stehen Frauen mit Multipler Sklerose (MS) vor komplexen Herausforderungen, u. a. begrenzte Therapieoptionen sowie der Abwägung zwischen der eigenen Gesundheit und der Sicherheit ihres Kindes (1). Psychische Belastungen sowie ein Mangel an Informationsangeboten erhöhen zusätzlich den Druck auf MS-Betroffene mit Kinderwunsch und haben eine negative Auswirkung auf deren Lebensqualität (1). Neue beim European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) 2022 präsentierte Studiendaten zu Ocrelizumab bei Schwangeren zeigen keine neuen Sicherheitssignale und eröffnen damit weitere Perspektiven bei der Behandlung dieser Patientinnen (2).
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Medizin
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Carotisstenose: Offene Operation in Lokalanästhesie als sicherster Eingriff

Jedem 7. bis 10. Schlaganfall liegt eine Carotisstenose zugrunde. Dabei ließe sich laut Deutscher Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) ein Großteil dieser Carotis-bedingten Schlaganfälle durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie verhindern. Sollte sich dabei ein Eingriff als erforderlich erweisen, gilt neuen Daten zufolge die offene Operation in Lokalanästhesie als 1. Wahl. Diese sei deutlich sicherer als ein Stent-Eingriff per Katheter, so die DGG.
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Medizin
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Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2023: Sorgen und Versorgen

Unter dem Motto „Sorgen und Versorgen – Schmerzmedizin konkret“ begann am 14. März mit dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2023 das größte Kongressereignis zum Thema Schmerz in Deutschland. Zum Auftakt gaben die Kongresspräsidenten Dr. Johannes Horlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V., und PD Dr. Michael A. Überall, Vizepräsident der DGS und Präsident der Deutschen Schmerzliga, einen Überblick über die Themen des Kongresses. Nach der Kongresseröffnung erinnerte der Philosoph und Arzt Prof. Dr. Giovanni Maio, Freiburg, in seinem Exzellenzvortrag „Sorge als identitätsstiftendes Element in der Schmerzmedizin“ daran, dass „nur die Sorge als Teil der ärztlichen Professionalität gewährleistet, dass wir eine gute Medizin verwirklichen können.“ Schirmherrin des Kongresses ist in diesem Jahr die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich, Patientenbeauftragte der SPD-Fraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss.
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Medizin
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Rückenschmerz-Prävention bei Kindern und Jugendlichen

Rückenschmerzen treten nicht nur bei Erwachsenen auf, sondern stellen ein zunehmendes gesundheitliches Problem von Kindern und Jugendlichen dar. Anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2023 unterstreicht der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) die Notwendigkeit von Aufklärungs- und Präventionsprogrammen und stellt Schulen kostenfreies Informations- und Übungsmaterial zur Verfügung, das direkt in den Schulunterricht integriert werden kann.
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Medizin
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Rivaroxaban bei nvVHF und CKD: Verringertes Risiko für Nierenkomplikationen

In der prospektiven Beobachtungs-Studie XARENO war Rivaroxaban nach einer 2-jährigen Nachbeobachtungszeit bei Patient:innen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Vergleich zu einer Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) mit einem verringerten Risiko für Nierenkomplikationen und einer verringerten Sterblichkeit assoziiert. Die abschließenden Studienergebnisse wurden  auf der 72. Fachtagung des American Congress of Cardiology (ACC.23) zusammen mit dem World Congress of Cardiology vorgestellt. Die 1. Daten der XARENO-Studie, die einen Zusammenhang zwischen Rivaroxaban und einem potenziell geringeren Risiko für Nierenkomplikationen im Vergleich zu VKA hinwiesen, waren bereits ein Jahr zuvor auf dem ACC.22 vorgestellt worden.
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News
 3 Min|

Fachkräftelücke im Pflegebereich: 81% der Stellen nicht besetzbar

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen bundesweit derzeit 633.000 Fachkräfte. Auffällig hierbei: 6 der 10 Berufe mit dem größten Fachkräftemangel sind klassische Frauenberufe. Hierunter fallen auch Berufe wie die Alten- und Krankenpflege. Laut IW-Studie existieren für 81% der offenen Stellen im Pflegebereich derzeit keine ausreichend ausgebildeten Arbeitnehmer:innen.
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Medizin
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Dupilumab in der Therapie der Prurigo nodularis

Eine Prurigo nodularis geht mit einer enormen Belastung für die Betroffenen einher (1). „Der mit einer Prurigo nodularis – auch bekannt als chronisch noduläre Prurigo – verbundene schwerste Pruritus und die Tatsache, dass bisher keine zufriedenstellenden Behandlungsmöglichkeiten verfügbar waren, hat zu einer hohen Anzahl an frustrierten Patient:innen geführt“, so Prof. Dr. Dr. Sonja Ständer, Münster, im Rahmen einer Pressekonferenz (2) und ergänzte: „Die Zulassung von Dupilumab in dieser Indikation könnte zu einer Verbesserung der Gesamtsituation bei diesem komplexen Krankheitsbild beitragen.“ Der monoklonale Antikörper Dupilumab ist das 1. und bisher einzige zielgerichtete Arzneimittel, das speziell für die Behandlung von Prurigo nodularis zugelassen ist (3).
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Medizin
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Reiseimpfstoff zur Prävention von Dengue‐Fieber für Personen ab 4 Jahren

Für Reisende in Dengue‐Endemiegebiete steht mit TAK‐003 erstmals ein zugelassener Impfstoff zur Prävention von Dengue‐Fieber bei Personen ab 4 Jahren zur Verfügung (1). In der zulassungsrelevanten TIDES‐Studie betrug die Gesamtwirksamkeit bei der Prävention von Dengue‐Fieber 80,2%, die Hospitalisierungsrate bei Dengue‐Fieber reduzierte sich um 90,4% (1-5). Die Wirksamkeit hielt nach der 2. Impfung nachweislich bis zu 4,5 Jahre an (1, 4). Der Ständige Ausschuss für Reisemedizin (StAR) der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG) hat bereits eine 1. Einschätzung zu dem Impfstoff veröffentlicht (7). Auch das Auswärtige Amt und die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch‐Institut weisen bereits auf den neuen Impfstoff hin (8 , 9).
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