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Medizin | Beiträge ab Seite 185

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GRIN2A-Mutation verantwortlich für häufige Epilepsie im Kindesalter

Einem Verbund aus zwei Forschungsnetzwerken, EuroEPINOMICS und IonNeurONet, ist es gelungen, das erste Krankheitsgen für idiopathische fokale Epilepsien zu identifizieren. Es handelt sich dabei um das Gen GRIN2A. Veränderungen des Gens führen zu Störungen der Funktion eines wichtigen Ionenkanals im Gehirn, der die elektrische Erregbarkeit von Nervenzellen beeinflusst. Dies kann vermehrte elektrische Entladungen im Gehirn und damit das Auftreten epileptischer Anfälle erklären. Die Studie erschien im internationalen Fachjournal Nature Genetics.

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 5 Min|

Rheumatoide Arthritis: Biologika in der Zweitlinientherapie haben Nutzen/ Langzeitdaten und belastbare Direktvergleiche fehlen

Neun biotechnologisch hergestellte Arzneimittel für die Behandlung von Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis, bei denen eine medikamentöse Vorbehandlung versagt hat, wurden vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. Demnach gibt es für jeden der Wirkstoffe einen Beleg, einen Hinweis oder zumindest einen Anhaltspunkt für einen Nutzen in Bezug auf mindestens ein Zielkriterium. Zu diesem Ergebnis kommt der am 26. August 2013 veröffentlichte Abschlussbericht des IQWiG.

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 3 Min|

Forschung: Lymphknoten mit Ortsgedächtnis

Im menschlichen Immunsystem haben die regulatorischen T-Zellen (kurz „Tregs“) eine wichtige Aufgabe: Sie steuern die übrigen Immunzellen und vermitteln ihnen gewissermaßen eine „tolerante Haltung“ gegenüber körpereigenen Zellen und ungefährlichen Fremdkörpern. Wie Tregs überhaupt zu Tregs werden, war bislang nicht genau bekannt. Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gelungen, dies besser zu verstehen: Die Herkunft ist entscheidend - in einigen Lymphknoten entstehen mehr Tregs als in anderen.

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Arsen - möglicher Beifang im Heringsfilet

Durch Vulkanausbrüche, die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, aber auch durch das Grundwasser gelangt Arsen in die Umwelt und damit auch in die Nahrungskette. Doch wie groß ist die Gefährdung durch Arsen in Lebensmitteln wirklich? Werden die arsenhaltigen Verbindungen im menschlichen Körper aufgenommen und womöglich in giftigere Formen umgewandelt? Bisher wissen wir darüber sehr wenig. Um diesen Fragen nachzugehen, haben Chemiker der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig Heringsfilet auf den Arsengehalt und auf verschiedene Arsenverbindungen untersucht.

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Umfrage: Jedem 2. KHK-Patienten fehlt das Nitro-Spray beim Angina pectoris-Anfall

54% der Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) haben kein Akut-Nitrat bei sich, um im Notfall ihren Angina pectoris-Anfall schnell und zuverlässig zu kupieren. Und bei jedem fünften KHK-Patienten war das Nitro-Spray bereits abgelaufen. Diese Versorgungslücke zeigte jetzt eine Umfrage der Firma Pohl-Boskamp bei 147 Patienten mit koronarer Herzkrankheit, an der sich acht Arztpraxen beteiligt hatten.

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 3 Min|

Nasse Wände, kranke Kinder: Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma bestätigt

Kinder, die unter feuchten Wohnbedingungen aufwachsen, haben ein vielfach erhöhtes Risiko, an Asthma, allergischem und nichtallergischem Schnupfen (Rhinitis) und atopischem Ekzem (Neurodermitis) zu erkranken.Das gilt sogar für Mädchen und Jungen, die - nach Angabe der Eltern - nur ihr erstes Lebensjahr in einer nassen Wohnung verbracht haben sowie für nichtallergische Kinder.

