Mittwoch, 12. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

03. Juni 2020 Myokardinfarkt: Umfassende Studie zu SGLT2-Hemmer Empagliflozin

Die koronare Herzerkrankung, einschließlich Myokardinfarkt, ist die weltweit häufigste Todesursache (1). EMPACT-MI wird in Zusammenarbeit mit dem Duke Clinical Research Institute durchgeführt und ist die erste Studie, die SGLT2-Hemmer hinsichtlich der Prävention einer Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt bei Menschen mit und ohne Diabetes untersucht. Die Studie ist Bestandteil des EMPOWER-Programms, dem umfassendsten klinischen Studienprogramm für einen SGLT2-Hemmer. Dieses untersucht die Wirkung von Empagliflozin (Jardiance®) (2) auf Menschen mit kardio-renal-metabolischen Störungen.
Anzeige:
Fachinformation
Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company gaben ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Duke Clinical Research Institute (DCRI) bei der neuen sogenannten pragmatischen klinischen Studie EMPACT-MI bekannt. Im Rahmen dieser soll untersucht werden, ob Empagliflozin das Therapieergebnis von Erwachsenen mit und ohne Diabetes, die einen akuten Myokardinfarkt erlitten haben, verbessert und einer Herzinsuffizienz vorbeugen kann. Die randomisierte klinische Studie EMPACT-MI wird in Kooperation mit dem DCRI durchgeführt, analysiert und veröffentlicht.

Teil des EMPOWER-Programms

In die EMPACT-MI-Studie werden ca. 3.300 Erwachsene aus mindestens 16 Ländern mit kürzlich überstandenem akutem Myokardinfarkt aufgenommen. Primärer Endpunkt der Studie ist der Effekt von Empagliflozin auf die Gesamtmortalität und die Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz. Die Studie ist Bestandteil des EMPOWER-Programms, dem umfassendsten klinischen Studienprogramm zur Untersuchung der Wirkung von Empagliflozin auf Personen mit kardio-renal-metabolischen Störungen.

Erprobung unter Alltagsbedigungen

Bei pragmatischen klinischen Prüfungen wie der EMPACT-MI wird die experimentelle Behandlung möglichst unter Alltagsbedingungen erprobt. Die Partnerschaft wird von den Erfahrungen des DCRI in pragmatischen Studien profitieren können, indem innovative und effiziente Studienelemente eingesetzt werden, z.B. Nachbeobachtung durch Fernabfrage und zielfokussierte Datenerhebung. Dies ermöglicht eine starke Patientenzentrierung bei gleichzeitiger hoher Datenqualität.

Mortalitätsrisiko durch myokardiale Ischämien

„Myokardiale Ischämien sind eine führende Ursache für den Verlust von Gesundheit und Lebenszeit. EMPACT-MI ist die erste klinische Studie, die die Effekte der SGLT2-Hemmung auf das Überleben sowie die Entwicklung einer Herzinsuffizienz bei Patienten mit einem kürzlich stattgehabten Herzinfarkt untersucht.

Wirkweise von Empagliflozin

Die Hemmung von SGLT2 mit Empagliflozin bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und hohem Blutzuckerspiegel führt zur Ausscheidung von überschüssigem Zucker im Urin. Zusätzlich führt Empagliflozin zur Ausscheidung von Salz aus dem Körper und verringert die Flüssigkeitsbelastung des Blutgefäßsystems (d.h. das intravaskuläre Volumen). Empagliflozin induziert Veränderungen im Zucker-, Salz- und Wasserstoffwechsel im Körper, was zur Reduktion des kardiovaskulären Mortalitätsrisikos wie in der EMPA-REG OUTCOME®-Studie gezeigt, beitragen kann (3, 4).
Empagliflozin ist derzeit nicht zur Behandlung eines Myokardinfarkts zugelassen (3).

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) GBD 2016 Disease and Injury Incidence and Prevalence Collaborators. Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 328 diseases and injuries for 195 countries, 1990-2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. Lancet. 2017; 390(10100): 1211-59.
(2) Fachinformation Jardiance®. Stand: Oktober 2019.
(3) Zinman B et al. Empagliflozin, Cardiovascular Outcomes, and Mortality in Type 2 Diabetes. N Engl J Med 2015; 373: 2117-28.
(4) Vallon V and Thompson SC. Targeting renal glucose reabsorption to treat hyperglycaemia: the pleiotropic effects of SGLT2 inhibition. Diabetologia 2017; 60(2): 215-25.


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Tipps für ein gutes Gedächtnis und neue medikamentöse Ansätze gegen Alzheimer

Tipps für ein gutes Gedächtnis und neue medikamentöse Ansätze gegen Alzheimer
© Universitätsklinikum Ulm

Was tun für die Fitness im Kopf? Praktische Tipps geben Ärztinnen, Psychologen und Forscherinnen des Universitätsklinikums Ulm am Mittwoch, 3. April (14:00 – 18:00 Uhr), für alle Interessierten und insbesondere für Menschen über 50 mit und ohne Gedächtnisproblemen. In der Ulmer Villa Eberhardt demonstrieren die Wissenschaftler und Klinikerinnen passende Aktivitäten, wie zum Beispiel Spiele, Puzzles oder kognitive Trainings. Darüber hinaus informieren sie in Kurzvorträgen über einen gesunden Lebensstil für das Gehirn, neue...

Röntgeninstitut plant Mammografie mit audiovisueller Erlebniswelt

Röntgeninstitut plant Mammografie mit audiovisueller Erlebniswelt
© serhiibobyk - stock.adobe.com

Brustkrebs ist mit etwa 70.000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste onkologische Erkrankung bei Frauen. Daher wird der einst von der „American Cancer Society“ ausgerufene Internationale Brustkrebstag am 1. Oktober weltweit zum Anlass genommen, anhand von Informations- und Aufklärungskampagnen Aufmerksamkeit auf die Erkrankung zu lenken und speziell das Thema Vorsorge ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. „Werden bösartige Tumoren frühzeitig entdeckt, sind die Heilungschancen von Brustkrebs äußerst gut“, weiß Dr....

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Myokardinfarkt: Umfassende Studie zu SGLT2-Hemmer Empagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden