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Medizin | Beiträge ab Seite 82

Psoriasis
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Psoriasis: Neuer oraler Ansatz zur systemischen Therapie

Die Psoriasis imponiert nicht nur als entzündliche Erkrankung der Haut, sondern auch durch die Beteiligung einer Vielzahl weiterer Organe und Kompartimente des ganzen Körpers. So kommt die komplexe, chronisch systemische Inflammation insbesondere auch darin zum Ausdruck, dass drei Viertel aller Psoriasis-Patient:innen über mindestens eine weitere komorbide Ausprägung ihres Krankheitsbildes klagen. Dennoch geben 2 von 5 Patient:innen zu Protokoll, dass ihnen bislang systemische Behandlungen nicht angeboten wurden. Sie erhielten stattdessen allenfalls nur topische Anwendungen. Mit der Verfügbarkeit eines neuen Therapieansatzes könnte sich dieser Missstand jetzt aber grundlegend ändern. Denn die Inhibition der Tyrosinkinase 2 (TYK2) mittels Deucravacitinib ist dank ihrer oralen Applikationsform niederschwellig einsetzbar und kommt vielen Bedenken ängstlicher Patient:innen gegenüber einem Einsatz von Biologika entgegen.
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Medizin
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Grippe-Impfung: Darauf sollten Herzpatient:innen achten

Für Patient:innen mit Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenerkrankungen oder Herzinsuffizienz ist es besonders wichtig, das Herz vor einer zusätzlichen Schädigung durch eine Influenza zu schützen. Zum einen ist ihr Risiko, schwer an der Grippe zu erkranken oder eine Folgeinfektion zu erleiden, deutlich erhöht. Und eine Influenza wirkt sich bei etwa jedem zehnten Erkrankten zusätzlich auch auf das Herz aus, z.B. in Form einer Myokarditis. „Auch ein Entgleisen der Herzschwäche bis hin zur Krankenhauseinweisung kann durch einen schweren Krankheitsverlauf einer Grippevirus- oder Pneumokokkeninfektion verursacht sein. Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten sich gegen das Influenzavirus und gegen Pneumokokken, die Haupterreger einer Lungenentzündung, impfen lassen“, betont der Kardiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Eine Pneumokokken-Impfung wird auch Menschen ab 60 Jahren oder Jüngeren mit einem besonderen Gesundheitsrisiko wie eine chronische Lungenerkrankung empfohlen.
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DiGA Oviva Direkt für Adipositas wird zukünftig vergütet

Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) Oviva Direkt für Adipositas wird zukünftig mit 220,90 EUR (inkl. MwSt.) je 90 Tage Verordnungsdauer vergütet. Der neu verhandelte Vergütungsbetrag der App-begleiteten Therapie pro gesetzlich versicherter Person ist Resultat eines konstruktiven Dialogs zwischen Oviva und dem GKV-Spitzenverband. Die festgelegte Vergütung reflektiert dabei den Wert der fast 10-jährigen Erfahrung des Unternehmens sowie die klinisch bewiesene Wirksamkeit des digitalen Therapieprogramms. Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Mission des Unternehmens, betroffenen Menschen langfristig ein evidenzbasiertes Therapieangebot bereitzustellen. Der verhandelte Preis liegt auch im Bereich der Preise anderer DiGA, zum Vergleich: Der aktuelle Durchschnittspreis aller dauerhaft zugelassenen DiGAs liegt aktuell bei 223 EUR (inkl. MwSt.).
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LASH + Dexpanthenol beschleunigen Wundheilung

Beim Laser-assisted skin healing (LASH) wird unmittelbar nach einem dermatochirurgischen Eingriff der Wundheilungsprozess durch eine Laserbehandlung modifiziert. Durchgeführt wird die LASH zum Beispiel mit einem nicht ablativen Er(Erbium):Glass- oder einem Diodenlaser mit dem Ziel, hypertrophen bzw. stark geröteten Narben vorzubeugen (1, 2). Für ein besseres Verständnis der biologischen Effekte von Lasersystemen bei Operationswunden und einer optimierten Anwendung führte die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens Malte Baron, Aachen, Untersuchungen an humanäquivalenten 3D-Hautmodellen durch. Die Ergebnisse wurden am 19. Oktober 2023 im renommierten Journal Lasers in Surgery and Medicine publiziert (1).
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Diabetes: Richtige Ernährung kann Risiko um 24% senken

Mindestens 75% der Typ-2-Diabetes-Fälle könnten durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden. Pflanzenbasierter Ernährung kommt dabei nachweislich eine zentrale Bedeutung zu. Mit Vorbehalt – wie im Rahmen einer Studie unter Leitung von Tilman Kühn vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien erwiesen wurde: Eine überwiegend pflanzliche Ernährungsweise entfaltet ihre schützenden Effekte nur dann, wenn nicht nur der Verzehr tierischer, sondern auch industriell verarbeiteter und stark zuckerhaltiger Lebensmittel reduziert wird. Als Hintergründe für die positiven Wirkungen gesunder pflanzlicher Kost identifizierten die Wissenschafter:innen neben der damit verbundenen geringeren Wahrscheinlichkeit für Übergewicht erstmals auch die Verbesserungen des Stoffwechsels und der Funktion von Leber und Niere.
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Hohe stationäre Krankheitslast bei Säuglingen durch RSV

