News | Beiträge ab Seite 70
Gesundheitspolitik
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Nur jeder vierte kommt mit Gesundheitsinfos zurecht
Nur ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland findet sich einer aktuellen Studie zufolge gut im Dickicht gesundheitsrelevanter Informationen zurecht. Rund 75% hingegen haben demnach erhebliche Schwierigkeiten, Informationen etwa zu Prävention oder Behandlung von Krankheiten zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auf die eigene Lebenssituation anzuwenden.
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Gesundheitspolitik
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Streit um Strafgebühr für versäumte Arzttermine
Angesichts langer Wartezeiten in vielen Praxen fordern Ärzt:innen erneut Strafgebühren für Patient:innen, die gebuchte Termine platzen lassen. Der Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Jakob Maske, sagte der „Bild“: „Es ist nicht mehr zu akzeptieren, dass Patienten Termine verbindlich vereinbaren und diese nicht wahrnehmen.“ Damit nähmen sie anderen Termine weg. Um Patient:innen zu sensibilisieren, wäre „ein Ausfallhonorar von bis zu 100 Euro, je nach Länge des vorgesehenen Termins, erforderlich.“
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Medizin
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Osteoporose: Neue Real-World-Daten zu Romosozumab auf der OSTEOLOGIE 2025 vorgestellt
Auf der OSTEOLOGIE 2025, der Jahrestagung des Dachverbands Osteologie e.V. (DVO), die vom 27. bis 29. März in Münster stattfand, wurden aktuelle Real-World-Daten zur Behandlung von Osteoporose mit Romosozumab präsentiert. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Satellitensymposiums sowie einer Posterpräsentation vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
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Digitale Gesundheitsanwendungen bewähren sich
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) sind zertifizierte Medizinprodukte, die auf digitalen Technologien basieren und einen medizinischen Zweck erfüllen. Sie unterstützen Patient:innen bei der Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten sowie bei der Kompensation von Verletzungen oder Behinderungen. Seit September 2020 stehen die in der Regel verschreibungspflichtigen DiGAs allen Versicherten zur Verfügung, werden aber weit überwiegend von Frauen genutzt.
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Medizin
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FOKO 2025
Impfen in der Schwangerschaft – Schutz für Mutter und Kind
Impfungen gelten als die wichtigste Präventionsmaßnahme der modernen Medizin. Niedergelassene Ärzt:innen, insbesondere Hausärzt:innen, Kinder- und Jugendärzt:innen sowie Gynäkolog:innen spielen eine zentrale Rolle bei ihrer Umsetzung. Diese Bedeutung wurde auch im Rahmen des diesjährigen Fortbildungskongresses (FOKO) des Berufsverbands der Frauenärzte unterstrichen. In ihren Vorträgen hoben Prof. Michael Abou-Dakn (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof) und Dr. Stephan Lupp (Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Frauenärztliche Gemeinschaftspraxis Bruchsal) hervor, welchen entscheidenden Beitrag niedergelassene Ärzt:innen zur Impfprävention, insbesondere in der Schwangerschaft, leisten und wie durch effiziente Praxisorganisation das Impfen gut in den Praxisalltag integriert werden kann.
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Medizin
3 Min|
Semaglutid verbessert die Gehstrecke und Lebensqualität bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und pAVK
Auf dem diesjährigen Kongress der American College of Cardiology (ACC) wurden aktuelle Ergebnisse der Phase-IIIb-Studie STRIDE präsentiert. Darin wurde gezeigt, dass der Einsatz von Semaglutid bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes und einer komorbiden peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) dazu beitragen kann, funktionelle Endpunkte zu verbessern. Dazu gehören u.a. eine klinisch bedeutsame Verlängerung der maximalen Gehstrecke sowie eine Steigerung der Lebensqualität der Patient:innen (1).
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Infektiologie
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FSME: Impfschutz wird in Deutschland immer wichtiger
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Erkrankung für die es zurzeit noch keine Medikamente zur Behandlung gibt. Die Fälle mit FSME nehmen aufgrund der globalen Erwärmung zu und werden sich nicht nur in Deutschland immer mehr ausbreiten. Der einzige verlässliche Schutz ist eine Impfung, die im Standard-Impfschema aus 3 Impfungen besteht.
