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Brustkrebsfrüherkennung: Frauenärzte raten zu Ultraschall
Mit jährlich rund 70.000 neuen Fällen ist Brustkrebs weiter mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zur Früherkennung wurde in Deutschland flächendeckend ein Mammographie-Screening etabliert, zu dem seit 2009 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in zweijährigem Turnus eingeladen werden. Aber auch Frauen, die regelmäßig daran teilnehmen, können zwischen diesen Terminen an einem Brusttumor erkranken. "Diese sogenannten Intervalltumore sind im Röntgenbild anders als etwa beim Ultraschall häufig nicht zu erkennen. Dies gilt besonders für Frauen mit hoher Brustdichte", sagt der Gynäkologe Dr. Wolf Dieter Fiessler aus dem Vorstand der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn.
DGE-Stellungnahme: Fehlinformationen zur Jodversorgung gefährden Gesundheit
Fehlinformationen zur Jodversorgung der bundesdeutschen Bevölkerung, wie jüngst in einer ZDF-Sendung geschehen, sind irreführend und verantwortungslos, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Die Behauptung, Jod im Tierfutter lande in hohen Mengen "auf dem Teller" und sei gesundheitsschädlich, schüre eine „Jodangst“, die zu einem Meiden von Jod und langfristig zu einer Jodmangelepidemie führe, warnt die Fachgesellschaft. Jodmangel bewirkt eine vermehrte Bildung von Kröpfen, auch Struma genannt, und von Schilddrüsenknoten.
Etoricoxib bei Gelenkschmerzen/ Gastrointestinale Beschwerden reduzieren
Bei der Behandlung von Arthroseschmerzen stehen traditionelle und selektive NSAR an erster Stelle. Doch die Therapie kann eine Gratwanderung sein. Auf der einen Seite sollen Schmerzen, Entzündung und Beweglichkeit verbessert werden. Dem stehen mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen gegenüber - die können von Sodbrennen und Magenschmerzen bis hin zum Ulcus, zur Blutung, Perforation und Magenausgangsstenose reichen. Ziel ist es, den Patienten so einzustellen, dass er mit möglichst wenigen Nebenwirkungen ein Maximum an Lebensqualität erreicht. Der COX-2-Hemmer EXINEF® mit dem Wirkstoff Etoricoxib zeichnet sich durch ein gutes gastrointestinales Sicherheitsprofil aus.
Der genetische Beitrag zur „Schusseligkeit“
Schlüssel verlegt? Namen vergessen? Stoppschild übersehen? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, hat nun eine Erklärung dafür: Psychologen der Universität Bonn haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Gen "DRD2" und solch alltäglichen Aussetzern nachgewiesen. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt signifikant häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind. Die Wissenschaftler berichten voraussichtlich in der Mai-Ausgabe der "Neuroscience Letters" über ihre Ergebnisse, die bereits jetzt online vorab verfügbar sind.
Vorsicht vor Überdosierung: Schmerzmittel können den Nieren schaden
Die Nieren sind die wahren Hochleistungssportler unseres Körpers: Rund 180 Liter Flüssigkeit werden täglich durch sie gesäubert. Doch jeder Sportler kann an seine Grenzen kommen. „Durch die langfristige und hoch dosierte Einnahme von Schmerzmitteln können die Nieren ernste, sogar irreparable Schäden nehmen“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER GEK, anlässlich des morgigen Weltnierentags.
DAK-Analyse: Mehr Herzinfarkte durch Zeitumstellung 
Langzeitbeobachtung zeigt Anstieg der Klinikbehandlungen um 25%
Die Zeitumstellung im Frühling erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Nach einer aktuellen Langzeitanalyse der DAK-Gesundheit kamen in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung 25% mehr Patienten mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus als im Jahresdurchschnitt - und das kontinuierlich seit 2006.
