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5 Fakten über Antigen-Schnelltests, die jeder kennen sollte

5 Fakten über Antigen-Schnelltests, die jeder kennen sollte
©RioPatuca Images - stock.adobe.com
Antigen-Schnelltests sind ein wichtiger Bestandteil der Lockerungsstrategien. Sie können die Schutz- und Hygienekonzepte in Schulen, Kitas, Betrieben und medizinischen Einrichtungen ergänzen und auch Freizeitaktivitäten wie Restaurant- und Theaterbesuche ermöglichen. Auch in einigen Urlaubsländern wie Spanien oder der Türkei sind Einreisen aus Deutschland seit kurzem mit einem Antigen-Schnelltest statt per PCR-Test möglich. Zugleich häufen sich in letzter Zeit die negativen Stimmen: Studien bemängeln die Zuverlässigkeit und Testzentren fallen durch Fahrlässigkeit negativ auf. Wie verlässlich sind die Tests wirklich? Und woran erkennt man, dass der Test gut durchgeführt wird?
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„Die Probenentnahme und -analyse muss unbedingt ordnungsgemäß nach der Gebrauchsanleitung stattfinden, um Risiken jeglicher Art zu minimieren“, sagt Raphael Murswieck, Leitung Forschung & Entwicklung bei Textile One, Plattform für Schutz- und Arbeitsbekleidung sowie Medizinprodukte. Um zu erkennen, worauf es bei Antigen-Schnelltests ankommt, hat der Experte die wichtigsten Punkte dazu zusammengestellt.

5 wichtige Fakten zur richtigen Durchführung

1. Funktionsweise

In ihrer Funktionsweise ähneln Antigen-Schnelltests grundsätzlich dem Prinzip von Schwangerschaftstests, bei dem bestimmte Auffälligkeiten nachgewiesen werden sollen. Bei einer Infektion weisen Antigen-Schnelltests die charakteristischen Nucleocapsid-Proteine des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege nach. Unabhängig vom Hersteller haben die Schnelltests gemeinsam, eben diese speziellen „N-Proteine“ nachzuweisen, die das SARS-Cov2-Virus identifizieren. Dabei sind sie jedoch weiniger sensitiv als PCR-Tests und benötigen eine größere Virusmenge, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. Auch sind sie weniger genau, weswegen ein positives Ergebnis danach auch immer offiziell durch einen PCR-Test bestätigt werden sollte.

2. Anwendung 

Im Gegensatz zu Antigen-Selbsttests für Laien, die für die Eigenanwendung zugelassen sind, werden Antigen-Schnelltests für professionelle Anwender von geschultem Personal vor Ort durchgeführt und ausgewertet. Um mögliche Gefahren im Umgang und der Nutzung der Pufferlösung als auch dem Tupferstäbchen zu vermeiden, ist die Verwendung streng nach Gebrauchsanleitung durchzuführen. Dies gilt umso mehr beim Umgang von Laborreagenzien und der entsprechenden Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) durch professionelle Anwender, die häufig (mehrmals täglich) mit den Kits arbeiten. Um die Funktion und die Ergebnisse zu gewährleisten wie sie bei der Zulassung Gegenstand der Bewertung waren, ist auch hier die Durchführung gemäß Gebrauchsanleitung erforderlich.
 
 

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©Andrey Popov / Fotolia.de

3. Bestandteile

Das Test-Kit setzt sich mindestens aus den folgenden 3 funktionalen Bestandteilen zusammen: 1) einem Tupferstäbchen (auch Swab genannt), 2) einer Pufferlösung (auch Extrationslösung genannt) und 3) einem Messstreifen in einer Kunststoffkassette (auch einfach Testkassette genannt). Der Tupfer wird benötigt, um Proben aus den besonders für das Virus empfängliche Bereiche (Nasenschleimhaut und Rachen) zu gewinnen und die Proteine mittels der Pufferlösung herauszulösen. Auf diese Proteine bzw. Antigene reagiert das Immunsystem mit Antikörpern, die genau zu den Antigenen passen. Die Messtreifen in der Testkassette nutzen dieses Prinzip, mit Hilfe von Antikörpern mögliche Antigene des SARS-Cov2- Virus in der Probe zu identifizieren.

4. Inhaltsstoffe

Die in der Pufferlösung befindlichen Konservierungsstoffe müssen unabhängig von deren Konzentration aufgrund der EU-Chemikalienverordnung (REACH) im Sicherheitsdatenblatt aufgeführt werden. Dabei sollte die Konzentration dieser Stoffe in der Lösung sehr gering sein (0,05% an Natriumazid). Die mit Tensiden versehene Pufferlösung hat zum Ziel, das Virus sowohl zu deaktivieren als auch zu stabilisieren und eine Keimvermehrung zu vermeiden. Sie ist daher herstellerunabhängig bei Antigen-Schnelltests erforderlich. Durch den sehr geringen Konzentrationsgehalt der Chemikalien stellt sie jedoch grundsätzlich keine Gefahr dar, auch nicht bei versehentlich unsachgemäßem Gebrauch wie z. B. dem Kontakt mit Hautflächen.

5. Gültigkeitsdauer

Im Gegensatz zum genaueren PCR-Test, der in einem Labor ausgewertet werden muss, liefern Antigen-Schnelltests innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Testresultat. Einzeltestungen, ob in Kita, Schule, Betrieb oder auch als Bürgertest stellen immer nur eine „Momentaufnahme“ mit einer sehr kurzen Gültigkeitsdauer von wenigen Stunden dar. Die Bundesärztekammer warnt daher, dass diese deshalb keinesfalls als eine Art Freifahrtschein angesehen werden dürfen. Die bekannten Hygiene- und Infektionsschutzmaßmaßnahmen wie die Reduktion von Kontakten, Einhalten der AHA+L-Regeln sowie die Nutzung der Corona Warn-App sind auch bei negativem Testbefund unbedingt fortzusetzen.

Textile One


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