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Medizin
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Neuer Therapieansatz: Schutz für Betazellen bei Diabetes
Ein internationales Forschungsteam hat einen neuartigen Ansatz entwickelt, um insulinproduzierende Betazellen vor diabetesbedingten Schäden zu schützen. Mithilfe spezieller Moleküle – sogenannter molekularer Klebstoffe – wird eine entscheidende Protein-Interaktion stabilisiert, die den Zelltod verhindert. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht und könnten die Grundlage für innovative Therapien bilden (1).
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Medizin
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Vareniclin zur Raucherentwöhnung wieder in Deutschland verfügbar
Seit dem 1. April 2025 ist das rezeptpflichtige Medikament Vareniclin zur Raucherentwöhnung bei Erwachsenen in Deutschland wieder verfügbar. Die Starter- und Folgepackungen können ab sofort verordnet werden. Vareniclin erhielt die Zulassung als Medikament zur Raucherentwöhnung in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2006. Im Sommer 2021 kam es zu einer Vertriebspause, weil Nitrosamin-Verunreinigungen in dem Medikament gefunden wurden.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Drogenbeauftragter verteidigt Cannabis-Gesetz
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, verteidigt das seit einem Jahr geltende Cannabis-Gesetz und warnt vor der Ausbreitung stärkerer Drogen. Der Fokus solle eher darauf liegen, dass insbesondere junge Menschen immer häufiger zu deutlich stärkeren Mitteln wie synthetischen Opioiden griffen, beispielsweise Tilidin und Fentanyl, sagte Blienert den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.
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Adipositas
2 Min|
Aktuelle Studiendaten zu Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas
Mit dem GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonist Tirzepatid steht eine Option für Blutzuckerkontrolle und Gewichtsmanagement zur Verfügung. Zugelassen ist die Substanz zur Behandlung des Typ-2-Diabetes und auch für die Gewichtsreduktion bei Adipositas, wobei letzteres eine Selbstzahlerleistung darstellt.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Draufzahlen beim Facharzt? - Neues System bei Terminvergabe
Die Bundesärztekammer unterstützt schwarz-rote Pläne, den Zugang zu Fachärzten über ein „verbindliches Primärarztsystem“ zusteuern. „Eine wirklich smarte Patientensteuerung könnte helfen, die knappen ärztlichen Ressourcen viel effizienter zu nutzen und auch die Kosten insgesamt spürbar zu senken“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Hausarzt sollte erste Anlaufstelle sein und nur im Bedarfsfall an Fachpraxen weiterleiten, erläuterte Reinhardt.
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Medizin
2 Min|
Arthritis nach Krebs-Immuntherapie: Erster Einsatz von TAPE-Verfahren
Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wurde weltweit zum ersten Mal eine durch Checkpoint-Inhibitoren ausgelöste Arthritis mittels transarterieller periartikulärer Embolisation (TAPE) erfolgreich behandelt. Bei diesem minimalinvasiven Embolisationsverfahren wird die Durchblutung entzündlicher Gefäße im Gelenk gezielt unterbrochen, um die Entzündung und die damit verbundenen Schmerzen zu verringern. Die 48-jährige Patientin, die infolge einer Immuntherapie gegen Dickdarmkrebs an schwerer Arthritis im linken Knie litt und deshalb auf einen Rollstuhl angewiesen war, kann nach dieser Behandlung wieder eigenständig gehen. Die Erstbeschreibung des Verfahrens wurde in der Fachzeitschrift „Rheumatology“ veröffentlicht (1).
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Rheumatologie
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Morbus Still bei Erwachsenen: Sollten biologische DMARDs als Erstlinientherapie eingesetzt werden?
Die Wirksamkeit biologischer krankheitsmodifizierender Antirheumatika (DMARDs) wie Anakinra, Canakinumab und Tocilizumab als Erstlinientherapie des Morbus Still bei Erwachsenen (AOSD; adult-onset Still's disease) war bislang unzureichend untersucht. Bisherige Therapieempfehlungen basieren überwiegend auf Daten aus pädiatrischen Studien. In einer aktuellen Studie wurde die Effektivität einer Erstlinientherapie mit biologischen DMARDs im Vergleich zu konventionellen synthetischen DMARDs (csDMARDs) bei AOSD untersucht.
