Sonntag, 14. August 2022
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Gesundheitspolitik

Studie: Gesundheitliche Auswirkungen der Pandemie

Studie: Gesundheitliche Auswirkungen der Pandemie
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Corona hat auch körperlich Spuren hinterlassen: Insgesamt nehmen 65% der Deutschen nach 2 Jahren Pandemie gesundheitliche Folgen bei sich wahr. Neben Bewegungsmangel (35%) und Rücken- sowie Nackenschmerzen (27%) stellt ein Viertel der Deutschen psychische Probleme bei sich fest. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie "Fitness 2022" der pronova BKK, für die im Januar 2022 insgesamt 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden.
Auch andere Beschwerden haben in den 2 Jahren Pandemie zugenommen oder sind erst seitdem aufgetreten – so verzeichnen jeweils 16% eine größere Gewichtszunahme sowie Kopfschmerzen. 13% haben den Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Nikotin gesteigert. 10% bemerken Kurzatmigkeit.
 
Die unter 30-Jährigen klagen besonders oft über psychische Probleme: 39% von ihnen geben Symptome wie depressive Stimmung, Ängste, Aggression oder Rückzug an. Im Schnitt über alle Generationen hinweg sind es hingegen nur 24%. Die 18- bis 29-Jährigen sind es auch, die am häufigsten von Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen sowie Kopfschmerzen betroffen sind.
 
"Gerade die Jüngeren reagieren stärker auf das Gefühl der Hilflosigkeit in der Corona-Krise. Der Mensch kann eine derartige psychische Belastung nur eine begrenzte Zeit aushalten, sie kann sich dann auch körperlich äußern", sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. "Wir kennen den Ausdruck 'den Kopf frei bekommen' im Sport-Kontext. Bewegung mildert die Belastungen, doch wie unsere Studie zeigt, stellen viele auch hier einen Mangel bei sich fest."
 
 

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Sport wird auch als Krankheitsvorsorge gesehen

Ganz allgemein ist die Mehrheit der Deutschen der Ansicht, die Vorteile der eigenen Fitness sind bessere Gesundheit bzw. der Erhalt der eigenen Gesundheit. 58% meinen, durch eine gute Fitness ließen sich die eigene Kraft und Ausdauer steigern.
 
53% der Deutschen verbinden mit der eigenen Fitness den Vorteil, dann weniger Beschwerden zu haben. Tatsächlich leiden überdurchschnittlich viele mit geringem Fitnesslevel unter Bewegungsmangel, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme und Kurzatmigkeit. Dies ist auch eine Folge der Corona-Pandemie: "Während der Pandemie musste körperliche Betätigung anders organisiert werden. Der Weg zur Arbeit oder der Besuch im Sportverein sind oft weggefallen. Stattdessen wurde in schlechter Haltung am Küchentisch gearbeitet. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen und Kurzatmigkeit zunehmen", sagt Dr. Herold. "Für eine gute Grund-Fitness braucht es kein aufwändiges Sportprogramm. Es reicht, im Alltag öfter die Treppe zu nutzen und Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen."

Quelle: pronova BKK


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