Donnerstag, 17. Oktober 2019
Navigation öffnen

Patientenbereich

23. Mai 2017 Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen.

Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische Untersuchungsmethoden und zielgerichtete Therapien kann das kostspielige Problem des deutschen Rückenleidens gelöst werden.
Mehr als die Hälfte der Deutschen (56,5 Prozent) hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Sogar mehrfach im Monat leiden ein Viertel aller Deutschen (23,3 Prozent) unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Über 11 Prozent der Befragten haben sie heutzutage täglich.
 
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG


Besonders ältere Menschen (60+) klagen über die täglichen Rückenschmerzen, so die Ergebnisse der aktuellen GfK-Umfrage im Auftrag der Medserena AG: 21,3 Prozent der Älteren leiden darunter – signifikant mehr als in anderen Altersgruppen. Nicht nur der ältere Mensch spürt häufiger Schmerzen im Rücken, sondern insbesondere Berufstätige sind von dem Phänomen betroffen: Gut die Hälfte der Berufstätigen – je nach Einkommen 46,0 bis 60,4 Prozent – haben mindestens einmal pro Monat und häufiger „Rücken“. Dabei klagen Geringverdiener deutlich mehr als Besserverdiener: Doppelt so viele von ihnen haben täglich Rückenschmerzen (22,2 Prozent) im Vergleich zu nur 11 Prozent der Besserverdiener, was vermutlich auf belastende körperliche Arbeit zurückzuführen ist.

Wirbelsäulenschäden – ein kostspieliges Phänomen

Seit Jahren stehen Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen an erster Stelle von Krankschreibungen. Mehr als ein Drittel (34,5 Prozent) der Deutschen kann deswegen an bis zu sieben Tagen im Jahr nicht ihren täglichen Aufgaben nachgehen. Sogar knapp die Hälfte der Befragten (45,5 Prozent) geht wegen ihrer Rückenprobleme mindestens einmal im Jahr nicht zur Arbeit.

Betrachtet man die einzelnen Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil derer, die an bis zu sieben Tagen nicht ihre tägliche Tätigkeit ausüben können, bei Angestellten (36,7 Prozent). Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen steigt erstaunlicherweise die Anzahl derjenigen, die aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihrer Arbeit nachgehen, an: 36,8 Prozent derjenigen, die über 3.000 Euro netto und mehr erhalten, bleiben an bis zu sieben Tagen im Jahr der Arbeit fern, wohingegen nur 28,2 Prozent der Menschen, die zwischen 1.000 und 1.500 Euro netto verdienen, bis zu sieben Tage zuhause bleiben.

Das seit Jahren ungelöste Rückenproblem der Deutschen und seine Folgen kosten sowohl die Krankenkassen als auch Arbeitgeber hohe Summen: Die durchschnittlichen Behandlungskosten für einen Rückenschmerzpatienten liegen bei etwa 1.322 Euro im Jahr. Von diesem Betrag entfallen 612 Euro auf die direkten Kosten durch Arztbesuche und die damit verbundene Therapie (Arzneimittel, Hilfsmittel, Physiotherapie, Stationärer Aufenthalt, Rehabilitation) und 710 Euro auf den krankheitsbedingten Produktivitätsverlust (1).

Innovative Kernspintomographie ermöglicht neuartige Diagnostik von Rückenschmerzen

Damit die genaue Ursache von Rückenschmerzen gefunden wird und die richtige Therapie in Angriff genommen werden kann, ist eine gründliche Untersuchung der Rückenschmerzen notwendig: Die innovative Upright-MRT macht es Ärzten leichter, die genaue Ursache von Rückenleiden zu erkennen. Da der Patient im Sitzen, Stehen und in diversen Funktionsstellungen untersucht wird, zeigen sich Wirbel, Bandscheiben sowie Bandstrukturen und deren Verformungen unter ihrer natürlichen Gewichtsbelastung. Unerklärliche Schmerzen können durch diese neue MRT-Bildgebung untersucht und genauer diagnostiziert werden. Die verschiedenen Perspektiven auf den erkrankten Abschnitt der Wirbelsäule bieten Ärzten vollkommen neuartige Einsichten: Insbesondere bei chronischen Rücken-, Gelenk- oder Kopfschmerzen zeigen die Aufnahmen aus dem Upright-MRT endlich die wahre Ursache für das Schmerzempfinden. Nur anhand der realistischen Diagnose können die behandelnden Ärzte dem Patienten eine weiterführende, schmerzlindernde Therapie empfehlen. Es gibt keine Standardtherapie für Rückenschmerzen, sodass die Upright-MRT-Spezialisten dem Patienten zusammen mit den behandelnden Ärzten eine individuelle, gezielte Behandlung anraten.