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Medizin
2 Min|
Zulassungsempfehlung für Guselkumab bei Morbus Crohn
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassungserweiterung für den IL-23-Inhibitor Guselkumab zur Behandlung von Erwachsenen mit mäßig bis schwer aktivem Morbus Crohn empfohlen. Die Empfehlung betrifft Patient:innen, die unzureichend auf eine konventionelle oder biologische Therapie angesprochen haben, diese nicht vertragen oder im Verlauf der Behandlung den Therapieeffekt verloren haben. Die beantragte Zulassung umfasst sowohl eine intravenöse als auch eine subkutane Option für die Induktionsbehandlung.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Plan für Ausdehnung von E-Akten „in Kürze“
Nach dem Auftakt der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) in drei Regionen soll bald über eine bundesweite Ausdehnung entschieden werden. „Momentan werten wir die Testphase aus“, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. In Kürze solle dann ein genauer Plan für die weitere Einführung vorgestellt werden. Man sei weiterhin zuversichtlich, wie angekündigt zu Beginn des zweiten Quartals mit dem bundesweiten Roll-Out der Anwendung starten zu können - es geht von April bis Ende Juni.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Arzneimittelengpässe: DGIM veröffentlicht Liste unverzichtbarer Wirkstoffe
In den vergangenen Jahren haben Lieferengpässe bei essenziellen Wirkstoffen wiederholt zu Versorgungsproblemen geführt. Daher hat die DGIM gemeinsam mit ihren Schwerpunktgesellschaften eine Liste mit mehr als 600 unverzichtbaren Wirkstoffen in der Inneren Medizin erstellt, die eine stabile Versorgung internistischer Erkrankungen unterstützen soll. Die Liste basiert auf aktuellen medizinischen Leitlinien und Einschätzungen der Schwerpunktgesellschaften. Sie wurde in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Institut für Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover erarbeitet und soll regelmäßig aktualisiert werden.
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Schmerzmedizin
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Neuer Cannabis-Vollextrakt: gute Schmerzlinderung bei guter Verträglichkeit
Ein Cannabis-Vollextrakt aus deutscher Produktion macht Hoffnung auf eine verbesserte Versorgung chronischer Rückenschmerz-Patient:innen. Wie bei einer Pressekonferenz auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) in Frankfurt am Main berichtet wurde, nahmen unter 2-mal täglicher, individuell dosierter Einnahme des Extraktes VER-01 Rückenschmerzen innerhalb von 15 Wochen im Schnitt von 6,1 auf 4,0 Punkte auf der numerischen Rating-Skala (NRS) ab. Besonders profitierten Studienteilnehmer:innen mit neuropathischen Schmerzen.
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Gesundheitspolitik
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Geringe Lebenserwartung in Deutschland: Wie die neue Bundesregierung entgegensteuern kann
Bei Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht in Deutschland im europäischen Vergleich Aufholbedarf: Über 20% der erwachsenen Bevölkerung raucht, die Laienreanimationsquote liegt mit 51% deutlich unter der anderer EU-Länder, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren sind sehr ausgeprägt und werden in vielen Fällen erst sehr spät erkannt und strukturierte, effiziente Programme zur Lebensstilmodifikation fehlen. Vor allem Bluthochdruck als auch Patient:innen mit hohen LDL-Cholesterin-Werten werden oft nicht identifiziert oder nicht ausreichend beraten und behandelt.
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Medizin
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Aminosäureprofile als Biomarker für Muskelgesundheit im Alter
Der altersbedingte Verlust von Muskelmasse und -kraft stellt eine wachsende Herausforderung für die Gesellschaft dar. Forschende am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) haben nun herausgefunden, dass Aminosäureprofile als vielversprechende Biomarker zur Beurteilung der Muskelgesundheit älterer Menschen dienen könnten (1). Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die frühzeitige Identifikation von Risikopersonen und die Entwicklung individueller Interventionsstrategien zur Erhaltung der Lebensqualität im Alter.
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