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Kardiologie | Beiträge ab Seite 16

Medizin

ATTR-CM: Tafamidis verlängert Gesamtüberleben

Eine aktuell publizierte Post-hoc-Interimsanalyse der ATTR-ACT-Studie (Tafamidis in Transthyretin Amyloid Cardiomyopathy Clinical Trial) und ihrer Langzeitverlängerungsstudie zeigt, dass die Behandlung mit 80 mg Tafamidis-Meglumin bzw. 61 mg Tafamidis mit einem klinisch signifikanten Überlebensvorteil für Patient:innen mit Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) assoziiert ist (1). Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von fast 5 Jahren zeigt die jetzt veröffentlichte Analyse eine signifikante Reduktion des Gesamtmortalitätsrisikos um 41% bei ATTR-CM-Patient:innen, die kontinuierlich mit Tafamidis-Meglumin bzw. Tafamidis behandelt wurden (1).
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Rivaroxaban jetzt auch in den USA für Kinder mit VTE zugelassen

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat 2 Indikationen für den oralen Gerinnungshemmer Rivaroxaban zur Anwendung bei Kindern zugelassen: die Behandlung von venösen Thromboembolien (VTE) sowie Prophylaxe von deren Rezidiven bei pädiatrischen Patient:innen unter 18 Jahren (Reifgeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) nach mindestens 5 Tagen initialer parenteraler Antikoagulationstherapie und die Thromboseprophylaxe nach der Fontan-Operation bei Patient:innen ab 2 Jahren mit angeborener Herzerkrankung.
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Medizin

ESC-Leitlinien empfehlen Herzpumpe

Die Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) 2021 für die Behandlung von Patient:innen mit akuter Herzinsuffizienz sowie von Patient:innen mit kardiogenem Schock enthalten eine höhere Empfehlungsstufe für kurzfristige mechanische Kreislaufunterstützungs-systeme wie beispielsweise Impella Herzpumpen. Die Empfehlung wurde von Klasse IIb („kann in Erwägung gezogen werden“) auf Klasse IIa („sollte in Erwägung gezogen werden“) erhöht. Darüber hinaus haben die Autor:innen den Patient:innenkreis, der von Technologien wie der Impella Herzpumpe profitieren kann, auf Patient:innen mit geringfügig reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion ausgedehnt.
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Herzrhythmusstörungen: Mikronährstoffkombinations-Tabletten sind jetzt gelb

Tromcardin® complex ist seit vielen Jahren als Basisempfehlung bei Herzrhythmusstörungen bekannt. Im Zuge einer Produktionsumstellung erhält die Mikronährstoffkombination nun einen neuen Überzug: Die Tablettenfarbe ist jetzt gelb, analog zum Tablettenkern, und nicht mehr weiß. Das bewährte Verhältnis der enthaltenen Mikronährstoffe Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin B12, Niacin und Coenzym Q10 bleibt identisch. Auch an der Einnahme-Empfehlung von 2 x 2 Tabletten täglich ändert sich nichts.
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RA: Fachinformation zu Filgotinib + Statine geändert

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Filgotinib wurde in einem umfangreichen Studienprogramm an über 3.500 Patient:innen umfassend untersucht (1-5). Filgotinib ist für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA) zugelassen, die unzureichend auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) angesprochen oder diese nicht vertragen haben (1). Die positiven Ergebnisse zum Sicherheitsprofil des Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitors werden nun durch neue Studiendaten zum Interaktionspotenzial von Filgotinib unterstützt (6).
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Digitale Versorgung der Herzinsuffizienz

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und die ProCarement GmbH kündigen eine Zusammenarbeit in Deutschland an, um gemeinsam die Therapiemöglichkeiten für Patient:innen mit Herzinsuffizienz mit einem Ansatz der digitalen, vernetzten Versorgung zu verbessern. Grundlage hierfür ist das bestehende Produktportfolio von ProCarement zum Selbstmanagement und Telemonitoring von Patient:innen mit Herzinsuffizienz, das gemeinsam mit Sanofi vermarktet werden soll. Der Fokus liegt auf dem Selbstmanagement und dem Telemonitoring von Patient:innen mit Herzinsuffizienz, da auch die Telemedizin zunehmend im Versorgungssystem etabliert wird.
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Myokarditis nach COVID-Impfung: Register untersucht Kinder zwischen 5 und 12 Jahren

In amerikanischen und israelischen Studien wurde erstmals berichtet, dass es nach einer Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu Herzmuskelentzündungen kam. Insgesamt wurde diese ernste Komplikation seitdem zwar nur sehr selten beobachtet (1,3 Fälle pro 100.000 Zweit-Impfungen), vergleichsweise häufig aber bei jungen männlichen Menschen zwischen 16 und 19 Jahren (13,7 Fälle pro 100.000 Zweit-Impfungen).
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Erkennen, Erzählen, Erleben – Servicematerial zu atypischen Symptomen eines akuten Myokardinfarkts

Rund 45% aller Myokardinfarkte verlaufen ohne typische Symptome, sodass sie in der Mehrheit der Fälle viel zu spät erkannt werden (1). Dabei erleidet etwa jeder Fünfte innerhalb des ersten Jahres nach dem Myokardinfarkt einen Schlaganfall, einen erneuten Herzinfarkt oder verstirbt infolge eines kardiovaskulären Ereignisses (2). Betroffene sollten daher frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen, doch die meisten Deutschen bringen atypische Symptome wie Übelkeit, Kurzatmigkeit oder Müdigkeit nicht mit einem Myokardinfarkt in Zusammenhang. Hinzu kommt, dass gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie PatientInnen bei Beschwerden zu spät oder gar nicht aktiv wurden. So nahmen 50% weniger ärztliche Hilfe in Anspruch (3).
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Typ-2-Diabetes: Neue Ergebnisse der Studie SURPASS-4 zu Tirzepatid

