Journal MED

News | Beiträge ab Seite 291

Gesundheitspolitik

Freie Arztwahl gilt auch im Pflegeheim

Grundsätzlich dürfen sich Senioren im Heim weiter von ihrem Hausarzt behandeln lassen. Denn sie haben ein Recht auf freie Arztwahl. Dieser Anspruch bestehe auch dann, wenn das Heim mit einem anderen Arzt zusammenarbeitet, der zur Visite kommt. Darauf weist Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung der Heimbewohner (BIVA) hin. Schwieriger sieht es bei Fachärzten wie Zahnarzt, Neurologe oder Augenarzt aus. Viele behandelten keine Heimbewohner, da ihnen das Equipment für auswärtige Behandlungen fehle.

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Gesundheitspolitik

Frauenärzte bleiben bei der rezeptfreien Notfallkontrazeption skeptisch

Kondom kaputt, Antibabypille vergessen? Nach ungeschütztem Sex ist die zügige Einnahme der "Pille danach" gefordert, wenn eine Schwangerschaft vermieden werden soll. Ist der Frauenarzt erst nach dem Wochenende für ein nötiges Rezept wieder erreichbar, wird die Zeit dafür knapp. Nach mehr als zehn Jahren könnten jetzt aber auch in Deutschland die Ampeln für eine rezeptfreie "Pille danach" auf Grün umspringen: Nach dem Bundesrat hat nun auch der Fachausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Aufhebung der bisherigen Rezeptpflicht empfohlen. Die Experten sähen keine medizinische Notwendigkeit, länger an ihr festzuhalten, teilte die Bundesoberbehörde am 14. Januar 2014 mit. Die Gynäkologen der ärztlichen Genossenschaft GenoGyn zeigen sich indes besorgt.

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Medizin

Medikamente gegen Epilepsie können Entzündungen fördern

Mediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben untersucht, ob etablierte Medikamente gegen Epilepsie entzündungshemmend oder -fördernd wirken - ein Effekt, auf den die Arzneistoffe klassischerweise nicht getestet werden. Eine Substanz verstärkte Entzündungen, während eine andere sie hemmte. Da entzündliche Reaktionen des Gehirns der Grund für Epilepsien sein können, sei es wichtig, den Auslöser bei der Wahl des Medikaments zu beachten, schlussfolgern die Forscher. Sie berichten in der Zeitschrift „Epilepsia“.

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Medizin

Erforschung der Mikrobiota im Darm/ Lactocepin bei CED

Bakterien im Darm sind ganz normal. Allerdings spielen sie auch eine Rolle bei verschiedenen Darmerkrankungen. Mehrere Forschungsprojekte an der Technischen Universität München (TUM) werden die Wechselwirkung dieser Mikroorganismen (Mikrobiota) mit dem Immunsystem der Darmschleimhaut genauer untersuchen. Dafür stehen in den kommenden drei Jahren etwa zwei Millionen Euro an Förderungsgeldern zur Verfügung.

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Gesundheitspolitik

Pflegen mit dem Finanzamt - Kosten können Steuerlast mindern

Pflege kostet mitunter viel Geld. Das Problem: Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten. Reichen die eigenen Mittel nicht, springen oft die Kinder ein. Eine finanzielle Belastung für alle Seiten. Allerdings gibt es auch Entlastung: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können die Ausgaben von der Steuer absetzen, erklärt Vicky Johrden vom Deutschen Steuerberaterverband in Berlin.

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Gesundheitspolitik

Immer mehr Schwerbehinderte arbeitslos

Die Bundesagentur für Arbeit warnt nach einem Bericht der Dortmunder "Ruhrnachrichten" (Montag) vor einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Schwerbehinderten. Im Oktober 2013 waren nach Angaben der Nürnberger Behörde 176.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos - rund 3000 oder 2% mehr als im Vorjahr. "Mit 6% war der Anstieg bei der Gruppe der 25- bis unter 35-jährigen am höchsten", zitiert das Blatt aus einer neuen Broschüre der Bundesagentur.

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Medizin

Ärzte, Apotheker und Juristen überschätzen das Nebenwirkungsrisiko auf Beipackzetteln

Beipackzettel für Medikamente sind häufig für Patienten unverständlich. Dass selbst Experten Schwierigkeiten haben, die Häufigkeit von Nebenwirkungen richtig einzuschätzen, haben jetzt Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Biometrie und Statistik der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) gezeigt. Ärzte, Apotheker und Juristen überschätzen das Nebenwirkungsrisiko deutlich. Die Studie wurde im Deutschen Ärzteblatt International veröffentlicht.

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Medizin

Analgetikum Tramadol identisch mit Molekülen einer Heilpflanze in Afrika

Ein Forscherteam unter der Leitung von Michel De Waard, Forschungsdirektor am Inserm am Institut für Neurowissenschaften in Grenoble (Universität Joseph Fourier, CNRS), hat entdeckt, dass eine afrikanische Heilpflanze große Mengen an schmerzlindernden Molekülen produziert. Was nach der Analyse besonders überraschte, war die Tatsache, dass das Molekül mit Tramadol identisch ist, einem pharmazeutischen Wirkstoff, der vollsynthetisch hergestellt und weltweit als Analgetikum eingesetzt wird. Nach Angaben der Forscher ist dies das erste Mal, dass ein synthetisches Medikament aus der Pharmaindustrie in so hoher Konzentration in einer natürlichen Quelle gefunden wurde.

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Medizin

Virusinfektionen: Psoriasis-Patienten haben mehr antivirales Protein als Neurodermitiker

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben herausgefunden, warum Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) weniger anfällig für Virusinfektionen sind als Patienten, die unter Neurodermitis leiden. Grund hierfür ist die größere Menge an Proteinen in der an Schuppenflechte erkrankten Haut, die die Vermehrung von Viren hemmen. Das interdisziplinäre Team unter der Leitung von Dr. Robert Sabat von der Klinik für Dermatologie und dem Institut für Medizinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie und dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) zudem eine neue Funktion des Immunsystems entdeckt. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine* veröffentlicht.

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Medizin

Leitlinie empfiehlt Oxycodon/Naloxon zur Vorbeugung vor Opioid-induzierter Obstipation

Die neue interdisziplinäre S2k-Leitlinie zur Chronischen Obstipation befürwortet im Rahmen ihrer Empfehlungen zu „neuen medikamentösen Therapieansätzen“ den peripheren Opioidantagonisten Naloxon in oraler Applikation zur Therapie von Opioid-induzierter Obstipation (1). Dieser ist in der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) verfügbar. Naloxon erhält die normale Darmfunktion, indem es die Wirkung des Opioids am Darm verringert, ohne die Schmerzlinderung zu beeinträchtigen (1). Das bestätigt auch eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-Over-Studie aus Kanada. Es trat kein signifikanter Unterschied zwischen der Darmfunktion unter Placebo und der unter Oxycodon/Naloxon auf (2), was den Effekt des Naloxons aufzeigt. Die mit einer Visuellen Analogskala (VAS) erfasste Schmerzintensität sank von durchschnittlich 61,4 auf 48,6 in der Oxycodon/Naloxon-Gruppe und auf 55,9 in der Placebo-Gruppe. Sowohl die Patienten als auch die Ärzte bevorzugten nach der doppelblinden Studienphase die Fixkombination gegenüber Placebo.

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