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Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie innovative Ideen ganz konkret zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen können“, sagte Markus Felten, Vorstandsvorsitzender der Lilly Deutschland Stiftung. Die vier Projekte, die aus mehr als 80 Bewerbungen ausgewählt worden sind, teilen sich ein Preisgeld von 35.000 Euro.

App für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen

Der 1. Preis in Höhe von 15.000 Euro geht an die gemeinnützige Organisation Between The Lines gGmbH mit Sitz in Solingen, die eine App für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen entwickelt hat. Die Online-Plattform „Between The Lines“ verbindet verständlich aufbereitete Informationen mit qualitätsgesicherten Hilfsangeboten vor Ort und digital und soll dazu beitragen, dass junge Menschen mit Sorgen und Ängsten schneller eine adäquate Unterstützung finden. „Suizid ist die häufigste Todesursache unter jungen Menschen“, sagte Klara Honsl, Co-CEO der Organisation, sei aber immer noch ein Tabuthema. Bereits mehr als 30 Kommunen beteiligen sich aktuell an der App mit Hilfsangeboten.

Haus Atemzeit: Unterstützung für Familien mit schwerstkranken Kindern

Den 2. Preis in Höhe von 10.000 Euro erhält der Verein Haus Atemzeit e.V. in Wölfersheim-Wohnbach (Wetteraukreis, Hessen) für ein bundesweit einzigartiges Versorgungsmodell für Familien mit schwerstkranken und beatmeten Kindern. In dem Haus sind Intensivpflege, Therapie und psychosoziale Begleitung unter einem Dach vereint. Familien werden dabei unterstützt, nach langen Klinikaufenthalten ihres Kindes möglichst selbstständig in ihren Alltag zurückzufinden. Ermöglicht wird die Versorgung mithilfe von Spendengeldern.

KI-gestützte Sprachassistenz für Menschen mit Parkinson

Mit dem 3. Preis in Höhe von 5000 Euro wird das Projekt „Tooliip“ ausgezeichnet, eine KI-geführte Sprachassistenz für Menschen mit Parkinson, entwickelt von einem Team der Technischen Universität Darmstadt. Das Programm unterstützt Betroffene bei der Dokumentation von Symptomen, erinnert an die Medikamenteneinnahme und soll künftig erweitert werden. Eine längere Testphase des vom Land Hessen geförderten Projektes sei geplant, sagte Max Gudzent, CEO von Tooliip.

Sonderpreis für „Zeit ist Fuß 2.0“

Der Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro geht an die MPIRIQ Science Technologies GmbH mit Sitz in München für das Projekt „Zeit ist Fuß 2.0“, das eine KI-gestützte Auswertung von Wundbildern bei Menschen mit diabetischem Fußsyndrom ermöglicht. Das Ziel sei es, die Zeitspanne zur Erkennung von Risikowunden deutlich zu verkürzen und so Amputationen zu vermeiden, sagte Sabine Kramp, Geschäftsführerin der GmbH. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Fußnetz Bayern.

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Quelle:

Verleihung des Konkret-Preises 2026, 11. Juni 2026, Frankfurt am Main, Veranstalter: Lilly Deutschland GmbH