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Gesundheitspolitik

09. Mai 2019 Schaufensterkrankheit: G-BA fördert pAVK-TeGeCoach

Etwa 4,5 Millionen Deutsche und damit rund jeder 18. leidet hierzulande unter der Schaufensterkrankheit, im höheren Lebensalter sogar jeder Fünfte. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zählt neben einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu den bedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ursache einer chronischen pAVK ist in 95% der Fälle eine Arteriosklerose. Bei Betroffenen sind Blutgefäße vor allem der Beine, aber auch der Arme verengt. Sind die Gefäße verschlossen, droht schlimmstenfalls eine Amputation. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Zu den Risikofaktoren gehören Diabetes mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und insbesondere das Rauchen.
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Fachinformation
Fakt ist: Menschen, die unter der pAVK leiden, sind in Deutschland unterversorgt. Grund für die KKH, gemeinsam mit Partnern ein innovatives Behandlungskonzept zu entwickeln: den „pAVK-TeGeCoach“. Das Projekt hat Experten des Gesundheitswesens so überzeugt, dass es seit Herbst 2017 vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit rund sieben Millionen Euro für vier Jahre gefördert wird.

1.980 Betroffene nehmen an der wissenschaftlich begleiteten Versorgungsstudie teil. Ein Teil der Versicherten erhält ein individuelles Gesundheitscoaching, das zeigen soll, ob sich damit das Fortschreiten der gefährlichen Gefäßerkrankung verzögern, wenn nicht sogar aufhalten lässt. Zu diesem Versorgungsbaustein zählt ein telemetrisch unterstütztes Gehtraining. Dafür bekommen die Teilnehmer einen Aktivitätstracker, der Informationen zu einem speziellen Gehtraining und zur Herzfrequenz erfasst. Mit Hilfe der gesammelten Daten entwickeln Gesundheitsberater gemeinsam mit den Betroffenen einen individuellen Plan, um Training und Ernährungsweise in Kombination mit einer Medikation zu optimieren ‒ hin zu einem dauerhaft gefäßgesunden Lebensstil.

Sollte sich diese neuartige Therapiebegleitung bei pAVK-Patienten als erfolgreich erweisen, könnte sie in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden – für eine höhere Lebensqualität sowie Lebenserwartung aller Betroffenen.

Quelle: KKH Kaufmännische Krankenkasse


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