Immunologe Michael Reth erhält den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2014
Der mit 100.000 Euro dotierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geht in diesem Jahr an Michael Reth, Prof. für Molekulare Immunologie am Institut für Biologie III der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik sowie Sprecher des Exzellenzclusters BIOSS, Zentrum für Biologische Signalstudien in Freiburg. Reth wird für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Antikörperforschung ausgezeichnet.
Halsbeschwerden durch Heuschnupfen: Mit Hyaluronsäure gegen die Pollen-Pharyngitis
Nicht nur tränende Augen und Niesanfälle machen Heuschnupfen-Patienten das Leben schwer, sondern auch eine Pollenpharyngitis, die Juckreiz und Kratzen im Hals und Rachen verursacht. "Gegen dieses heimliche Symptom einer allergischen Rhinitis hilft die nachhaltige Befeuchtung der Mund- und Rachenschleimhaut mit einem Hydrogel aus Hyaluronsäure", resümmierte Dr. Wolfgang Grebe, Frankenberg, auf dem Pressegespräch "Neue Trends gegen Rhinitis allergica" am 21. Februar in Hamburg.
Altersschwäche: enger Zusammenhang mit Kortisolspiegel
Eine gestörte dynamische Regulierung des Kortisol-Spiegels mit erniedrigten Spiegeln am Morgen und erhöhten abendlichen Werten hängt eng mit dem Auftreten von Schwächezuständen im Alter zusammen. Dies berichten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München im Fachjournal "Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism" (JCEM).
Rheumatoide Arthritis: Denaturierte, fälschlicherweise nicht in Peptide zerlegte Proteine an der Zelloberfläche werden vom Immunsystem attackiert
Spezifische HLA-Klasse-II-Allele sind stark mit der Entwicklung einer Rheumatoiden Arthritis assoziiert, ohne dass dieser Zusammenhang bisher genauer erklärt werden konnte. Nun konnte eine einzigartige Funktion von HLA-Klasse-II-Molekülen identifiziert werden: sie sind leider dazu in der Lage, zelluläre, falschgefaltetete Proteine an die Zelloberfläche zu transportieren, ohne dass diese vorher zu Peptiden abgebaut werden, wodurch das Immunsystem gegen diese Strukturen aktiv wird und die Entzündung in Gang gesetzt wird. Zu diesem Erkenntnissen kommen nun japanische Forscher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift PNAS.
Einigung mit dem GKV-Spitzenverband: Diabetes-Medikament Dapagliflozin bleibt in Deutschland verfügbar
AstraZeneca gab bekannt, dass anstelle eines Schiedsspruchs eine Einigung mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) auf einen Erstattungsbetrag für das Diabetes-Medikament Forxiga® (Dapagliflozin*) erreicht wurde. AstraZeneca wird den Forxiga®-Vertrieb in Deutschland wieder aufnehmen und strebt nach dem Abverkauf der noch in der Handelskette befindlichen Ware eine nahtlose Weiterversorgung an. Nach zunächst ergebnislosen Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband hatte AstraZeneca Dapagliflozin zum 15. Dezember 2013 vorläufig außer Vertrieb gesetzt.
Rund 10.000 Klinikaufenthalte wegen Cannabiskonsums
Wegen Cannabiskonsums kommen im Schnitt 28 Menschen pro Tag ins Krankenhaus. Darauf machte die Techniker Krankenkasse am Dienstag in Hamburg unter Berufung auf das Statistische Bundesamt aufmerksam. 2012 entfielen exakt 10 142 Klinikaufenthalte auf die Diagnose "Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide."
Geringer Zusatznutzen für Indacaterol/Glycopyrronium bei COPD
Die Wirkstoffkombination Indacaterol/Glycopyrronium (Handelsname Ultibro Breezhaler, Xoterna Breezhaler) ist seit September 2013 für Erwachsene mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen.
