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Medizin | Beiträge ab Seite 87

Medizin

Nanomaterialien als Schalter im Gehirn – präzises Verfahren zur Therapie neurologischer Erkrankungen

Funktionelle Nanomaterialien könnten schon bald die Aktivität von Neuronen im Gehirn steuern. Mit dieser minimalinvasiven Methode will Prof. Dr. Danijela Gregurec die Therapie neurologischer Erkrankungen wie Depression, Panikstörungen, Epilepsie oder Alzheimer revolutionieren. Die Chemikerin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat gemeinsam mit Forschenden aus Italien, Spanien, Großbritannien und Finnland das Projekt BRAINSTORM gestartet. Gregurec verfolgt die Vision, nicht nur neuronale Schaltkreise drahtlos zu steuern, sondern sogar mit einzelnen Proteinen zu kommunizieren und dadurch ein tieferes Verständnis der Funktionsweise unseres Gehirns zu erlangen.
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Medizin

MS ist kein Stigma und kann jeden betreffen: Expert:inneninterview zum Welt-MS-Tag am 30. Mai

Bei Multipler Sklerose (MS) zerstören Immunzellen die Isolationsschicht der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Zunehmende Behinderungen sind die Folge. Die Erkrankung betrifft immer mehr junge Menschen. Markus Reindl und Harald Hegen, MS-Experten an der Medizinischen Universität Innsbruck, berichten im Interview über Forschungsfortschritte wie neue Biomarker und Immuntherapien, die den Betroffenen zu besserer Lebensqualität verhelfen.


 
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Medizin

Rückenschmerzen: 2050 über 800 Mio. Patient:innen

Die Zahl der Erkrankungen in Zusammenhang mit Kreuzschmerzen nimmt weltweit zu, wie eine Analyse von Daten von mehr als 30 Jahren zeigt. Laut der Modellierung von Forschenden unter der Leitung von Sydney Musculoskeletal Health werden bis 2050 rund 843 Millionen Menschen betroffen sein. Die Zunahme der Bevölkerung und das steigende Alter werden als Gründe genannt. Details wurden in „Lancet Rheumatology“ veröffentlicht.

 
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Medizin

DGM-Kongress 2023– SMA: Fortschritte in die Zukunft

Aktuelle Studiendaten und Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis bei der Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie (5q-SMA) gab es beim Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) e. V. im März 2023 in Essen. Im Rahmen eines Symposiums berichtete Prof. Dr. Tim Hagenacker, UK Essen, über Vorgehen und Therapieergebnisse bei der Behandlung erwachsener 5q-SMA-Patient:innen; Dr. Jessika Johannsen, UK Eppendorf, stellte Interimsdaten aus der internationalen RESPOND-Studie vor, in der die sequenzielle Therapie mit Nusinersen nach einer Behandlung mit Onasemnogen-Abeparvovec bei Säuglingen und Kleinkindern untersucht wird.
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Medizin

Menschliche Immunzellen reagieren auf Süßstoffe

Diätgetränke enthalten oft einen Mix aus Süßstoffen, die nach dem Konsum auch ins Blut gelangen. Wie eine neue Pilotstudie zeigt, genügen bereits verzehrübliche Aufnahmemengen von Saccharin, Acesulfam-K und Cyclamat, um in weißen Blutkörperchen die Ableserate verschiedener Gene zu modulieren. „Unsere Daten lassen annehmen, dass diese Modulation die Immunzellen in einen Zustand versetzt, der sie empfindlicher auf Immunstimuli reagieren lässt. Ebenso weisen sie darauf hin, dass Geschmacksrezeptoren als Süßstoffsensoren des zellulären Immunsystems fungieren könnten“, sagt Dietmar Krautwurst vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München.
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Medizin

Finerenon bei CKD in Verbindung mit Typ-2-Diabetes

Bei einem Symposiuma anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) haben sich Expert:innen unter anderem darüber ausgetauscht, wie neue Wege in der Diagnostik und Therapie von Patient:innen mit Typ-2-Diabetes (T2D) beschritten werden können. Solch eine innovative Therapieoption bietet der 1. in der Europäischen Union zugelassene selektive, nicht-steroidale Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist (nsMRA) Finerenon, der bei Patient:innen mit einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) mit Albuminurie in Verbindung mit T2D einen signifikanten kardiorenalen Schutz bieten kann.
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Medizin

Ab Juli Reha-Klinik selbst aussuchen: Umsetzungsstart für das neue Wunsch- und Wahlrecht

Eine medizinische Reha-Maßnahme nach einer Operation oder einer Erkrankung hat vor allem ein Ziel: dass Patient:innen schnell wieder in den Alltag zurückkehren können. Und das gelingt am besten in einer Umgebung, in der sich die Betroffenen auch wohlfühlen. Diese zu finden und gegenüber der Rentenversicherung als Kostenträger durchzusetzen, wird jetzt leichter: Künftig erhalten Patient:innen bei der Auswahl ihrer Reha-Klinik deutlich mehr Mitspracherecht. Ab Juli dieses Jahres können sie die Einrichtung ihrer bevorstehenden Rehabilitation selbst auf einem Fragebogen auswählen. „Das ist ein noch kaum bekannter Meilenstein, der die individuellen Bedürfnisse der behandelten Menschen enorm stärkt“, sagt Markus Zwick, der Vorstandsvorsitzende der aus Bayern stammenden Johannesbad Gruppe, die bundesweit 13 Fachkliniken und Reha-Zentren an 12 Standorten betreibt.
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Autoimmunerkrankungen

