Journal MED

Schwerpunkte

Schwerpunkte
 8 Min|
Mehr als Gewichtsverlust: Das Potenzial der GLP-1-Therapie

Mehr als Gewichtsverlust: Das Potenzial der GLP-1-Therapie

GLP-1-basierte Medikamente sind innerhalb weniger Jahre weit über die Diabetologie hinaus bekannt geworden. Ausgangspunkt ihrer Entwicklung war die Behandlung des Typ-2-Diabetes. Inzwischen spielen sie auch in der Adipositastherapie eine zentrale Rolle. Ihr Wirkprinzip ist dabei bemerkenswert vielseitig: Sie beeinflussen nicht nur Insulin- und Glucagonsekretion sowie die Magenentleerung, sondern greifen auch in zentrale Mechanismen der Hunger-, Sättigungs- und Belohnungsregulation ein. Gleichzeitig zeigen klinische Studien, dass die Bedeutung der Wirkstoffklasse über Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion hinausreicht und zunehmend mögliche Effekte auf verschiedene Organsysteme in den Fokus rücken. Damit stellt sich die Frage, welches therapeutische Potenzial noch in diesem Wirkprinzip steckt und was die nächste Generation GLP-1-basierter Medikamente noch besser machen könnte.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 7 Min|
Polypharmazie im Alter – wenn viele Medikamente zur Herausforderung werden

Polypharmazie im Alter – wenn viele Medikamente zur Herausforderung werden

Mit zunehmendem Alter treten chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunehmend gemeinsam auf. Bei ihrer Behandlung werden dann meist mehrere Medikamente eingesetzt. Dadurch wächst die Zahl der täglich eingenommenen Arzneimittel und mit ihr das Risiko für Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Fehlanwendungen. Polypharmazie gehört deshalb zu den zentralen Herausforderungen der Geriatrie. Heute geht es allerdings nicht mehr nur darum, Krankheiten optimal zu behandeln, sondern auch darum, regelmäßig zu prüfen, welche Medikamente den Patient:innen tatsächlich noch nutzen und welche möglicherweise mehr schaden als nützen.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 8 Min|
Warum moderne Infektionsmedizin mehr braucht als neue Antibiotika

Warum moderne Infektionsmedizin mehr braucht als neue Antibiotika

Die Antibiotika-Resistenz ist heute eine der zentralen Herausforderungen in der Medizin. Gemeint ist die Fähigkeit von Mikroorganismen, antimikrobiellen Wirkstoffen auszuweichen, sodass Infektionen persistieren, schwerer behandelbar werden und mit erhöhter Morbidität und Mortalität einhergehen [1]. Was früher als kalkulierbare Routineinfektion galt, kann heute bei Patient:innen mit Komorbiditäten, Immunsuppression oder wiederholten Krankenhausaufenthalten rasch zur therapeutischen Herausforderung werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die antimikrobielle Resistenz zu den wichtigsten globalen Gesundheitsbedrohungen. In Europa werden jährlich mehr als 35.000 Todesfälle direkt mit resistenten Erregern assoziiert [2].
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 9 Min|
Melatonin – mehr als nur ein „Schlafhormon“

Melatonin – mehr als nur ein „Schlafhormon“

Melatonin ist weit mehr als ein einfacher Regulator des Schlaf-Wach-Rhythmus. Als endogenes Molekül mit zirkadianer Steuerung und systemischen Wirkungen beeinflusst es zentrale physiologische Prozesse. Neben den klassischen Effekten auf Schlaf und zirkadiane Rhythmen zeigen aktuelle Studien, dass Melatonin direkt in zelluläre Signalwege eingreift, die Entzündungen, Stoffwechsel und mitochondriale Funktionen steuern. Diese vielfältigen Wirkungen unterstreichen seine integrative Bedeutung für Gesundheit und Homöostase. Somit ist Melatonin ein Molekül, das klassische endokrine Funktionen mit lokal wirksamen zellprotektiven Mechanismen verbindet.
Lesen Sie mehr