DGPM warnt vor psychischer Belastung bei der Pflege Angehöriger
Rund 1,76 Millionen Menschen, also gut zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in Deutschland, werden zu Hause versorgt. Bei rund 1,18 Millionen von ihnen übernehmen die Angehörigen die Pflege. Der erkrankte Patient steht im Mittelpunkt - die psychische Belastung der Pflegenden wird jedoch allzu oft vergessen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Die Fachgesellschaft rät Medizinern und Pflegenden selbst dazu, möglichen Anzeichen mehr Beachtung zu schenken.
Kurzinformation für Patienten: „Soll ich an einer klinischen Studie teilnehmen?“
Verständlich und kompakt - das neue Informationsblatt für Patienten steht jetzt kostenlos zum Ausdrucken bereit. Auf zwei Seiten erfahren Interessierte, warum klinische Studien wichtig sind und worauf sie bei einer Teilnahme achten sollten.
Belgisches Parlament beschließt Sterbehilfe für todkranke Kinder
Das belgische Parlament hat die aktive Sterbehilfe für unheilbar kranke Kinder und Jugendliche erlaubt. Nach einer emotionalen Debatte stimmten die Abgeordneten am Donnerstag in Brüssel mit Mehrheit für eine entsprechende Gesetzesänderung. Somit dürften Ärzte etwa krebskranken Minderjährigen auf deren erklärten Wunsch hin eine tödliche Dosis Medikamente verabreichen. Belgische Mediziner erwarten etwa ein Dutzend solcher Fälle pro Jahr.
Asthma und COPD: Wie sich Exazerbationen in der kalten Jahreszeit vermeiden lassen
In der Langzeitbehandlung von Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD geht es in erster Linie darum, eine gute Kontrolle der Erkrankung zu erreichen. Ziel ist es, Symptome zu lindern und die Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern. Darüber hinaus sollen einer Verschlechterung der Lungenfunktion vorgebeugt und Exazerbationen verhindert werden.
BPI fordert Inflationsausgleich und Entlastungen für Generika - Gesetzgeber legt die Axt an Grundprinzipien des AMNOG
Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) fordert in seiner Stellungnahme zum 14. SGB-V Änderungsgesetz, das in dieser Woche zur Anhörung steht, den Bundestag auf, die Maßnahmen gegen die pharmazeutische Industrie zu begrenzen. Nach Auffassung des BPI müssen Arzneimittel ohne Patentschutz und verordnungsfähige Arzneimittel der Selbstmedikation (OTx) von Preisstopp und erhöhtem Abschlag ausgenommen werden. Und für alle anderen Arzneimittel muss es zumindest einen Inflationsausgleich beim seit mehr als vier Jahren bestehenden Preisstopp geben. "Wir haben seit vier Jahren keinen Inflationsausgleich, keinen Ausgleich für gestiegene Kosten: Das entzieht Arzneimitteln die wirtschaftliche Grundlage. Und mit der neuen Regelung zum Zwangsabschlag werden dann auch noch generische Arzneimittel stärker als bisher belastet. Das kann nicht im Sinne des Gesetzgebers sein und muss dringend korrigiert werden", sagt Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.
Zahnärzte schlagen Alarm: Zu viele Kinder mit Nuckelflaschenkaries
Schwarze Stummel statt gesunder Milchzähne: Schon Kleinkinder liegen in Deutschland auf dem OP-Tisch, um ihr Gebiss saniert zu bekommen. Zahnärzte fordern nun Vorsorgeuntersuchungen für Säuglinge.
Energiesparlampe zerbricht: Sofort Fenster auf
Zerbricht eine Energiesparlampe, ist es am besten, sofort das Fenster zu öffnen und den Raum für rund eine Viertelstunde zu verlassen. Denn die Lampen enthalten eine geringe Menge Quecksilber, das giftig ist, erläutert Stefanie Labs von der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse in Berlin. Das Quecksilber verdampft bei Raumtemperatur - und die Bewohner sollten das Gemisch nicht einatmen. Sonst drohen Gesundheitsschäden.