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Krebsfrüherkennung: Wann welche Untersuchungen anstehen
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung. Denn wenn eine Erkrankung früh erkannt wird, sind die Heilungschancen in der Regel sehr viel besser. Darauf weist die Deutsche Krebsgesellschaft hin. Hier eine Übersicht, wer ab welchem Alter welche Ansprüche hat:
Mit neuem und ungewöhnlichem Muttermal besser zum Hautarzt gehen
Wenn man einen neuen und ungewöhnlich aussehenden Leberfleck entdeckt, sollte man damit zum Hautarzt gehen. Gleiches gilt, wenn ein Muttermal wächst oder sich optisch verändert. Denn das können Anzeichen für schwarzen Hautkrebs sein, warnt der Berufsverband Deutscher Dermatologen.
DGOU: Babyboomer kommen in die Jahre und lassen Patientenzahlen ansteigen
Die Zahl der Patienten in der Orthopädie und Unfallchirurgie wird durch den demografischen Wandel bis 2050 erheblich steigen. Experten rechnen bei den Volkskrankheiten Arthrose und Osteoporose mit einem Anstieg um 18% bzw. 25%.(1) Wie dieser Anstieg bewältigt und der gewohnte Versorgungsstandard gehalten werden kann, diskutieren derzeit Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) intensiv mit Experten aus dem Gesundheitssystem. Zwei Szenarien möchte die DGOU verhindern: Lange Wartezeiten auf Behandlungs- und OP-Termine und später einen Ärzteüberschuss, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge die geburtenstarken Jahrgänge 1955 bis 1969, also die Babyboomer, ablösen.
Nachrichtenverbreitung in Sozialen Medien: Facebook bleibt Marktführer
Worüber spricht das Web, welche Nachrichten werden am häufigsten geteilt und über welche Plattformen? Mit diesen Fragen befasst sich ein Forscherteam der Technischen Universitäten Darmstadt und Dresden in einer Langzeitstudie. Die Zahl der Nachrichten-Empfehlungen steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 48%. Der Tenor in den Sozialen Medien ist ernster geworden. Beherrschende Themen: Skandale, die Anschläge von Paris und die Flüchtlingsfrage.
Absatz der „Pille danach“ seit Sommer 2015 stabil
Um die Rezeptfreiheit der "Pille danach" gab es heftige Diskussionen. Die Nebenwirkungen könnten gerade für junge Frauen und Mädchen erheblich sein, kritisierten die Gegner der Freigabe damals. Ein Jahr nach der Freigabe geben die Apotheker Entwarnung. Mit der Rezeptfreiheit der "Pille danach" ist die Nachfrage zwar deutlich gestiegen, hat sich aber rasch auf diesem Niveau eingependelt.
Gesamtbelastung durch Arsen in Lebensmitteln insgesamt zu hoch
Neue Studien zeigen, dass die Gesamtbelastung durch Arsen in Europa insgesamt zu hoch ist. Nicht nur Reis, sondern auch andere Lebensmittel sind mit Arsen belastet. Daher mahnt die Beratungskommission der Gesellschaft für Toxikologie verbesserte Regulationen zum Schutz der europäischen Bevölkerung und speziell von Kleinkindern an.
Umweltmedizin: Kinderärzte fordern Verbot von Triclosan in Bedarfsgegenständen
Triclosan wird in der Medizin als Desinfektionsmittel eingesetzt. Darüber hinaus findet Triclosan in einer Vielzahl von Artikeln des täglichen Bedarfs, wie z.B. Zahnpasta, Deodorants, Haushaltsreiniger oder Waschmittel sowie in Textilien und Schuhen Anwendung. Das Desinfektionsmittel kann über die Haut resorbiert, im Fettgewebe angereichert und über die Muttermilch abgegeben werden. Triclosan kann bei Frauen zu verminderter Fruchtbarkeit führen und stört die Ökologie von Gewässern. Kinderärzte der GPA fordern deshalb ein Verbot des Einsatzes von Triclosan in Bedarfsartikeln, einen maßvollen Umgang mit der Chemikalie in der Medizin und wo möglich die Anwendung von Ersatzstoffen.
