Sonntag, 25. August 2019
Navigation öffnen

Patientenbereich

26. März 2019 Gähnend zur Schule: Zeitumstellung belastet Kinder am meisten

Eine Stunde früher aufstehen: Am 31. März 2019 wird wieder an der Uhr gedreht, denn die Abschaffung der Zeitumstellung innerhalb der Europäischen Union ist erst für 2021 geplant. Das wird dann vor allem viele Eltern freuen, denn eine aktuelle Forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, dass das staatlich verordnete Hin und Her mit der Uhr vor allem den Nachwuchs stark belastet.
Jede zweite aller befragten Familien mit Kindern bis zwölf Jahre spürt demnach in den Tagen nach der Zeitumstellung Auswirkungen auf das eigene Schlafverhalten – gerade, wenn wie jetzt, die Uhr um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt wird. So sagten 39 Prozent der Mütter und Väter, dass ihr Kind abends schlechter einschlafen kann. Von den befragten Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren gab dies nur jeder Siebte an. Laut 38 Prozent der Eltern hat der Nachwuchs in den Tagen nach der Zeitumstellung morgens Probleme aufzustehen. Bei den Erwachsenen sagten dies hingegen nur 30 Prozent. Jedes vierte Kind und jeder fünfte Erwachsene sind außerdem in Folge der Zeitumstellung tagsüber gereizt oder müde.  

Um sich auf den neuen Rhythmus im Zuge der Zeitumstellung einzustellen, lassen es 37 Prozent der Umfrageteilnehmer langsam angehen und probieren, ihre Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anzupassen. Jeder Dritte versucht, die Umstellung auf Sommerzeit mit mehr Bewegung und frischer Luft auszugleichen, um abends besser einschlafen zu können. Rund ein Viertel geht schlicht früher ins Bett als üblich, und 23 Prozent trinken tagsüber weniger koffeinhaltige Getränke, um abends müde genug zu sein.  

Von der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung erwarten drei Viertel der Befragten, die mit Schlafproblemen nach dem Dreh an der Uhr kämpfen, eine positive Auswirkung auf ihren Biorhythmus und ihr Wohlbefinden. Nur jeder Fünfte denkt, dass es keinen Einfluss auf das Schlafverhalten haben wird, wenn die Zeitumstellung künftig wegfällt.  

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH 1.003 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im März 2019 repräsentativ befragt.

KKH Kaufmännische Krankenkasse


Stichwörter

Weitere Beiträge zum Thema

Fasten 2019: Immer mehr Menschen halten es für sinnvoll

Fasten 2019: Immer mehr Menschen halten es für sinnvoll
© beats_ / fotolia.com

Fasten liegt im Trend: Immer mehr Deutsche halten es für gesundheitlich sinnvoll. Die Zahl der Fasten-Befürworter stieg in den vergangenen Jahren stetig an. Lag sie vor acht Jahren noch bei 53 Prozent, sind es nun 63 Prozent – ein Plus von fast 20 Prozent. Vor allem unter jungen Menschen ist der bewusste Verzicht weit verbreitet. Dabei möchten immer mehr Fasten-Fans auf Alkohol verzichten: Die geplante Abstinenz liegt mit 73 Prozent so hoch wie nie zuvor. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Auch auf...

Es ist mehr als nur eine Ausrede: Migräne am Arbeitsplatz

Es ist mehr als nur eine Ausrede: Migräne am Arbeitsplatz
© deagreez / fotolia.com

Mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit zur Arbeit? Für viele Migränepatienten ist das Alltag. Ein Großteil der 900.000 an Migräne leidenden Deutschen schleppt sich trotz starker Schmerzen zur Arbeit – aus Angst einen schlechten Eindruck bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten zu hinterlassen. Denn wer über Kopfschmerzen klagt, trifft immer noch auf Vorurteile. Nicht selten wird Migräne belächelt und als Ausrede abgetan. Zum Tag der Arbeit berichten Migränepatienten und Nutzer der Kopfschmerz- und...

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf
© Africa Studio / Fotolia.com

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Das könnte Sie auch interessieren

10 Fakten über Psychotherapie

10 Fakten über Psychotherapie
© hollandog / fotolia.com

Psychotherapie ist ein effektiver und sinnvoller Weg aus Krisen und Problemen. Wäre da nicht das Imageproblem. Um dieser Stigmatisierung entgegenzuwirken, wurde mit dem 5. Februar der Tag des Psychotherapeuten ausgerufen. Ein wichtiger Jahrestag, der zur Aufklärung von Missverständnissen beiträgt und das Bewusstsein für die lebenswichtige Arbeit schärft, die von Therapeuten täglich geleistet wird. Dr. Anabel Ternès ist Gründerin der digitalen Service-Plattform Psychologio, die Betroffenen einen vereinfachten Zugang zu einer...

13 Prozent der Deutschen glauben, Rheuma sei eine Krankheit des Alters

13 Prozent der Deutschen glauben, Rheuma sei eine Krankheit des Alters
© wavebreak3 / fotolia.com

Rheuma ist keine Frage des Alters Rheumatoide Arthritis ist eine von mehr als 200 verschiedenen Rheuma-Erkrankungen Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober   Mehr als jeder Zehnte glaubt, Rheuma sei eine altersbedingte Krankheit, die einfach hingenommen werden müsste (1). Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Deutschen anläßlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen. Dabei kann die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten. Auch viele junge Menschen erkranken an Rheuma: Rund 20.000 Kinder und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Gähnend zur Schule: Zeitumstellung belastet Kinder am meisten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.