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Medizin | Beiträge ab Seite 171

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Lebensbedrohliche Lungenentzündung - Millionenförderung für Ursachenforschung

Ein beträchtlicher Teil der eigentlich gut behandelbaren Lungenentzündung nimmt einen schweren, lebensbedrohlichen Verlauf. Noch immer sterben viele Patienten daran und die Ursachen sind nur zum Teil bekannt. Ein von Wissenschaftlern der Universität Leipzig geleiteter Forschungsverbund erhält jetzt 3,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Untersuchung der unterschiedlich schweren Verlaufsformen. Knapp 1,2 Millionen Euro davon gehen nach Leipzig an das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE).

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Neue Substanzklasse für Pulmonale Hypertonie: Riociguat greift verstärkend in den NO-sGC-cCMP-Signalweg ein

„Zur Behandlung der Pulmonalen Hypertonie gibt es mittlerweile mehrere Therapiemöglichkeiten, unter denen sich beispielsweise die 6-Minuten-Gehstrecke verbessert, aber von einer normalen Belastbarkeit und Lebenserwartung sind die Patienten immer noch weit entfernt“, sagte Prof. Marius Hoeper, Hannover. Die Letalität ist immer noch sehr hoch, Ursache ist meist Rechtsherzversagen. Nun wurde mit dem sGC-Stimulator Riociguat (Adempas®) ein Vertreter einer neuen Substanzklasse zugelassen für Patienten der WHO-Funktionsklassen II-III mit inoperabler bzw. rezidivierender CTEPH* nach pulmonaler Endarteriektomie sowie mit PAH*. Damit eröffnet sich eine Reihe neuer Möglichkeiten im Hinblick auf Kombinationstherapien, die den Patienten ein um Jahre längeres Leben bei guter Lebensqualität ermöglichen können, so Hoeper.

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Brustkrebsfrüherkennung: Frauenärzte raten zu Ultraschall

Mit jährlich rund 70.000 neuen Fällen ist Brustkrebs weiter mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zur Früherkennung wurde in Deutschland flächendeckend ein Mammographie-Screening etabliert, zu dem seit 2009 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in zweijährigem Turnus eingeladen werden. Aber auch Frauen, die regelmäßig daran teilnehmen, können zwischen diesen Terminen an einem Brusttumor erkranken. "Diese sogenannten Intervalltumore sind im Röntgenbild anders als etwa beim Ultraschall häufig nicht zu erkennen. Dies gilt besonders für Frauen mit hoher Brustdichte", sagt der Gynäkologe Dr. Wolf Dieter Fiessler aus dem Vorstand der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn.

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Etoricoxib bei Gelenkschmerzen/ Gastrointestinale Beschwerden reduzieren

Bei der Behandlung von Arthroseschmerzen stehen traditionelle und selektive NSAR an erster Stelle. Doch die Therapie kann eine Gratwanderung sein. Auf der einen Seite sollen Schmerzen, Entzündung und Beweglichkeit verbessert werden. Dem stehen mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen gegenüber - die können von Sodbrennen und Magenschmerzen bis hin zum Ulcus, zur Blutung, Perforation und Magenausgangsstenose reichen. Ziel ist es, den Patienten so einzustellen, dass er mit möglichst wenigen Nebenwirkungen ein Maximum an Lebensqualität erreicht. Der COX-2-Hemmer EXINEF® mit dem Wirkstoff Etoricoxib zeichnet sich durch ein gutes gastrointestinales Sicherheitsprofil aus.

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Der genetische Beitrag zur „Schusseligkeit“

Schlüssel verlegt? Namen vergessen? Stoppschild übersehen? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, hat nun eine Erklärung dafür: Psychologen der Universität Bonn haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Gen "DRD2" und solch alltäglichen Aussetzern nachgewiesen. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt signifikant häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind. Die Wissenschaftler berichten voraussichtlich in der Mai-Ausgabe der "Neuroscience Letters" über ihre Ergebnisse, die bereits jetzt online vorab verfügbar sind.

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Vorsicht vor Überdosierung: Schmerzmittel können den Nieren schaden

Die Nieren sind die wahren Hochleistungssportler unseres Körpers: Rund 180 Liter Flüssigkeit werden täglich durch sie gesäubert. Doch jeder Sportler kann an seine Grenzen kommen. „Durch die langfristige und hoch dosierte Einnahme von Schmerzmitteln können die Nieren ernste, sogar irreparable Schäden nehmen“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER GEK, anlässlich des morgigen Weltnierentags.

