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Das muss in die Reiseapotheke

Das muss in die Reiseapotheke
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Wir zählen die Tage schon runter, dann kann der langerwartete Urlaub endlich losgehen. Davor heißt es vor allem eins: Koffer packen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass auch im Urlaub kleine bis große medizinische Notfälle auftreten können. Neben Schmerztabletten wie Ibuprofen, Paracetamol und Co. gibt es auch einige wichtige medizinische Mittel, die zum Retter in der Not werden können.
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Vorsicht vor Infektionen!

In der Reiseapotheke sollten verschiedene Arten von Verbandsmaterialien enthalten sein, z.B. sterile Wundauflagen, Verbandpäckchen, Pflaster und elastische Binden. Diese sind nützlich, um kleine Schnitte oder Kratzer zu behandeln und können auch bei größeren Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen verwendet werden. Sie wehren zudem Infektionen ab – ebenso wie Desinfektionsmittel oder -tücher und Einweghandschuhe.

Sonnenbrand ist Hautkrebs-Gefahr!

Die Sonnencreme: Ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil in der Reiseapotheke! Nicht nur, um die Haut vor schädlicher UV-Strahlung sowie gefährlichen Sonnenbränden zu schützen, sondern vor allem, um das Hautkrebsrisiko zu reduzieren. Was viele nämlich nicht wissen – es reichen schon 5 Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr aus, um das Risiko für Hautkrebs um 80% zu steigern (1). Die Verwendung von Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF30 oder 50) sowie das regelmäßige Erneuern sind daher absolute Pflicht. Zusätzlich sollte präventiv die Krebsfrüherkennung, wie das Hautscreening, das ab 35 Jahren alle 2 Jahre von den Krankenkassen gezahlt wird, in Anspruch genommen werden (2). Da dies jedoch nur ca. 30% der Anspruchsberechtigten nutzen, sind innovative Früherkennungsprogramme wie Krebs-Scan eine gute Ergänzung, weil so schon in frühen, symptomlosen Phasen potenziell gefährliche Tumoren entdeckt werden können (3).

Malaria- oder Dengue-Fieber-Gebiet? Insektenabwehr!

Insekten und deren Stiche können auf Reisen lästig sein, in Tropen-Regionen können sie zudem bedrohliche Auswirkungen haben. Deshalb ist ein Insektenschutzmittel in solchen Regionen essentiell, um sich vor Mücken, Zecken und anderen Insekten zu schützen. Wichtig: Das Insektenschutzmittel muss für die Reisezielregion geeignet sein. Teilweise gibt es außerdem spezifische Impfungen, die in Reisegebieten erforderlich sein könnten.
 
 

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Erschienen am 11.03.2023Wie kann man sich vor Dengue-Fieber schützen? Die Antwort darauf und weitere Infos zum Dengue-Fieber lesen Sie hier bei uns!

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Tipps zum Umgang mit Medikamenten!

Ob gegen Durchfall und Übelkeit, für die Reisekrankheit, Allergie oder aufgrund persönlicher Erkrankungen: Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte ausreichend Vorrat für die gesamte Reisedauer einpacken. Tipp: Originalverpackung und ein ärztliches Rezept mitnehmen, um auf alle Einreisebestimmungen vorbereitet zu sein. Medikamente können bei etwaigem Unwohlsein, Schmerzen oder Schwellungen das Schlimmste verhindern. Insbesondere bei allergischen Reaktionen oder chronischen Erkrankungen können sie lebenswichtig sein.

Flugreise: Reiseapotheke im Koffer oder Handgepäck – was ist erlaubt?

Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld über die Bestimmungen der jeweiligen Fluggesellschaft zu informieren. Medikamente in fester Form – also Tabletten oder Pulver – können ohne Probleme im Handgepäck mitgeführt werden. Am besten mit Beipackzettel und Originalverpackung. Bei flüssigen Medikamenten darf ein Behälter maximal 100 ml groß sein und alle Flüssigkeiten zusammen nicht mehr als einen Liter überschreiten. Salben oder Cremes, die als Medikamente gelten, müssen mit Deo, Parfum & Co. in einem durchsichtigen, verschließbaren 1-Liter-Beutel geführt werden.
Tipp: Medikamente auf Handgepäck und Koffer aufteilen, falls ein Gepäckstück verloren geht.

Nicht zu vergessene Essentials!

Unerlässlich für jeden, der auf Reisen geht: Essentials wie Thermometer, Schere oder Pinzette, um eine bestmögliche Behandlung zu garantieren. Außerdem darf auf keiner Reise die (Reise-) Krankenversicherungskarte, der Impfpass oder auch die Kontaktinformationen der Ärzt:innen fehlen – insbesondere bei Risikopatient:innen können so die behandelnden Ärzt:innen im Heimatland kontaktiert werden. Letztlich ist die Reiseapotheke auf individuelle Bedürfnisse und Besonderheiten abzustimmen und kann daher noch viele weitere Utensilien wie Nasenspray, Hustensaft, Schmerzgel, Augentropfen oder Blasenpflaster umfassen. Ist die individuelle Reiseapotheken-Liste einmal im Gepäck verstaut, kann dem erholsamen Traumurlaub nichts mehr im Wege stehen.
 
 

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Hier eine Checkliste zum Abhaken:

  • Schmerz- und Fiebermittel wie Paracetamol oder Ibuprofen
  • Verdauungsbeschwerden: Magen-Darm-Beruhigungsmittel, Mittel gegen Übelkeit, Erbrechen und Reisekrankheit
  • Verbandsmaterialien: Desinfektionsmittel, Verbandpflaster in verschiedenen Größen, sterile Mullbin-den, Einweghandschuhe
  • Wund- und Hautpflege: Wundsalbe oder -gel
  • Sonnencreme: mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF) für den jeweiligen Hauttyp
  • Insektenstichmittel
  • Allergiebehandlung: Antihistaminika
  • Medikamente für spezifische Bedürfnisse: rezeptpflichtige Medikamente oder spezielle Medikamente bei chronischen Erkrankungen
  • Sonstige Hilfsmittel: Einwegthermometer, Pinzette, Schere
  • Informationen wie Reiseversicherungsdokumente und Notfallkontakte

HanseMerkur

Literatur:

(1) Hautkrebs vorbeugen: Was kann ich tun?
(2) Hautkrebs: So können Sie sich schützen
(3) KBV - Hautkrebs-Früherkennung


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