Nicht-segmentale Vitiligo: Repigmentierung durch Blockade des JAK-STAT-Signalwegs

Vitiligo ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern wirkt sich auf viele Aspekte des Lebens negativ aus. Waren die therapeutischen Optionen bislang begrenzt steht jetzt mit topischem Ruxolitinib eine wirksame und sichere zielgerichtete Therapie zur Verfügung. Zulassungsrelevante Studien zeigten, dass die Creme die Repigmentierung im Gesicht und am ganzen Körper anhaltend verbessern kann.
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Medizin

Vor allem bei Übergewicht: Fachleute warnen vor verstecktem Muskelschwund

Es ist ein bislang kaum beachtetes Krankheitsbild, und betrifft vor allem Menschen mit starkem Übergewicht: Aufgrund von Bewegungsmangel könne es bei dieser Bevölkerungsgruppe zu einem schleichenden Muskelschwund kommen, der unter dem Fettmantel verborgen und damit unentdeckt bleibe. Prof. Dr. Stephan Bischoff von der Universität Hohenheim in Stuttgart gehört zu einem internationalen Expert:innen-Panel, das das neue Krankheitsbild der sarkopenen Adipositas definierte und Kriterien zur Diagnose erarbeitete. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Fachleute in den Zeitschriften Clinical Nutrition und Obesity Facts. Im nächsten Schritt gelte es nun, geeignete Therapien zu entwickeln.
 
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Medizin

Ernährungsmedizin in der ärztlichen Praxis: Expert:innen fordern Lehrstühle für eine bessere Versorgung

Der Deutsche Ärztetag hat 2019 die Aufnahme der Ernährungsmedizin in die Weiterbildungsordnung für Ärzt:innen beschlossen. Bundesärztekammer und Landesärztekammern setzen diesen Beschluss jetzt erfolgreich in die Praxis um. Neben der Weiterbildung Ernährungsmedizin braucht es aber auch eine Ausbildung junger Ärzt:innen im Studium an den Universitäten. Lehrstühle gewährleisten Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Nur so kann evidenzbasiertes Wissen für die Anwendung in ein Fachgebiet geschaffen werden. Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM), die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) setzen sich energisch für die Schaffung von Lehrstühlen für Ernährungsmedizin ein.
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Medizin

Defizite bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland

Einer aktuellen Studie des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zufolge, ist Deutschland bei der durchschnittlichen Lebenserwartung nur Schlusslicht im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern (1). Die Gründe hierfür sehen die Autor:innen hauptsächlich in Defiziten bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestehende kardiovaskuläre Erkrankungen werden außerdem zu spät erkannt und können deshalb oft nicht bestmöglich behandelt werden. Gerade in diesem Bereich schneidet Deutschland deshalb schlecht ab.
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Medizin

Hypertonie: Ursachen, Risikofaktoren, Behandlung

Am 17. Mai 2023 fand der Welt-Hypertonietag statt. Der Aktionstag möchte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die von Hypertonie ausgehenden Gefahren schaffen und die Öffentlichkeit über Präventionsmöglichkeiten, Früherkennung und die Behandlung aufklären. Denn Hypertoniek ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer 1, allein in Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention unterstützen daher die Initiative der Weltgesundheitsorganisation, die Hypertonie-Prävalenz weltweit bis 2030 um 33% zu senken. Wichtige Schritte dafür sind die regelmäßige Messung und ein blutdruckgesunder Lebensstil.
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Medizin

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankung: Hypertonie, Fettleber, Adipositas, Typ-2-Diabetes

Warum haben schlanke, stoffwechselkranke Menschen ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als fettleibige, stoffwechselgesunde Menschen? Solch eine Heterogenität im Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch für Typ-2-Diabetes, wird seit einiger Zeit beobachtet. Kürzlich zeigen auch computergestützte „Clusteranalysen“, dass es eine große Variabilität im Risiko für solche Erkrankungen und im Ansprechen der Therapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes gibt. Ein Übersichtsartikel in ‚Lancet Diabetes & Endocrinology‘ zeigt die Ursachen für diese Zusammenhänge und die sich daraus ergebenden Chancen dieser neuartigen Konzepte für die Risikostratifikation auf.
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Medizin
Welt-Hypertonie-Tag 2023

Bluthochdruck erfordert eine sorgfältige Diagnostik und Therapieüberwachung

Bluthochdruck ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer 1. Die Deutsche Hochdruckliga ermutigt Ärzt:innen daher dazu, an dem Thema dranzubleiben, und besonders genau hinzuschauen. Denn manchmal verbirgt sich hinter Normalwerten in der Arztpraxis eine maskierte Hypertonie. Auch bei der „Weißkittelhypertonie“ sollte man sich nicht in falscher Sicherheit wägen. Ebenso wichtig wie die Diagnostik ist das Therapiemonitoring, um Folgekrankheiten zu vermeiden.
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HIV

Viruslast unter die Nachweisgrenze senken – auch bei HIV-Betroffenen mit HBV/HDV

HIV-Patient:innen weisen neben einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen auch eine erhöhte Mortalität aufgrund von Lebererkrankungen auf, insbesondere durch Koinfektionen mit Hepatitis-B (HBV) und D-Viren (HDV) nach früherem intravenösen Drogengebrauch. Neue Therapieoptionen hierbei diskutierte PD Dr. Stefan Christensen, Centrum für Interdisziplinäre Medizin Münster, im Rahmen des 11. Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses.
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