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Medizin | Beiträge ab Seite 182

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Lebensmittelkeim gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Ein Darmkeim, der eigentlich Lebensmittelvergiftungen auslöst, könnte zukünftig in der Krebstherapie eingesetzt werden: Das Bakterium Clostridium perfringens sondert einen Giftstoff ab, die Hülle von Tumorzellen durchlöchert und diese so zerstört. Berliner Wissenschaftler untersuchen derzeit die Wirksamkeit des Bakteriengiftes gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 240.000 Euro.

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Forscher finden Wirkstoff gegen den Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa

Kein Zugang für Bakterien: Wissenschaftlern der Universität Freiburg ist es gelungen, dem Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa mit einem Zuckerwirkstoff den Eintritt in Wirtszellen zu verwehren. Dr. Thorsten Eierhoff und Juniorprofessor Dr. Winfried Römer vom Institut für Biologie II, Mitglieder des Exzellenzclusters BIOSS Centre for Biological Signalling Studies der Universität Freiburg, haben in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Nicolas Winssinger von der Universität Genf/Schweiz und Dr. Anne Imberty von der Universität Grenoble/Frankreich einen Zuckerkomplex identifiziert, der das Bakterienprotein LecA bindet. Dieses Protein ermöglicht es dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa, in menschliche Lungenzellen einzudringen. Die Forscherinnen und Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie".

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Plaque-Marker sPLA2-IIA: Risikopatienten für Schlaganfall und Herzinfarkt identifizieren und überwachen

Die sezernierte Phospholipase A2-IIA (sPLA2-IIA) ist ursächlich an der Entstehung von Atherosklerose-Plaques beteiligt. Erhöhte Werte zeigen unabhängig von anderen Risikofaktoren ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an. Mit der schnellen patienten­nahen Messung der sPLA2-IIA lassen sich Risikopatienten identifizieren und überwachen sowie die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen prüfen.

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Packungsgrößenumstellung bei Palexia retard: 4 Tabletten mehr in N1 und N2

Palexia® retard kann von Anfang an eine wirksame und verträgliche Therapieoption zur Behandlung starker chronischer Schmerzen sein. Seit Anfang Juni bietet Grünenthal bei allen Wirkstärken von Palexia® retard die Packungsgrößen 24 (N1) und 54 (N2) statt vorher 20 und 50 aus. Das bedeutet für den Patienten: mehr Tabletten bei gleicher Zuzahlung. Die Aktualisierung der Arzneimitteldatenbanken in den Arztinformationssystemen erfolgt ab dem 1.7.2014. In der Übergangsphase sind alle Packungsgrößen verfügbar.

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ATS 2014 - COPD: Erste Phase-III-Daten zeigen zusätzlichen Effekt der Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol auf die Lungenfunktion gegenüber Tiotropium

Boehringer Ingelheim hat die ersten Phase-III-Daten zur einmal täglich zu inhalierenden Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol bekannt gegeben. VIVACITO™ ist eine 6-wöchige Phase-III-Studie im cross-over Design, die die Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol (T+O FDK) mit den Monotherapien Tiotropium oder Olodaterol sowie Placebo verglichen hat. In der Studie zeigte sich, dass mit der T+O FDK bei COPD-Patienten die Lungenfunktion (FEV1-Wert) auf ein Niveau verbessert werden kann, das signifikant über den Werten einer Tiotropium- bzw. Olodaterol-Monotherapie oder Placebo liegt. Die Studie bei Patienten mit einer mittelschweren bis schweren chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) wurde auf der Jahrestagung der American Thoracic Society (ATS) 2014 in San Diego erstmals vorgestellt. Weitere Daten aus dem Phase-III-Studienprogramm TOviTO™ zu der T+O FDK werden im Laufe des Jahres erwartet. Diese könnten die Datenlage zur Wirksamkeit und Sicherheit der Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol weiter untermauern und zeigen, wie die Patienten in ihrem täglichen Leben von der Verbesserung der Lungenfunktion profitieren können.