Techniker Krankenkasse und Pfizer schließen Rabattvertrag zu Etanercept
Die Techniker Krankenkasse hat zum 1. Februar 2016 mit Pfizer den ersten Rabattvertrag zu Etanercept (Enbrel®) nach Patentablauf geschlossen. Der Vertragsabschluss erfolgte in einem gemeinsamen Open-House-Verfahren mit anderen Kassen, die dem sogenannten TK-Rheumavertrag beigetreten sind. Mit dem Rabattvertrag gewährt Pfizer für das Medikament Etanercept einen Rabatt auf den bundeseinheitlichen Apothekenverkaufspreis. Damit wird eine wirtschaftliche Versorgung der Versicherten der TK mit Etanercept ermöglicht.
Grünenthal übernimmt Sugammadex und Rocuroniumbromid von MSD
Seit dem 01. Januar 2016 hat Grünenthal Deutschland für die beiden Präparate BRIDION® und ESMERON® die Distribution und Vermarktung in Deutschland übernommen. Zulassungsinhaber bleibt MSD. Die bewährte Zusammenarbeit, die bereits die Vermarktung des COX-2-Hemmers Arcoxia® und des Osteoporose-Präparats Fosavance® umfasst, wird damit weiter ausgebaut.
Dialysepatienten können von nahrungsergänzenden Kakao-Flavanolen profitieren
Ein Lichtblick für Dialyse-Patienten: Ein pflanzlicher Bestandteil, der auch in dunkler Schokolade und grünem Tee vorkommen kann, schützt ihre Gefäße. Dies ist deshalb so wichtig, weil ihr meist geschwächtes Herz-/Kreislaufsystem durch die Blutwäsche noch weiter geschädigt wird. Dass ihnen auch nahrungsergänzende Kakao-Flavanole dabei helfen, ihre Blutgefäße besser zu schützen, konnten jetzt erstmals Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) der Kliniken für Kardiologie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und des Universitätsklinikums Düsseldorf nachweisen.
Schwangerschaft: PCO-Syndrom der Mutter steigert Autismus-Risiko des Kindes
Kinder von Müttern mit Polyzystischem Ovariellen Syndrom (PCOS) sind einem höheren Risiko ausgesetzt, eine Störung des autistischen Spektrums zu entwickeln, so das Ergebnis einer epidemiologischen Studie des „Karolinska Institutet“. Frauen mit PCOS haben erhöhte Androgenwerte, auch während einer Schwangerschaft. Diesen Sexualhormonen in einem frühen Lebensstadium ausgesetzt zu sein, könnte ein wichtiger Faktor für die Entwicklung von Autismus (autism spectrum disorders, ASD) bei beiden Geschlechtern sein.
Bewohner von Senioreneinrichtung haben Anspruch auf Kassenleistungen
Wer in einer Einrichtung des betreuten Wohnens lebt, hat gegenüber der Krankenkasse Anspruch auf zusätzliche Leistungen. So muss die Kasse unter Umständen auch die Kosten für einen WC-Aufsatz übernehmen, wie aus einem Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (Az.: L 16 KR 791/14 B) hervorgeht, auf das die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist. Die Voraussetzung: Durch diesen Aufsatz werden krankheitsbedingte Defizite ausgeglichen.
Ambroxol regt zelluläre Müllabfuhr an: Wirkmechanismus erstmals nachgewiesen
Seit mehr als drei Jahrzehnten wird der Arzneistoff Ambroxol, weithin unter dem Handelsnamen Mucosolvan bekannt, weltweit bei Husten und festsitzendem Sekret in den Atemwegen eingesetzt. Bislang war lediglich geklärt, wie der Wirkstoff Schmerzen mindert. Forscher um Professor Paul Dietl, Leiter des Instituts für Allgemeine Physiologie an der Uni Ulm, konnten nun erstmals den für die Schleimlösung verantwortlichen molekularen Mechanismus nachweisen: Ambroxol stimuliert mithilfe des Botenstoffs Kalzium (Ca2+) die Ausschleusung von Abfallprodukten aus der Zelle.