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Immunologe Michael Reth erhält den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2014

Der mit 100.000 Euro dotierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geht in diesem Jahr an Michael Reth, Prof. für Molekulare Immunologie am Institut für Biologie III der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik sowie Sprecher des Exzellenzclusters BIOSS, Zentrum für Biologische Signalstudien in Freiburg. Reth wird für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Antikörperforschung ausgezeichnet.

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Halsbeschwerden durch Heuschnupfen: Mit Hyaluronsäure gegen die Pollen-Pharyngitis

Nicht nur tränende Augen und Niesanfälle machen Heuschnupfen-Patienten das Leben schwer, sondern auch eine Pollenpharyngitis, die Juckreiz und Kratzen im Hals und Rachen verursacht. "Gegen dieses heimliche Symptom einer allergischen Rhinitis hilft die nachhaltige Befeuchtung der Mund- und Rachenschleimhaut mit einem Hydrogel aus Hyaluronsäure", resümmierte Dr. Wolfgang Grebe, Frankenberg, auf dem Pressegespräch "Neue Trends gegen Rhinitis allergica" am 21. Februar in Hamburg.

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Rheumatoide Arthritis: Denaturierte, fälschlicherweise nicht in Peptide zerlegte Proteine an der Zelloberfläche werden vom Immunsystem attackiert

Spezifische HLA-Klasse-II-Allele sind stark mit der Entwicklung einer Rheumatoiden Arthritis assoziiert, ohne dass dieser Zusammenhang bisher genauer erklärt werden konnte. Nun konnte eine einzigartige Funktion von HLA-Klasse-II-Molekülen identifiziert werden: sie sind leider dazu in der Lage, zelluläre, falschgefaltetete Proteine an die Zelloberfläche zu transportieren, ohne dass diese vorher zu Peptiden abgebaut werden, wodurch das Immunsystem gegen diese Strukturen aktiv wird und die Entzündung in Gang gesetzt wird. Zu diesem Erkenntnissen kommen nun japanische Forscher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift PNAS.

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DGPM warnt vor psychischer Belastung bei der Pflege Angehöriger

Rund 1,76 Millionen Menschen, also gut zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in Deutschland, werden zu Hause versorgt. Bei rund 1,18 Millionen von ihnen übernehmen die Angehörigen die Pflege. Der erkrankte Patient steht im Mittelpunkt - die psychische Belastung der Pflegenden wird jedoch allzu oft vergessen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Die Fachgesellschaft rät Medizinern und Pflegenden selbst dazu, möglichen Anzeichen mehr Beachtung zu schenken.
 

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Asthma und COPD: Wie sich Exazerbationen in der kalten Jahreszeit vermeiden lassen

In der Langzeitbehandlung von Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD geht es in erster Linie darum, eine gute Kontrolle der Erkrankung zu erreichen. Ziel ist es, Symptome zu lindern und die Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern. Darüber hinaus sollen einer Verschlechterung der Lungenfunktion vorgebeugt und Exazerbationen verhindert werden.

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Medikamente gegen Epilepsie können Entzündungen fördern

Mediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben untersucht, ob etablierte Medikamente gegen Epilepsie entzündungshemmend oder -fördernd wirken - ein Effekt, auf den die Arzneistoffe klassischerweise nicht getestet werden. Eine Substanz verstärkte Entzündungen, während eine andere sie hemmte. Da entzündliche Reaktionen des Gehirns der Grund für Epilepsien sein können, sei es wichtig, den Auslöser bei der Wahl des Medikaments zu beachten, schlussfolgern die Forscher. Sie berichten in der Zeitschrift „Epilepsia“.

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Erforschung der Mikrobiota im Darm/ Lactocepin bei CED

Bakterien im Darm sind ganz normal. Allerdings spielen sie auch eine Rolle bei verschiedenen Darmerkrankungen. Mehrere Forschungsprojekte an der Technischen Universität München (TUM) werden die Wechselwirkung dieser Mikroorganismen (Mikrobiota) mit dem Immunsystem der Darmschleimhaut genauer untersuchen. Dafür stehen in den kommenden drei Jahren etwa zwei Millionen Euro an Förderungsgeldern zur Verfügung.

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