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 2 Min|

Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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 2 Min|

Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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„Patientenatlas Schmerz“ - Aufklärung von Patienten als Basis für den Therapieerfolg

Ziel moderner Schmerztherapien ist es, die Qualität der Versorgung zum Nutzen der Patienten ständig zu verbessern. Ein wichtiger Eckpfeiler dabei ist vor allem die umfassende Aufklärung des Patienten über seine individuelle Schmerzerkrankung. Erst das Wissen darum macht letztlich eine gemeinsame systematische Planung der Behandlung möglich und bahnt damit den Therapieerfolg. Erstmals ist jetzt mit dem „Patientenatlas Schmerz“ eine umfassendes Kompendium erarbeitet worden, welches genau diesen Anforderungen gerecht wird: die Unterstützung der gemeinsamen Analyse der Schmerzsituation im Arzt-Patienten-Gespräch und die Erleichterung des Verständnisses der Patienten für ihre chronischen Beschwerden.

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Lokale Hyperthermie: Konzept und Anwendung bei Herpes-simplex-Infektionen und Insektenstichen

Die lokale Applikation von konzentrierter Wärme ist ein neuartiger, nicht-medikamentöser Therapieansatz bei Herpes-simplex-Infektionen und  Insektenstichen. Mit dem Mikrochip-gesteuerten System Herpotherm® wurden in aktuellen Studien wie auch im Praxisalltag eine rasche Symptomreduktion und eine Verkürzung des Krankheitsverlaufs bei Herpes labialis und Herpes genitalis erreicht.  Das einfach anzuwendende Gerät generiert konzentrierte Wärme in einem Temperaturbereich von 50 bis 53°C. Auch bei Insektenstichen hat sich das System (bite away®) bei der Symptomlinderung und der Prävention allergisch-toxischer Verläufe bewährt. Im Rahmen der 47. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) erläutert Dr. Gerrit Schlippe, Münster, das Wirkprinzip der lokalen Hyperthermie-Behandlung mit dem Herpotherm®/bite away® und präsentierte aktuelle Studiendaten zu der noch relativ neuen Behandlungsmethode.

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 5 Min|

„Deutscher Anästhesiecongress 2013“: Human-Albumin neben Kristalloiden als einziges Kolloid zum Volumenersatz bei schwerer Sepsis oder septischem Schock empfohlen

Seit über 60 Jahren wird Human-Albumin im klinischen Alltag in verschiedenen intensivmedizinischen Bereichen eingesetzt - von der Volumensubstitution bei hypovolämischem Schock oder Sepsis bis hin zur Behandlung eines Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose. Der nach wie vor hohe therapeutische Stellenwert des natürlichen Proteins zeigt sich insbesondere bei der Wiederherstellung des Plasmavolumens bei schwerer Sepsis, wo Human-Albumin deutliche Vorteile gegenüber künstlichen Kolloiden aufweist. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse aktueller Studien und dem Update der Surviving Sepsis Campaign Guidelines diskutierten führende Experten auf einem von CSL Behring veranstalteten Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin den Stellenwert von Humanalbumin bei Sepsis oder septischem Schock.

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 2 Min|

Progesteron kann Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit Long-QT-Syndrom vorbeugen

Erstmals konnte eine Forschergruppe um Privatdozentin Dr. Katja Odening der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums Freiburg - Bad Krozingen gemeinsam mit Wissenschaftlern der Brown University (Providence, USA) und der Penn State University (Hershey, USA) zeigen, dass das Hormon Progesteron bei Menschen mit Long-QT Syndrom Herzrhythmusstörungen vorbeugen und damit einen plötzlichen Herztod verhindern kann.

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Rheumatoide Arthritis: Körpereigene Abwehrzellen wirken direkt auf Osteoklasten ein

Gelenkerkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis gehören zu den Autoimmunerkrankungen, von denen ein stetig wachsender Teil der Bevölkerung betroffen ist. Sie bringen schmerzhafte Entzündungen mit sich und führen im schlimmsten Fall zur Zerstörung der Gelenke. Forscher um Prof. Dr. Falk Nimmerjahn vom Lehrstuhl für Genetik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Georg Schett vom Uniklinikum der FAU und Prof. Dr. Jan Tuckermann von der Universität Ulm nun erstmals zeigen, dass bei Rheumatoider Arthritis körpereigene Abwehrzellen direkt auf jene Zellen einwirken, die für den Knochenabbau verantwortlich sind.
 

