Donnerstag, 30. März 2017
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© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
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März 2017

Refluxkrankheit: Neues Therapieverfahren LINX

Die Gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) gewinnt in den Industrienationen zunehmend an Bedeutung. Aktuell wird von einer Prävalenz von 20% und von einer Inzidenz von 0,5% ausgegangen (1). Eine gesunde Ernährung und die damit einhergehende Gewichtsreduktion können die Beschwerden bereits deutlich verbessern. Diese Veränderungen der  Lebensgewohnheiten werden jedoch nur von wenigen Patienten angenommen und konsequent gelebt (2). Ein sehr vielversprechendes Therapieverfahren ist das magnetische Antireflux-System LINX.

© psdesign1 / Fotolia.com
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Februar 2017

Aktuelle Entwicklungen in der Migränetherapie: CGRP, Gepante und monoklonale Antikörper

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation steht Migräne an sechster Stelle der am schwersten behindernden Erkrankungen des Menschen. Kopfschmerzerkrankungen insgesamt nehmen die dritte Stelle der am schwersten behindernden Erkrankungen weltweit ein. Pro Tag leiden rund eine Million Menschen allein in Deutschland an Migräneattacken. Davon sind 100.000 pro Tag bettlägerig. Weltweit sind über eine Milliarde Menschen betroffen.

© tibanna79 / Fotolia.com
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Januar 2017

Erscheinungsformen des Lipödems und Abgrenzung vom Lymphödem

Im Vergleich zu lymphologischen oder phlebologischen Krankheitsbildern ist die Literatur zum Lipödem spärlich. Es gibt keine gesicherten epidemiologischen Daten aus großen Studien. Aufgrund des mangelnden Bekanntheitsgrades der Erkrankung und der häufig fehlenden diagnostischen Abgrenzung von der Adipositas, ist von einer großen Dunkelziffer an Betroffenen auszugehen. In lymphologischen Fachkliniken wurde die Prävalenz zuletzt mit annähernd 11% angegeben (1). Das Lipödem betrifft nahezu ausschließlich Frauen. In Phasen hormoneller Umstellung wie Pubertät, Schwangerschaft oder Klimakterium kommt es häufig zum Ausbruch der Erkrankung oder zu einer Aggravation der Beschwerden (2). Auch bei Männern wurden Lipödem-typische Veränderungen bei ausgeprägten Hormonstörungen (z.B. Hypogonadismus) und unter hormoneller Therapie beschrieben (3). Lipödeme treten familiär gehäuft auf (4). Die Ursache der Erkrankung ist bisweilen unklar.

© Gunita Reine / Fotolia.com
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Dezember 2016

Diagnose und Therapie der chronischen inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie

Die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) ist mit einer Prävalenz von 0,8 bis 8,9 pro 100.000 Einwohner die häufigste behandelbare Polyneuropathie. Sie hat typischerweise einen rezidivierenden oder chronisch progredienten Verlauf mit einer Kombination aus proximalen oder distalen Paresen sowie symmetrischen Sensibilitätsstörungen und entwickelt sich über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen. Zahlreiche Untersuchungen stützen die Hypothese, dass es sich bei der CIDP um eine autoimmunvermittelte Erkrankung handelt, wobei im engeren Sinne der Nachweis der genauen immunologischen Zielstruktur bisher nicht gelungen ist. Da die Erkrankung im Verlauf typischerweise mit einer progredienten Behinderung einhergeht, ist die frühzeitige Diagnosestellung vor dem Hintergrund einer gleichzeitig guten Behandelbarkeit unbedingt notwendig und daher die Kenntnis der zahlreichen Krankheitsvarianten daher unerlässlich.

© Fraunhofer IGD
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Oktober 2016

Ausblick ins Jahr 2030: Visual Computing am Beispiel eines Allergiepatienten

Jede Krankengeschichte ist einzigartig. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Was Ärzte besonders interessiert: Warum verschiedene Patienten auf eine bestimmte Therapie unterschiedlich reagieren. Ähnliche Fälle fassen die Mediziner in Gruppen zusammen, sogenannten Kohorten, um daraus Rückschlüsse für zukünftige Behandlungen zu ziehen. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, rasch Gemeinsamkeiten aus digitalen Patientendaten herauszufiltern und übersichtlich darzustellen.

© Alexandr Mitiuc / Fotolia.com
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Juni 2016

Rehabilitation nach Rupturen des vorderen Kreuzbandes

Kreuzbandverletzungen führen als typische Verletzungen des Sportlers zu einer langen Ausfallzeit im Sport. Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) ist von allen Sportverletzungen am besten und häufigsten wissenschaftlich untersucht. Trotzdem ist aktuell kein allgemeiner Konsens bezüglich Art und Umfang der angewandten Rehabilitationsmaßnahmen zu finden. Zudem besteht aktuell ein großer Unterschied in der Erfolgsprognose zur Wiedereingliederung in die sportlichen Tätigkeiten bei Profis im Vergleich zu Amateursportlern.