Weitere Informationen unter: www.upright-mrt.de und www.rueckenschmerzen-mrt.de

Medserena AG

Literatur:

(1) DocCheck Flexikon, 2017


Weitere Beiträge zum Thema

Ständig im Einsatz und am Limit: Anforderungen an Personal in Krankenhaus und Rettungsdienst

Ständig im Einsatz und am Limit: Anforderungen an Personal in Krankenhaus und Rettungsdienst
© chalabala - stock.adobe.com

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) startet die Online-Kampagne „Danke für 24/7“. Die Fachgesellschaft bedankt sich damit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus und Rettungsdienst. Hier tragen Ärzte und Pflegekräfte 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Sorge für Patientinnen und Patienten. Das verdient aus Sicht der DGIIN eine besondere und öffentliche Wertschätzung.

Fasten 2019: Immer mehr Menschen halten es für sinnvoll

Fasten 2019: Immer mehr Menschen halten es für sinnvoll
© beats_ / fotolia.com

Fasten liegt im Trend: Immer mehr Deutsche halten es für gesundheitlich sinnvoll. Die Zahl der Fasten-Befürworter stieg in den vergangenen Jahren stetig an. Lag sie vor acht Jahren noch bei 53 Prozent, sind es nun 63 Prozent – ein Plus von fast 20 Prozent. Vor allem unter jungen Menschen ist der bewusste Verzicht weit verbreitet. Dabei möchten immer mehr Fasten-Fans auf Alkohol verzichten: Die geplante Abstinenz liegt mit 73 Prozent so hoch wie nie zuvor. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Auch auf...

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen
© closeupimages / Fotolia.com

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden
© Picture-Factory / fotolia.com

Es ist die denkbar einfachste Hygienemaßnahme der Welt: das Händewaschen. Vielleicht wird seine Effizienz gerade deshalb oft unterschätzt. Anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene, den die WHO am 5. Mai begeht, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) daran, dass eine sorgsame Händehygiene das mit Abstand wichtigste und effektivste Mittel ist, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen. Dies gilt nicht nur im Alltag, sondern gerade auch in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Anstatt ineffiziente...

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes
© pikselstock / fotolia.com

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jeden Tag rund 1.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Mediziner unterscheiden dabei je nach Ursache zwischen zwei Typen. Sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 äußern sich in einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz oder -mangel. Dadurch staut sich Zucker in den Blutgefäßen an. Bleibt eine Diabeteserkrankung unentdeckt, führt dies zur Schädigung der Blutgefäße und anderer Organe. Damit Betroffene trotz Erkrankung ihr Leben genießen können, gilt es...

Diabetes – eine unterschätzte Herausforderung in der Pflege

Diabetes – eine unterschätzte Herausforderung in der Pflege
© Robert Kneschke / fotolia.com

Die stetig steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen mit Diabetes stellt eine wachsende Herausforderung dar. Mit dem Kompaktkurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege DDG“ bietet die DDG praktische Hilfe und vermittelt Sicherheit bei der Pflege von Patienten mit Diabetes. Von der DDG qualifizierte Trainer bieten diese Kurse überregional an. Eine Liste der Trainer ist auf der Website abrufbar. Die Trainerteams verfügen sowohl über diabetologisch-ärztliche als auch über Diabetes beratende und pflegerische Qualifikationen. Die Fortbildung für...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.