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Medizin | Beiträge ab Seite 183

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Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern

Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge, Leber und bei Schwangerschaftswunsch in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist.

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ESGE-Leitlinie: Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt

Verschluckte Batterien und Magnete, aber auch spitze oder lange Objekte können den Magen-Darm-Trakt schädigen. Selbst wenn sie keine unmittelbaren Beschwerden verursachen, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch für große, feste Essensbrocken, die in der Speiseröhre stecken geblieben sind. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hin. Eine neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie (ESGE, European Society of Gastrointestinal Endoscopy) fasst jetzt zusammen, wie Fremdkörper schonend wieder aus dem Körper gelangen.

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Welcher COPD-Patient profitiert vom inhalativen Kortikosteroid?

Für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mindestens zweimal im Jahr exazerbieren, ist nach GOLD zusätzlich zur bronchodilatatorischen Basistherapie eine antientzündliche Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) indiziert (1). Um sowohl die großen als auch die kleinen Atemwege therapeutisch zu erreichen, sollte ein ICS in extrafeiner Formulierung erwogen werden.
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Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) fördert die Wundheilung

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) ist eine spezielle Form der Wärmestrahlung mit hohem Eindringvermögen in das Gewebe und geringer thermischer Belastung der Hautoberfläche, siehe Abbildung. wIRA fördert die Heilung akuter und chronischer Wunden sowohl über thermische (auf Wärmeenergieübertragung bezogene) und temperaturabhängige als auch über nicht-thermische und temperaturunabhängige zelluläre Effekte. wIRA entspricht dem Großteil der die Erdoberfläche in gemäßigten Klimazonen durch Wasser und Wasserdampf der Atmosphäre gefiltert erreichenden Sonnenwärmestrahlung.

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Glutathion ist ein Schutzschild gegen Schwermetall Uran

Mikroorganismen können das Schwermetall Uran besser vertragen, wenn Glutathion vorliegt, ein aus drei Aminosäuren aufgebautes Molekül. Das haben Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Universität Bern jetzt nachgewiesen, indem sie den Wärmehaushalt von Zellen genau unter die Lupe nahmen. Dabei fanden sie heraus, dass Glutathion als effizientes Entgiftungsmittel wirkt. Die Untersuchungen liefern wichtige Erkenntnisse für die biologische Sanierung von Abraumhalden und anderen belasteten Gebieten mithilfe von Bakterien oder Pflanzen.

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Adipositas: Ursachen des Übergewichts abklären lassen

Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, ist ein weltweites Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland ist ein Viertel der Bevölkerung krankhaft übergewichtig. Mit der chronischen Erkrankung gehen verschiedene gesundheitliche Risiken wie Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Krebs einher. Mediziner forschen intensiv an den Ursachen der Fettleibigkeit und betonen, dass gesundes Gewicht keine reine Ernährungsfrage ist. Welche Rolle die Gene und Hormone spielen, was Lebensstil und soziokulturelles Umfeld bewirken und welche Forderungen an die Politik zu richten sind, diskutieren Hormon- und Stoffwechselexperten auf der DACH-Tagung in München.

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Undichte Mitralklappe: Cardioband schonendere Alternative zum herkömmlichen Verfahren

Kardiologen und Herzchirurgen des Mitteldeutschen Herzzentrums am Universitätsklinikum Halle (Saale) haben ein neuartiges Verfahren eingesetzt, um undichte Mitralklappen wieder schlussfähig zu machen. Für bestimmte Patienten mit einer undichten Mitralklappe ist selbst eine minimal-invasive  Operation unter Einsatz der Herzlungenmaschine sehr risikoreich. Jetzt gibt es aber für Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion und Begleiterkrankungen eine schonendere Alternative zu der bisher üblichen Operation.

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Multiple Sklerose: Mitoxantron könnte das Risiko für Darmkrebs erhöhen

Das bei aggressiven Formen der Multiplen Sklerose (MS) verabreichte Medikament Mitoxantron könnte mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen, so die Ergebnisse einer Studie von Forschern des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), die in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde. In der Studie wurden unter der Leitung des Würzburger Mediziners und MS-Experten PD Dr. Mathias Buttmann retrospektiv 676 MS Patienten untersucht, die Mitoxantron zur Behandlung ihrer MS Erkrankung zwischen 1994 und 2007 verabreicht bekamen. Mitoxantron unterdrückt das Immunsystem und wurde zunächst als chemotherapeutisches Präparat für bestimmte Krebsformen entwickelt.

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PSC: Möglichkeit der Früherkennung eines Gallengangskarzinoms durch Autoantikörpernachweis

Ein Gallengangskarzinom könnte frühzeitig mit dem Nachweis bestimmter Autoantikörper der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert werden. Den engen Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Antikörper und der mit dem Tumor verbundenen Gallengangsentzündung (primäre sklerosierende Cholangitis, PSC) konnte jetzt erstmals Dr. Sebastian Jendrek aus der Medizinischen Klinik I der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, nachweisen.

