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Medizin | Beiträge ab Seite 172

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Analgetikum Tramadol identisch mit Molekülen einer Heilpflanze in Afrika

Ein Forscherteam unter der Leitung von Michel De Waard, Forschungsdirektor am Inserm am Institut für Neurowissenschaften in Grenoble (Universität Joseph Fourier, CNRS), hat entdeckt, dass eine afrikanische Heilpflanze große Mengen an schmerzlindernden Molekülen produziert. Was nach der Analyse besonders überraschte, war die Tatsache, dass das Molekül mit Tramadol identisch ist, einem pharmazeutischen Wirkstoff, der vollsynthetisch hergestellt und weltweit als Analgetikum eingesetzt wird. Nach Angaben der Forscher ist dies das erste Mal, dass ein synthetisches Medikament aus der Pharmaindustrie in so hoher Konzentration in einer natürlichen Quelle gefunden wurde.

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Virusinfektionen: Psoriasis-Patienten haben mehr antivirales Protein als Neurodermitiker

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben herausgefunden, warum Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) weniger anfällig für Virusinfektionen sind als Patienten, die unter Neurodermitis leiden. Grund hierfür ist die größere Menge an Proteinen in der an Schuppenflechte erkrankten Haut, die die Vermehrung von Viren hemmen. Das interdisziplinäre Team unter der Leitung von Dr. Robert Sabat von der Klinik für Dermatologie und dem Institut für Medizinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie und dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) zudem eine neue Funktion des Immunsystems entdeckt. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine* veröffentlicht.

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Leitlinie empfiehlt Oxycodon/Naloxon zur Vorbeugung vor Opioid-induzierter Obstipation

Die neue interdisziplinäre S2k-Leitlinie zur Chronischen Obstipation befürwortet im Rahmen ihrer Empfehlungen zu „neuen medikamentösen Therapieansätzen“ den peripheren Opioidantagonisten Naloxon in oraler Applikation zur Therapie von Opioid-induzierter Obstipation (1). Dieser ist in der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) verfügbar. Naloxon erhält die normale Darmfunktion, indem es die Wirkung des Opioids am Darm verringert, ohne die Schmerzlinderung zu beeinträchtigen (1). Das bestätigt auch eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-Over-Studie aus Kanada. Es trat kein signifikanter Unterschied zwischen der Darmfunktion unter Placebo und der unter Oxycodon/Naloxon auf (2), was den Effekt des Naloxons aufzeigt. Die mit einer Visuellen Analogskala (VAS) erfasste Schmerzintensität sank von durchschnittlich 61,4 auf 48,6 in der Oxycodon/Naloxon-Gruppe und auf 55,9 in der Placebo-Gruppe. Sowohl die Patienten als auch die Ärzte bevorzugten nach der doppelblinden Studienphase die Fixkombination gegenüber Placebo.

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Was versteht man unter „metabolisch gesunder Adipositas“?

Adipositas nimmt weltweit zu. Wissenschaftler und Mediziner sprechen von metabolisch gesunder Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 ist, aber kein erhöhtes Risiko für Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen vorliegt. Daher könnte es wichtig sein, schwer übergewichtige Personen mit geringem Risiko früh von solchen mit erhöhtem Risiko zu unterscheiden. Der Arzt kann somit Risikopatienten möglicherweise rechtzeitig behandeln, wie die Wissenschaftler Prof. Dr. Matthias Schulze und Prof. Dr. Norbert Stefan vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) in der aktuellen Ausgabe von "The Lancet Diabetes & Endocrinology" feststellen.

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ESC 2013: Salzreduktion schützt vor Herzschwäche

Wer viel Kochsalz konsumiert, hat ein erhöhtes Risiko, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Das zeigt die Auswertung von Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie, die von einer Kölner Forschergruppe auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion der Natrium-Aufnahme von einem hohen auf ein moderates Niveau das Risiko, im späteren Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, vermindern könnte“, fasste Studienautor PD Dr. Roman Pfister vom Herzzentrum der Universitätsklinik Köln zusammen.

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GRIN2A-Mutation verantwortlich für häufige Epilepsie im Kindesalter

Einem Verbund aus zwei Forschungsnetzwerken, EuroEPINOMICS und IonNeurONet, ist es gelungen, das erste Krankheitsgen für idiopathische fokale Epilepsien zu identifizieren. Es handelt sich dabei um das Gen GRIN2A. Veränderungen des Gens führen zu Störungen der Funktion eines wichtigen Ionenkanals im Gehirn, der die elektrische Erregbarkeit von Nervenzellen beeinflusst. Dies kann vermehrte elektrische Entladungen im Gehirn und damit das Auftreten epileptischer Anfälle erklären. Die Studie erschien im internationalen Fachjournal Nature Genetics.

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Rheumatoide Arthritis: Biologika in der Zweitlinientherapie haben Nutzen/ Langzeitdaten und belastbare Direktvergleiche fehlen

Neun biotechnologisch hergestellte Arzneimittel für die Behandlung von Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis, bei denen eine medikamentöse Vorbehandlung versagt hat, wurden vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. Demnach gibt es für jeden der Wirkstoffe einen Beleg, einen Hinweis oder zumindest einen Anhaltspunkt für einen Nutzen in Bezug auf mindestens ein Zielkriterium. Zu diesem Ergebnis kommt der am 26. August 2013 veröffentlichte Abschlussbericht des IQWiG.