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Asthma- und COPD: Patienten haben wieder Zugang zu innovativem Inhalator

Hexal kann jetzt Patienten in Deutschland eine Atemwegstherapie mit  einem neuen innovativen und wirtschaftlichen Inhalator ermöglichen.  GlaxoSmithKline hat seine einstweilige Verfügung (EV) vor dem  Oberlandesgericht Köln zurückgezogen, die Vermarktung, Vertrieb und Auslieferung des neuen Hexal-Atemwegspräparats Airflusal® Forspiro® zeitweilig verhindert hat. Die von GlaxoSmithKline erwirkte EV bezog sich im Wesentlichen auf die lila Farbe des Inhalators.

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Benignes Prostatasyndrom (BPS): Tadalafil 5 mg täglich bei BPS ab jetzt erstattungsfähig

In der Therapie des benignen Prostatasyndroms (BPS) hat sich etwas Wichtiges getan: Ab sofort ist für Patienten mit BPS die Konstanztherapie mit Tadalafil (Cialis® 5 mg täglich) durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattungsfähig (1). Laut Dr. Richard Berges, Facharzt für Urologie aus Köln, stellt diese Entscheidung eine deutliche Verbesserung der Behandlungssituation für Patienten mit BPS dar: „Ich freue mich sehr über die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie. Aus meiner Sicht war diese Änderung lange überfällig.“

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Illegale und gefälschte Arzneien: Warnung vor dem Wunderpulver

Ein bräunliches Pulver, abgepackt zu Tagesdosen in kleinen Faltbriefchen und natürlich ohne Beipackzettel: Mit diesem angeblich rein pflanzlichen Wundermittel hatte sich vor kurzem eine Frau an Professorin Ulrike Holzgrabe, Inhaberin des Lehrstuhls für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Universität Würzburg, gewandt. Sie sei Rheumapatientin und beziehe regelmäßig ihre Arznei von einem vietnamesischen Heiler aus der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt; manchmal fahre sie sogar persönlich nach Vietnam, um diese für ein paar Dollar dort zu kaufen, erzählte die Frau der Chemikerin. Die weite Reise sei ihr das Arzneimittel wert, da es ihr, im Gegensatz zu den Mitteln, die ihr der deutsche Arzt verschrieben hat, sehr gut helfe. Allerdings sei sie jetzt doch daran interessiert, die genauen Bestandteile dieser Substanz kennen zu lernen.

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Bei therapierefraktärem Asthma und COPD an primären Immundefekt denken

Therapieresistenz bei respiratorischen Erkrankungen wie Asthma oder COPD und eine ungewöhnliche Infektanfälligkeit: Dass sich hinter diesem Bild ein primärer, also angeborener, Immundefekt verbergen könnte, wird bisher nur selten bedacht. Die Folge ist oft eine späte Diagnose und möglicherweise bereits irreversible Organschäden durch rezidivierende Infektionen. Experten halten deswegen eine Sensibilisierung von Primärbehandlern für notwendig. Bei den häufigsten primären Immundefekten, den Antikörpermangelerkrankungen, steht mit der Substitutionstherapie mit Immunglobulinen eine effektive Behandlung zur Verfügung. Auf die Möglichkeiten bei Diagnostik und Therapie wiesen führende Experten auf einem von CSL Behring unterstütztem Symposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Helmut Teschler, Essen, und Professor Dr. Rainer Wiewrodt, Münster, im Rahmen des Kongresses der DGP in Bremen hin.

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Ophthalmologie: Keratokonus ist mit augenärztlichem Sachverstand in den Griff zu bekommen

Doppelt sehen mit einem Auge - geht das überhaupt? Bei einer relativ seltenen Hornhauterkrankung ist das tatsächlich ein mögliches Symptom, erklärt Prof. Dr. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Die Rede ist vom Keratokonus, einer krankhaften Vorwölbung und Ausdünnung der Hornhaut. Etwa 40.000 Menschen in Deutschland sind davon betroffen.“

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Stress-MRT sagt Herzinfarktrisiko verlässlich voraus