Interview: Erste Praxiserfahrungen zum Einsatz von Spiolto Respimat bei COPD
Prof. Dr. Felix Herth ist Medizinischer Geschäftsführer und Chefarzt der Abteilung Innere Medizin - Pneumologie der Thoraxklinik, Universitätsklinikum Heidelberg. Im Interview schildert er seine ersten Erfahrungen zur Therapie mit der neuen COPD-Dauertherapie Spiolto® (Tiotropium/Olodaterol) Respimat®, die seit Mitte August in Deutschland verfügbar ist und erklärt, warum eine frühe, effektive Intervention in der COPD-Therapie so wichtig ist.
Der BDI bleibt dabei: Neuverhandlung der GOÄ oder ein außerordentlicher Ärztetag
Die Bundesärztekammer (BÄK) hat in ihrer Informationsveranstaltung zum Verhandlungsergebnis mit der privaten Krankenversicherung (PKV) die Bedenken zum Paragraphenteil der GOÄ nicht ausräumen können. Im Gegenteil, sie bestätigt, dass mit der Gründung der gemeinsamen Kommission zur Weiterentwicklung der GOÄ (GeKo) auch bei der privaten Krankenversicherung und der Beihilfe das Prinzip der Selbstverwaltung Einzug halten wird.
Arzttermine online buchen: Ärzte und Patienten befürworten Kontaktmöglichkeit über das Internet
Eine Reise buchen, ein Auto mieten, Kinokarten reservieren - all das ist längst online möglich. Inzwischen bieten auch die ersten Ärzte ihren Patienten auf verschiedenen Plattformen die Möglichkeit, Termine über das Internet zu vereinbaren. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Etablierung der Online-Terminbuchung in den Arztpraxen zu unterstützen.
Metabolische Azidose: Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel
Darmflora: Übergewicht durch Clostridium ramosum?
Eins ist mittlerweile sicher: Die Darmflora beeinflusst unser Gewicht. Die langjährige Annahme, das Verhältnis der Bakterienstämme Firmicutes zu Bacteroidetes stehe in einem Zusammenhang mit dem Body Mass Index (BMI), ist jedoch widerlegt. Jüngste Forschungsarbeiten drehen sich nun um die Frage, ob und wie Darmbakterien unseren Energiestoffwechsel - und somit unser Gewicht - beeinflussen können. Neue Erkenntnisse um das Bakterium Clostridium ramosum liefern einen vielversprechenden Ansatz.
44 deutschsprachige Diabetes-Apps im Test: Zahlen Nutzer mit ihren Daten?
Für die mehr als 7 Millionen Diabetiker in Deutschland rücken Gesundheits-Apps als smarte Helfer zur besseren Alltagsbewältigung verstärkt in den Fokus. Die meisten Gesundheits- und Medizin-Apps werden Nutzern kostenlos angeboten, auch Diabetes-Apps. Was ist dran an der Skepsis von Verbraucherschützern, die davor warnen, dass Nutzer möglicherweise für kostenlose Apps mit ihren Daten zur Kasse gebeten werden könnten?
ARTS-HF-Studie: Drittgenerations-Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist Finerenon zeigt geringere Gesamtmortalität und weniger Hospitalisierungen
Auf dem Europäischen Kardiologie-Kongress 2015 in London wurde die ARTS-HF-Studie mit Finerenon, einem neuen Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten (MRA) vorgestellt. Bei >1.000 Patienten, Durchschnittsalter 71 Jahre, mit Verschlechterung einer Herzinsuffizienz und Typ-2-Diabetes und/oder chronischer Nierenkrankheit bewirkte Finerenon zwar keine stärkere Reduktion des primären Endpunktes NT-proBNP als Eplerenon, jedoch signifikant bessere Resultate beim kombinierten sekundären Endpunkt aus Gesamtmortalität, kardiovaskulärer Hospitalisation sowie Krankenhausaufnahme wegen zunehmender Herzinsuffizienz (1).