© vitstudio / Fotolia.com
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April 2016

Guillain Barré Syndrom: Pathogenese, Diagnostik und Therapie

Das Guillain Barré Syndrom (GBS) ist eine typische Ursache akut auftretender, typischerweise symmetrisch aufsteigender schlaffer Lähmungen mit begleitender Hypo- oder Areflexie, welches innerhalb von 4 Wochen ein Maximum erreicht. Sensible Symptome wie Missempfindungen, Taubheit oder neuropathische Schmerzen beginnen dabei typischerweise distal und sind ebenfalls symmetrisch verteilt. Dieser Übersichtsartikel gibt einen Einblick in die Pathogenese der Erkrankung sowie die diagnostischen Instrumente und aktuelle und künftige Therapiemöglichkeiten.

© Sandor Jackal / Fotolia.com
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Februar 2016

Rolle von Vitamin D bei allergischen Erkrankungen – eine Standortbestimmung

Viele Untersuchungen der jüngeren Zeit haben sich mit dem Zusammenhang zwischen Vitamin D und Allergieentstehung beschäftigt. Dabei wird einerseits ein Vitamin D-Mangel für Entstehung und Ausprägung von allergischen Erkrankungen verantwortlich gemacht, andererseits wird eine Vitamin D (Über-)Substitution in Verbindung mit der vermehrten Allergieentstehung gesehen. Erklärungsversuche dieser paradoxen Wirkung von Vitamin D werden aktuell  in einer  epigenetischen Programmierung in der Schwangerschaft, in zu niedrigen Vitamin D-Spiegeln oder in einer exzessiven Nahrungsergänzung im Neugeborenen-Alter gesehen. Darüber hinaus wird auch eine geschlechterspezifische Wirkung von Vitamin D diskutiert. Dem Leser wird mit diesem Artikel ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand vermittelt.

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Januar 2016

Diagnostik und Therapie des benignen Prostatasyndroms

Die benigne Prostatahyperplasie zählt zu den häufigsten urologischen Erkrankungen, die in der allgemeinmedizinischen Praxis anzutreffen sind. Da dem Allgemeinmediziner eine wichtige Schlüsselfunktion zur Identifikation von therapierelevanten Symptomen zukommt, sollte er auch mit den Grundzügen der Diagnostik, Therapieindikationen, Patientenselektion und allgemeinen Therapiemöglichkeiten vertraut sein.

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April 2015

Kreuzbandverletzungen im Sport

Das Kniegelenk gehört zu den am häufigsten durch Verletzungen betroffenen Gelenken im Sport. Ursache dafür ist die vulnerable Stabilität des Kniegelenkes, welche wie in keinem anderen Gelenk des Körpers von Bändern und Muskeln abhängt. Die Verletzung des Vorderen Kreuzbandes (VKB) gehört zu den schwersten Verletzungen im Sport mit einer langen Ausfallzeit. Jedes Jahr erleiden Zehntausende Amateur- und Profi-Sportler in Deutschland diese Verletzung. Frauen sind bis zu 7 Mal häufiger gefährdet eine VKB-Verletzung zu erleiden als Männer, da sie neben einem schwächeren Bandapparat (hormonbedingt) auch eine schwächere Muskulatur haben. Die VKB-Verletzung ist deutlich häufiger als die Verletzung des hinteren Kreuzbandes, jedoch insgesamt deutlich seltener als Verletzungen des Meniskus oder Innenbandes am Knie.

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Februar 2015

Diagnostik und Therapie der Urolithiasis

Die Urolithiasis stellt eine Volkskrankheit dar, die vor allem in den Industrieländern eine steigende Tendenz zeigt. Das Risiko, im Laufe des Lebens an Urolithiasis zu leiden, wird in Europa auf 5-12% geschätzt, wobei Männer (13%) häufiger betroffen sind als Frauen (7%) (1). Hauptverantwortlich hierfür sind alimentäre Faktoren und die steigende Prävalenz der Adipositas (2). Die aktuellsten Daten zur Inzidenz der Urolithiasis in Deutschland wurden auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie 2013 vorgestellt. Hier zeigte sich in einer INFAS-Umfrage unter 10.000 Deutschen zum ersten Mal eine abnehmende Inzidenz. Basierend auf der Studie liegt die aktuelle Inzidenz der Urolithiasis in Deutschland bei 0,4% (Prävalenz 3,2%). Die Rezidivrate ist allerdings unverändert hoch; etwa ein Viertel der Patienten beklagte Rezidive, wobei mehr als die Hälfte hiervon 2 oder mehr Episoden aufwiesen (3). Ca. 75% der Steinbildner könnten eine erneute Steinepisode durch generelle metaphylaktische Maßnahmen wie eine ausreichende Trinkmenge, gesunde Ernährung und adäquate körperliche Aktivität vermeiden (4). Allerdings verzeichnete das US-amerikanische Gesundheitssystem eine steigende Inzidenz der Urolithiasis und somit Zunahme der notärztlichen und stationären Vorstellungen (5). Während Nierensteine oft asymptomatisch sind, führt deren Migration in den Ureter häufig zu akuten Flankenschmerzen und letztlich zur notfallmäßigen, ärztlichen Konsultation.