Mittels Stress-Magnetresonanztomografie kann das Risiko eines Herzinfarktes verlässlich vorausgesagt werden. Dabei genügt der Nachweis einer mit speziellen Medikamenten (Dobutamin) hervorgerufenen Durchblutungsstörung (Ischämie) in nur einem diese Störungen verursachenden Herzmuskel-Segment, um Patienten mit erhöhtem Risiko eines zukünftigen Herzinfarkts, kardiologischen Eingriffs oder Todes zu erkennen. Das berichteten die Studienautoren PD Dr. Sebastian Kelle (Deutsches Herzzentrum Berlin) und Dr. Sorin Giusca (Universitätsklinikum Heidelberg) auf der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.

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Lebensbedrohliche Lungenentzündung - Millionenförderung für Ursachenforschung

Ein beträchtlicher Teil der eigentlich gut behandelbaren Lungenentzündung nimmt einen schweren, lebensbedrohlichen Verlauf. Noch immer sterben viele Patienten daran und die Ursachen sind nur zum Teil bekannt. Ein von Wissenschaftlern der Universität Leipzig geleiteter Forschungsverbund erhält jetzt 3,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Untersuchung der unterschiedlich schweren Verlaufsformen. Knapp 1,2 Millionen Euro davon gehen nach Leipzig an das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE).

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Neue Substanzklasse für Pulmonale Hypertonie: Riociguat greift verstärkend in den NO-sGC-cCMP-Signalweg ein

„Zur Behandlung der Pulmonalen Hypertonie gibt es mittlerweile mehrere Therapiemöglichkeiten, unter denen sich beispielsweise die 6-Minuten-Gehstrecke verbessert, aber von einer normalen Belastbarkeit und Lebenserwartung sind die Patienten immer noch weit entfernt“, sagte Prof. Marius Hoeper, Hannover. Die Letalität ist immer noch sehr hoch, Ursache ist meist Rechtsherzversagen. Nun wurde mit dem sGC-Stimulator Riociguat (Adempas®) ein Vertreter einer neuen Substanzklasse zugelassen für Patienten der WHO-Funktionsklassen II-III mit inoperabler bzw. rezidivierender CTEPH* nach pulmonaler Endarteriektomie sowie mit PAH*. Damit eröffnet sich eine Reihe neuer Möglichkeiten im Hinblick auf Kombinationstherapien, die den Patienten ein um Jahre längeres Leben bei guter Lebensqualität ermöglichen können, so Hoeper.

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Brustkrebsfrüherkennung: Frauenärzte raten zu Ultraschall

Mit jährlich rund 70.000 neuen Fällen ist Brustkrebs weiter mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zur Früherkennung wurde in Deutschland flächendeckend ein Mammographie-Screening etabliert, zu dem seit 2009 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in zweijährigem Turnus eingeladen werden. Aber auch Frauen, die regelmäßig daran teilnehmen, können zwischen diesen Terminen an einem Brusttumor erkranken. "Diese sogenannten Intervalltumore sind im Röntgenbild anders als etwa beim Ultraschall häufig nicht zu erkennen. Dies gilt besonders für Frauen mit hoher Brustdichte", sagt der Gynäkologe Dr. Wolf Dieter Fiessler aus dem Vorstand der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn.

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Etoricoxib bei Gelenkschmerzen/ Gastrointestinale Beschwerden reduzieren

Bei der Behandlung von Arthroseschmerzen stehen traditionelle und selektive NSAR an erster Stelle. Doch die Therapie kann eine Gratwanderung sein. Auf der einen Seite sollen Schmerzen, Entzündung und Beweglichkeit verbessert werden. Dem stehen mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen gegenüber - die können von Sodbrennen und Magenschmerzen bis hin zum Ulcus, zur Blutung, Perforation und Magenausgangsstenose reichen. Ziel ist es, den Patienten so einzustellen, dass er mit möglichst wenigen Nebenwirkungen ein Maximum an Lebensqualität erreicht. Der COX-2-Hemmer EXINEF® mit dem Wirkstoff Etoricoxib zeichnet sich durch ein gutes gastrointestinales Sicherheitsprofil aus.

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