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Forschung: Lymphknoten mit Ortsgedächtnis

Im menschlichen Immunsystem haben die regulatorischen T-Zellen (kurz „Tregs“) eine wichtige Aufgabe: Sie steuern die übrigen Immunzellen und vermitteln ihnen gewissermaßen eine „tolerante Haltung“ gegenüber körpereigenen Zellen und ungefährlichen Fremdkörpern. Wie Tregs überhaupt zu Tregs werden, war bislang nicht genau bekannt. Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gelungen, dies besser zu verstehen: Die Herkunft ist entscheidend - in einigen Lymphknoten entstehen mehr Tregs als in anderen.

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Arsen - möglicher Beifang im Heringsfilet

Durch Vulkanausbrüche, die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, aber auch durch das Grundwasser gelangt Arsen in die Umwelt und damit auch in die Nahrungskette. Doch wie groß ist die Gefährdung durch Arsen in Lebensmitteln wirklich? Werden die arsenhaltigen Verbindungen im menschlichen Körper aufgenommen und womöglich in giftigere Formen umgewandelt? Bisher wissen wir darüber sehr wenig. Um diesen Fragen nachzugehen, haben Chemiker der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig Heringsfilet auf den Arsengehalt und auf verschiedene Arsenverbindungen untersucht.

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Umfrage: Jedem 2. KHK-Patienten fehlt das Nitro-Spray beim Angina pectoris-Anfall

54% der Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) haben kein Akut-Nitrat bei sich, um im Notfall ihren Angina pectoris-Anfall schnell und zuverlässig zu kupieren. Und bei jedem fünften KHK-Patienten war das Nitro-Spray bereits abgelaufen. Diese Versorgungslücke zeigte jetzt eine Umfrage der Firma Pohl-Boskamp bei 147 Patienten mit koronarer Herzkrankheit, an der sich acht Arztpraxen beteiligt hatten.

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Nasse Wände, kranke Kinder: Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma bestätigt

Kinder, die unter feuchten Wohnbedingungen aufwachsen, haben ein vielfach erhöhtes Risiko, an Asthma, allergischem und nichtallergischem Schnupfen (Rhinitis) und atopischem Ekzem (Neurodermitis) zu erkranken.Das gilt sogar für Mädchen und Jungen, die - nach Angabe der Eltern - nur ihr erstes Lebensjahr in einer nassen Wohnung verbracht haben sowie für nichtallergische Kinder.

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Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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„Patientenatlas Schmerz“ - Aufklärung von Patienten als Basis für den Therapieerfolg

Ziel moderner Schmerztherapien ist es, die Qualität der Versorgung zum Nutzen der Patienten ständig zu verbessern. Ein wichtiger Eckpfeiler dabei ist vor allem die umfassende Aufklärung des Patienten über seine individuelle Schmerzerkrankung. Erst das Wissen darum macht letztlich eine gemeinsame systematische Planung der Behandlung möglich und bahnt damit den Therapieerfolg. Erstmals ist jetzt mit dem „Patientenatlas Schmerz“ eine umfassendes Kompendium erarbeitet worden, welches genau diesen Anforderungen gerecht wird: die Unterstützung der gemeinsamen Analyse der Schmerzsituation im Arzt-Patienten-Gespräch und die Erleichterung des Verständnisses der Patienten für ihre chronischen Beschwerden.

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Lokale Hyperthermie: Konzept und Anwendung bei Herpes-simplex-Infektionen und Insektenstichen

Die lokale Applikation von konzentrierter Wärme ist ein neuartiger, nicht-medikamentöser Therapieansatz bei Herpes-simplex-Infektionen und  Insektenstichen. Mit dem Mikrochip-gesteuerten System Herpotherm® wurden in aktuellen Studien wie auch im Praxisalltag eine rasche Symptomreduktion und eine Verkürzung des Krankheitsverlaufs bei Herpes labialis und Herpes genitalis erreicht.  Das einfach anzuwendende Gerät generiert konzentrierte Wärme in einem Temperaturbereich von 50 bis 53°C. Auch bei Insektenstichen hat sich das System (bite away®) bei der Symptomlinderung und der Prävention allergisch-toxischer Verläufe bewährt. Im Rahmen der 47. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) erläutert Dr. Gerrit Schlippe, Münster, das Wirkprinzip der lokalen Hyperthermie-Behandlung mit dem Herpotherm®/bite away® und präsentierte aktuelle Studiendaten zu der noch relativ neuen Behandlungsmethode.

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„Deutscher Anästhesiecongress 2013“: Human-Albumin neben Kristalloiden als einziges Kolloid zum Volumenersatz bei schwerer Sepsis oder septischem Schock empfohlen

Seit über 60 Jahren wird Human-Albumin im klinischen Alltag in verschiedenen intensivmedizinischen Bereichen eingesetzt - von der Volumensubstitution bei hypovolämischem Schock oder Sepsis bis hin zur Behandlung eines Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose. Der nach wie vor hohe therapeutische Stellenwert des natürlichen Proteins zeigt sich insbesondere bei der Wiederherstellung des Plasmavolumens bei schwerer Sepsis, wo Human-Albumin deutliche Vorteile gegenüber künstlichen Kolloiden aufweist. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse aktueller Studien und dem Update der Surviving Sepsis Campaign Guidelines diskutierten führende Experten auf einem von CSL Behring veranstalteten Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin den Stellenwert von Humanalbumin bei Sepsis oder septischem Schock.

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