Die vollständigen Daten der Studie SURPASS-4 wurden jüngst in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht (1). Die Studie verglich die Verträglichkeit und Wirksamkeit von 3 Tirzepatid-Dosierungen (5 mg, 10 mg und 15 mg) mit titriertem Insulin glargin bei mehr als 2.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes und erhöhtem kardiovaskulären Risiko. SURPASS-4 ist die bisher größte und längste klinische Studie des Phase-III-Programms und stellt die letzte globale Zulassungsstudie für Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes dar. Für die Substanz liegt derzeit noch keine Zulassung vor.
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Medizin
Überlegungen zur modernen Kombinationstherapie

Typ-2-Diabetes: SGLT2-Inhibitoren oder GLP1-Rezeptoragonisten?

Mit den SGLT2-Inhibitoren und GLP1-Rezeptoragonisten stehen 2 Substanzklassen zur Verfügung, die auch bei Hochrisikopatient:innen mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Vorerkrankungen sehr wirksam sind und Mortalitäts- sowie kardiovaskuläre Risikodaten effektiv senken können. Doch welche Patient:innen sollen wann mit welchem Medikament behandelt werden?
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COVID-19: Impf- und Booster-Empfehlung für Herzpatient:innen

Angesichts sehr hoher SARS-CoV-2-Infektionszahlen und überlasteter Intensivstationen in den Kliniken appelliert die Deutsche Herzstiftung an ungeimpfte Herz-Kreislauf-Patient:innen wie auch an Gesunde, sich dringend gegen COVID-19 impfen zu lassen. Wer bereits 2-fach gegen COVID-19 geimpft ist, sollte bei nachlassender Immunität seinen Schutz vor COVID-19 durch eine dritte Impfung („Booster“) unbedingt auffrischen. Auf ein Nachlassen der Immunität 6 bis 12 Monate nach der Zweitimpfung deutet die Studienlage hin, so dass eine Auffrischung sinnvoll ist.
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Typ-2-Diabetes

Dapagliflozin bei Diabetes und kardio-renalen Patient:innen

Im Rahmen der Diabetes Herbsttagung DDG 2021 wurden auf einem Symposium 2 Fallstudien vorgestellt. „Denn ein Fall sagt mehr als 100 Studien“, betonte Christoph Terkamp, Hannover. Terkamp berichtete über die Therapie einer 87-jährigen Patientin. Bei Patient:innen mit und ohne Typ-2-Diabetes könne durch die Zusatztherapie mit Dapagliflozin das Risiko für kardiovaskulären Tod sowie für eine Verschlechterung der Symptome gesenkt werden, sagte Terkamp.
 
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Medizin

Ticagrelor: Langzeitprävention im Versorgungsalltag erneut bestätigt

AstraZeneca präsentierte auf den diesjährigen Herztagen 2021 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) aktuelle Daten aus dem Versorgungsalltag von Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Die Ergebnisse der großen internationalen Register-Studie ALETHEIA bestätigen erneut den Nutzen von Ticagrelor zur Langzeitprävention ischämischer Ereignisse bei Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom und vorangegangenen Myokardinfarkt im Versorgungsalltag. Zugleich geben sie Einblicke in die klinische Routinepraxis der dualen antithrombozytären Therapie (DAPT) mit Ticagrelor.
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AHA: Neue Daten aus dem kardiovaskulären Portfolio

Bei den Scientific Sessions 2021 der American Heart Association (AHA) vom 13. bis 15. November wurden neue Daten zum ersten nicht-steroidalen, selektiven Mineralokortikoid-Rezeptor (MR)-Antagonisten Finerenon, zum Stimulator der löslichen Guanylatzyklase (sGC) Vericiguat und zu Rivaroxaban präsentiert. Diese Daten aus dem kardiovaskulären Portfolio von Bayer zeigen das kontinuierliche Engagement des Unternehmens, das Leben von Patientinnen und Patienten mit Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern.
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Arteriosklerose: Mechanismen der Immunabwehr gegen Gefäßentzündungen

Fortschritte auf dem Gebiet der Immunonkologie könnten künftig auch neue Wege in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen eröffnen. Maßgebliche Schritte dazu hat ein Team aus Forschenden unter der Leitung von Dr. med. Kai-Uwe Jarr, Universitätsklinikum Heidelberg und Universität Stanford, USA, und Prof. Dr. med. Nicholas J. Leeper, Universität Stanford, gefunden. Die Forschenden untersuchten, inwiefern ein gegen den Zelloberflächen-Marker CD47 gerichteter und bereits in der Krebstherapie bei Tumorpatienten und -patientinnen eingesetzter Antikörper (Magrolimab in Kombination mit Rituximab) auch für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, genutzt werden kann. Im Zentrum der Arbeit steht die Idee der „Makrophagen-Checkpoint-Hemmung“.
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Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei pAVK

„Menschen mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind kardiovaskuläre Risikopatienten“, betonte Universitätsprofessorin Dr. Christine Espinola-Klein, Mainz, und ergänzte: „Eine klare Verbesserung der Prognose dieser Patienten wird mit der Senkung des LDL-C-Wertes erzielt (1). Lassen sich die in den Leitlinien empfohlenen Zielwerte mit einer intensiven Statintherapie (± andere lipidsenkende Therapien) nicht erreichen, können PCSK9-Inhibitoren wie Alirocumab eine Option sein, um das kardiovaskuläre Risiko zu senken“ (2).
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