© Johanna Mühlbauer / Fotolia.com
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Januar 2015

Glutenunverträglichkeit

Eine Glutenunverträglichkeit äußert sich vielfältig. Nach Verzehr von Weizenprodukten werden von den Patienten innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen gastrointestinale sowie extragastrointestinale Beschwerden beschrieben, die sich unter einer glutenfreien Ernährung verbessern. Während der Diagnose einer Zöliakie oder einer Weizenallergie klare Parameter zugrunde liegen, stellt die Nicht-Zöliakie-nicht-Weizenallergie-Glutenunverträglichkeit eine Ausschlussdiagnose dar. Die genaue Ursache für diese Erkrankung ist noch völlig offen.

© Giovanni Cancemi / Fotolia.com
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März 2014

Tuberkulose: Diagnostik und Therapie

Tuberkulose (TB, früher auch Schwindsucht genannt) ist eine Infektionskrankheit, welche durch Bakterien des Mycobakterium tuberculosis (M. tuberculosis)-Komplex verursacht wird. Die Erkrankung wird durch Aerosole von Mensch zu Mensch übertragen, Eintrittspforte ist in der Regel die Lunge. Bei Diagnose einer Tuberkulose besteht eine Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt. Hierfür ist ein Keimnachweis nicht notwendig. Bei gut 20% der in Deutschland diagnostizierten Lungentuberkulosen werden keine Mykobakterien nachgewiesen (2).  Das bearbeitende mikrobiologische Labor meldet zusätzlich den Nachweis säurefester Stäbchen im Ausstrichpräparat, die positive Kultur mit Nachweis von M. tuberculosis-Komplex sowie das Ergebnis der Resistenztestung an das Gesundheitsamt.

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Februar 2013

HIV/AIDS: Das erfolgreichste lebensverlängernde Therapiekonzept der Medizin hat den klinischen Alltag verändert

Aktueller Stand der Epidemiologie: Gut drei Jahrzehnte nach der Erstbeschreibung von AIDS im Jahr 1981 sind etwa 0,5% der Weltbevölkerung mit dem HI-Virus infiziert (1). Die Prävalenz weist beträchtliche Unterschiede auf: Während in Zwaziland über 25% der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv ist, sind dies in den USA, Frankreich, Italien und der Schweiz nur 0,4% und in Deutschland unter 0,2%. In den letzten 10 Jahren hat die Zahl der neuen Erstdiagnosen weltweit abgenommen. Trotzdem hat die Zahl der HIV-Infizierten global betrachtet ständig weiter zugenommen, und dies ist paradoxerweise vor allem eine gute Nachricht, weil dieser Zuwachs an HIV-Infizierten vor allem durch die Senkung der Sterblichkeit bewirkt wurde, also ein Erfolg der kombinierten antiretroviralen Behandlung (ART) ist.

© Tatiana Shepeleva / Fotolia.com
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März 2012

Varizellen und Zoster in der Praxis

Der Erreger der Varizellen und des Zosters, das Varicella-Zoster-Virus (VZV), gehört zu den häufigsten Viren, die beim Menschen vorkommen. Er ist hoch kontagiös und wird überwiegend durch Rachentröpfchen übertragen. Nach Exposition erkranken über 90 von 100 empfänglichen Personen. Infektionsquelle sind akut an Varizellen erkrankte oder infizierte Personen am Ende der Inkubationszeit. Diese scheiden das Virus ab dem 5. Tag vor Ausbruch des Exanthems über Speichel oder Konjunktivalflüssigkeit aus. Hoch infektiös ist auch die Bläschenflüssigkeit der Hauteffloreszenzen. Der Kontakt mit einem Zoster kann ebenfalls zu Varizellen führen, wobei das Infektionsrisiko deutlich niedriger ist, da nur die Bläschenflüssigkeit infektiös ist.

© Dan Race / Fotolia.com
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Mai 2011

Cluster Kopfschmerzen und andere Trigemino-Autonome Kopfschmerzen

Nach der neuen IHS-Klassifikation werden in einer neu definierten Gruppe die Trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK) zusammengefasst (1). Alle Kopfschmerzsyndrome dieser Gruppe haben zwei Dinge gemeinsam: die meist kurzdauernden Schmerzattacken und die fakultativ vorhandenen autonomen Begleitsymptome (2). Die autonomen Begleitsymptome wie Lakrimation, konjunktivale Injektion, Rhinorrhoe, nasale Kongestion und Lidschwellung treten streng ipsilateral zum Schmerz auf (3) und fehlen in nur 3% der Fälle.

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