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Mangelernährung bei Kindern mit Zerebralparese

Die Zerebralparese (ZP) ist eine der häufigsten schweren körperlichen Behinderungen bei Kindern (1). Zu den charakteristischen Symptomen dieser neuronalen Erkrankung zählen Lähmungen der Extremitäten und Wachstumsstörungen. Ebenso manifest, aber in der Praxis selten erkannt, ist die Malnutrition von Kindern mit ZP: In Deutschland sind etwa 40% der pädiatrischen Patienten mit mentaler Retardierung mangelernährt (2). Entsprechend hoch ist das Risiko einer nutritiv bedingten Morbidität und Mortalität. Bei Kindern und Jugendlichen mit ZP kann die Nährstoffaufnahme häufig nicht ausreichend über eine orale Zufuhr gedeckt werden, was eine perkutane endoskopische Gastrostomie - die Ernährung mittels Magensonde - indiziert.

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Angioödeme und rezidivierende HNO-Erkrankungen: Nur wer die Ursache kennt, kann richtig therapieren

Bei Angioödemen im Kopf-Hals-Bereich sowie rezidivierenden Atemwegserkrankungen und Otitiden sollten HNO-Ärzte auch an seltene genetische Erkrankungen wie zum Beispiel das hereditäre Angioödem (HAE) oder Morbus Hunter denken. Dieses Wissen kann entscheidend für die Therapie sein, wie bei einem Symposium der Shire Deutschland GmbH im Rahmen der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde festgestellt wurde. Bei akuten Angioödemen ist der Mediator ausschlaggebend: Denn die häufig angewandte antiallergische Standardtherapie ist bei Bradykinin-vermittelten Angioödemen wie zum Beispiel dem hereditären Angioödem (HAE) in der Regel unwirksam. Schwellungen bei HAE können mit dem Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonisten Icatibant (Firazyr®) rasch zum Abklingen gebracht werden.

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Gutartige Tumoren der Ohrspeicheldrüse werden oft zu radikal operiert

Rund 80% der Tumoren an der Ohrspeicheldrüse sind gutartig. Doch auch diese Geschwulste sollten entfernt werden, da sie zu bösartigen Tumoren mutieren und Schäden an umliegenden Blutgefäßen oder Nerven anrichten können. Eine komplette Entfernung der Speicheldrüse, wie sie derzeit noch häufig angewandt wird, birgt jedoch besonders hohe Risiken, etwa für eine Gesichtslähmung. Mithilfe einer schonenden Operationstechnik ist es möglich, die Komplikationsrate zu senken und die Tumorzellen dennoch vollständig zu entfernen. Auf der morgigen Pressekonferenz in Nürnberg, stellen Experten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde diese Methode vor und plädieren für ihren vermehrten Einsatz in ihrem Fachgebiet.

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Aktionsbündnis Patientensicherheit: Falsche Einnahme des Rheumamittels Methotrexat führt zu schweren Nebenwirkungen

In Deutschland leiden mehr als 440 000 Menschen an entzündlichem Gelenkrheuma, der sogenannten rheumatoiden Arthritis (RA). Das bei RA verordnete Medikament Methotrexat dürfen Patienten jedoch nur einmal pro Woche einnehmen. Das betont das Aktionsbündnis für Patientensicherheit (APS) im Vorfeld seiner Jahrestagung, die am 18. und 19. April 2013 in Berlin stattfindet. Nehmen Patienten das Arzneimittel versehentlich häufiger, kann es zu schweren Nebenwirkungen wie Atembeschwerden, Übelkeit und Erbrechen oder sogar Knochenmarksschädigungen kommen.

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Grippe und Bakterien: Neue Heilungschancen der potentiell tödlichen Kombination

Neue Erkenntnisse von WissenschafterInnen der Max F. Perutz Laboratories (MFPL) der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zeigen, wie sehr Bakterien die Lunge von Grippepatienten schädigen. Grippe und Bakterien, das ist ein Angriff auf unseren Körper, der auch tödlich sein kann. Die aktuellen Forschungen könnten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von grippebedingten bakteriellen Infektionen leisten. Ziel ist es, Patienten besser behandeln und vor einer permanenten Schädigung der Lunge schützen zu können. Aktuell erscheint dazu eine Studie im renommierten Fachjournal „Science“.

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