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Medizin
04. März 2021

Einstieg in die Insulintherapie erleichtern: Basalinsulin mit flachem und stabilem Wirkprofil wählen

Auch wenn der Zeitpunkt für den Einstieg in die Insulintherapie heutzutage erst in einem späteren Stadium des Typ-2-Diabetes erreicht wird, ist dessen hoher Stellenwert dennoch weiter unbestritten. Um Patienten diesen wichtigen Schritt zu erleichtern, sollte der behandelnde Arzt versuchen, Insulinangst und eine „psychologische Insulinresistenz“ abzubauen.    
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Die Notwendigkeit einer Insulintherapie besteht, sobald Lebensstiländerungen und die Behandlung mit oralen Antidiabetika ± GLP-1 Rezeptoragonisten nicht mehr für eine ausreichende Kontrolle des Blutzuckers genügen. Dann aber sollte diese Entscheidung nicht weiter um Jahre hinausgezögert werden, erklärte Prof. Dr. med. Matthias M. Weber, Mainz. Für die Patienten stellt sich angesichts der Notwendigkeit zu spritzen, der Angst vor Hypoglykämien und möglicher Gewichtszunahme erst einmal die Frage, ob das wirklich sein muss und ob es keine Alternativen gibt. Diese Bedenken sollte der Arzt ansprechen und ernst nehmen. Mit Respekt und Wertschätzung kann es gelingen, Ängste abzubauen und damit die Behandlungsdisziplin im Alltag zu verbessern, erklärte PD Dr. Arne Schäfer, Bad Mergentheim.

Wenn Insulin nötig wird, sollte ein Basalinsulin mit möglichst niedrigem Hypoglykämierisiko und belegter kardiovaskulärer Sicherheit gewählt werden, so Weber. Aus Sicht von Dr. Markus Menzen, Bonn, ist Insulin degludec (Tresiba®) dafür ein besonders geeigneter Kandidat. Dieses Basalinsulin zeichnet sich durch ein flaches und stabiles Wirkprofil und damit vorhersehbarer Wirkung über den Tag aus. Somit lässt sich dieses Insulin einfach steuern, um den Spagat zwischen möglichst normnaher, aber nicht zu tiefer Einstellung zu gewährleisten, führte Menzen aus.

Eine Übersicht verschiedener Studien zu lang wirksamen Basalinsulinen macht deutlich, dass Insulin degludec im Head-to-Head-Vergleich mit Insulin glargin 100 E/ml bei vergleichbarer glykämischer Effektivität weniger Hypoglykämien verursacht. Wichtig ist auch der Aspekt der kardiovaskulären Sicherheit. Sowohl Insulin degludec wie auch Insulin glargin 100 E/ml gelten als bevorzugte Substanzen bei Patienten mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko. In der kardiovaskulären Sicherheitsstudie DEVOTE hat sich im Vergleich bei diesem Aspekt ein leichter Trend zugunsten von Insulin degludec ergeben. Hypoglykämische Ereignisse mit schweren Verläufe traten unter Insulin degludec um 40%, nächtliche schwere Verläufe sogar um 53% seltener auf.

Martin Bischoff

Quelle: Virtuelle Presseveranstaltung „Typ 2 Diabetes – einfach mit Insulin degludec durchstarten“, 25. Februar 2021; Veranstalter: Novo Nordisk


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