Eine aktuelle Studie verdeutlicht die stationäre Krankheitslast, die das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren in Deutschland verursacht. Die Daten einer nationalen Vollerhebung aller Krankenhäuser stammen vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) aus den Jahren 2019 bis 2022 und sind öffentlich zugänglich. Die retrospektive Analyse wurde von Sanofi und Mediziner:innen der Universitäten Oldenburg und Hannover durchgeführt und in dem Fachjournal „Influenza and Other Respiratory Viruses“ veröffentlicht (1).
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Highlights vom 06. Nürnberger Wundkongress: Kaltplasma-Therapie, Smart Dressings, Placebo-Effekt

Unter dem Leitgedanken „Die Wunde im Fokus – der Mensch im Mittelpunkt“ setzte in diesem Jahr der 06. Nürnberger Wundkongress den Schwerpunkt auf die ganzheitliche Betrachtung der Patient:innen. So standen Themen wie telemedizinische Wundbehandlungen und Künstliche Intelligenz (KI) unter Vorsitz von Tagungspräsident Prof. Dr. med. Joachim Dissemond, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Essen im Vordergrund. Insgesamt 26 Fachgesellschaften und Verbände haben durch ihre Sessions und Workshops von Acne Inversa bis Wunddebridement ein vielfältiges und breites Themenspektrum abgebildet.
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COPD und Komorbiditäten: Einfluss von Alter und Geschlecht

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat Unterschiede bei COPD-Patient:innen hinsichtlich Geschlecht und assoziierten Erkrankungen aufgezeigt (1). Die Ergebnisse legen nahe, dass sich die Geschlechterunterschiede nicht nur durch eine unterschiedliche COPD-Symptomatik, Komorbiditäten und funktionale Änderungen ausdrücken, sondern auch in ihren wechselseitigen Beziehungen (1). Dies ist besonders deutlich bei Herzerkrankungen zu sehen (1).
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DGPM 2023: Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen verbessern

Beim Pressegespräch während des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) (30. November – 1.Dezember 2023) riefen Kongresspräsident Prof. Dr. Mario Rüdiger, Dresden, und Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Jena, die Politik eindringlich zum Handeln in der Geburtshilfe auf. 3 Tage diskutierten Expert:innen verschiedener Fachgebiete, wie die Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen interprofessionell und über die Fächergrenzen hinweg auch in der kommenden Dekade flächendeckend gesichert werden kann.
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Diabetes: KI-basiertes Bildgebungsverfahren zeigt Schwere der Erkrankung

Veränderungen von kleinen Blutgefäßen sind eine häufige Auswirkung von fortschreitendem Diabetes. Forschende der Technischen Universität München (TUM) und von Helmholtz Munich haben jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem sich solche mikrovaskulären Veränderungen in der Haut – und damit die Schwere der Erkrankung – messen lassen. Dafür kombinieren sie Künstliche Intelligenz (KI) und innovative optoakustische Bildgebungstechnologie. Dies eröffnet einen neuen Blick auf die körperweiten Auswirkungen und Details des Diabetes und könnte dazu beitragen, seinen Verlauf zu überwachen.
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PPAP53 vielversprechend bei multiresistenter Tuberkulose und Depressionen

Prof. Bernd Plietker und seine Arbeitsgruppe an der Professur für Organische Chemie I der TU Dresden haben gezielt eine Naturstoffklasse weiterentwickelt – die polyprenylierten polyzyklischen Acylphloroglucinol (PPAP). Das dabei entstandene Derivat PPAP53 zeichnet sich aufgrund seiner Eigenschaften durch ein großes Potential zur Anwendung im medizinalchemischen Kontext aus. In Zusammenarbeit mit mehreren Forschungseinrichtungen, wie den Universitäten Ulm und Mainz konnte gezeigt werden, dass PPAP53 sehr vielversprechend bei der Bekämpfung multiresistenter Tuberkulose ist und bei neurogenerativen Erkrankungen neue Behandlungsperspektiven eröffnet.
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Androgenetische Alopezie: Priorin® wirksam und gut verträglich

Androgenetisch bedingter Haarausfall ist häufig (1, 2) und fordert im Beratungsgespräch ein hohes Maß an Kompetenz und Empathie. Eine evidenzbasierte Empfehlung kann die Einnahme von Priorin®-Kapseln sein. Hierbei handelt es sich um ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (FSMP - Foods for special medical purposes), dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit in Studien belegt ist (3, 4). Ob die Kapseln auch im privaten Alltag von PTA den gewünschten Erfolg zeigen, wurde nun untersucht: 9 PTA mit einer androgenetischen Alopezie (AGA) wendeten Priorin®-Kapseln über 3 Monate an und dokumentierten die Veränderungen anhand von Bildern. Anschließend wurden 1.141 PTAs zur Wirksamkeit befragt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden (58%) waren erfahrene PTA mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung.
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