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Lungenhochdruck: Bewegungstraining kräftigt geschwächtes Herz

Bei Lungenhochdruck ist der Blutdruck in der Lunge stark erhöht: Das Herz muss Schwerstarbeit leisten, um Blut in die Lunge zu pumpen, und ermüdet mit der Zeit. Ein speziell für Patienten mit Lungenhochdruck entwickeltes Training kann dem ein Stück weit entgegen wirken und die medikamentöse Therapie sinnvoll unterstützen, wie nun eine Studie der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg unter Leitung von Prof. Ekkehard Grünig gezeigt hat. Nach 15 Wochen Training verbesserte sich bei den Patienten die maximale Sauerstoffaufnahme unter Belastung, ein Zeichen dafür, dass die Körpermuskulatur effektiver arbeitet.

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Sertürner Preis 2015 für Studie zu schlafbezogenen Atemstörungen vor und nach Opioidentzug

Der Sertürner Preis wurde in diesem Jahr an Dr. med. Dr. phil. Andreas Schwarzer vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bochum, vergeben. Schwarzer erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine prospektive kontrollierte Studie zu schlafbezogenen Atemstörungen (Sleep-disordered breathing, SDB) vor und nach dem Opioidentzug. Ziel der Studie war es festzustellen, ob bei älteren Patienten unter einer Opioidmedikation das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erhöht ist.

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Hox alpha halbiert den Arthrose-Schmerz

Durch ein neues Extraktionsverfahren ist es der Firma Strathmann gelungen, verstärkt lipophile Inhaltsstoffe aus Brennnesselblättern zu gewinnen: Oxylipine, Linolsäure und Linolensäure (in Hox alpha®), die gezielt den Entzündungsprozess und die weitere Knorpeldestruktion bei Arthrose aufhalten.  Eine klinische Untersuchung an fast 800 Arthrose-Patienten zeigte: Hox alpha® lindert Gelenkschmerzen bei Arthrose um 55% Und mit dieser Pflanzenkraft konnten fast 42% der Patienten völlig auf Schmerzmittel (sog. Nichtsteroidale Antirheumatika) verzichten. Auf dem Pressegespräch „Neue Impulse für die Arthrose-Behandlung“ am 15. September in Hamburg erläuterte Dr. Bert Behnke, Leiter Business Development der Strathmann GmbH & Co. KG, das therapeutische Potential des innovativen Phytopharmakons.

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Hörsturz: Ruhe bewahren

Plötzlich macht ein Ohr dicht, als hätte jemand am Lautstärkeknopf gedreht: "Die meist einseitig auftretende Hörminderung ist typisch für einen Hörsturz", sagt Prof. Gerhard Hesse, Chefarzt des Ohr- und Hörinstituts im hessischen Bad Arolsen und Sprecher des Fachlichen Beirats der Deutschen Tinnitus-Liga. Die Schwerhörigkeit kommt aus dem Nichts, ohne Vorwarnung, "oft morgens direkt nach dem Aufstehen, oft auch in belastenden, stressigen Situationen". Warum das so ist und was genau im Ohr passiert, hat die Wissenschaft bisher nicht herausfinden können. Ob Stress tatsächlich eine Rolle spielt, ist ebenfalls nach wie vor unklar. Ein Hörsturz galt früher als Notfall, mit dem man so schnell wie möglich zum Arzt sollte. Solche Hektik, die schnell in Panik umschlägt, ist laut den aktuellen Empfehlungen nicht notwendig und eher kontraproduktiv - es sei denn, das Ohr ist komplett taub, sagt Hesse.

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Regelmäßige Bewegung kann COPD-Patienten vor der Abwärtsspirale bewahren

Zwischen drei und fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an COPD - einer fortschreitenden chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, die zu rund 90 Prozent durch langjähriges Rauchen verursacht wird. Typische Symptome sind Husten mit zähem Schleim (Auswurf) und zunehmende Atemnot aufgrund einer chronischen Entzündung und Verengung der Atemwege mit allmählichem Abbau der Lungenbläschen. Infolge der daraus resultierenden Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) verliert das Atmungsorgan zunehmend seine Funktion.

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Neuropathie: Wirkstoff Parthenolide aus Mutterkraut zur Nervenregeneration?

Ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer, Universitätsklinikum Düsseldorf, identifiziert einen Inhaltsstoff aus der Heilpflanze Mutterkraut, mit dem das Nachwachsen von geschädigten Nervenfasern bei Mäusen erheblich beschleunigt und verbessert werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden in Journal of Neuroscience veröffentlicht und könnten von großer klinischer Bedeutung sein. Fast 8% der über 55-Jährigen in den Industrieländern sind von peripheren Neuropathien, das heißt Schädigung der Nerven vor allem in Beinen und Armen betroffen.

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