Journal MED

Schmerz

Neurologie/Psychiatrie
Neuropathische Schmerzen: Topisches Capsaicin ist mehr als 2. Wahl

Neuropathische Schmerzen: Topisches Capsaicin ist mehr als 2. Wahl

Die systemischen Therapieoptionen bei neuropathischen Schmerzen sind für ältere und/oder multimorbide Patient:innen nur bedingt geeignet. Für sie sind topische Behandlungen wie hochdosierte Capsaicin-Pflaster (HCCP) eine gut wirksame und nebenwirkungsarme Alternative, betonte Prof. Janne Gierthmühlen, Kiel, bei einem Symposium im Rahmen des Jahreskongress der Arbeitsgemeinschaft für Interdisziplinäre Spezielle Schmerz- und Palliativmedizin (AISSP) 2026.
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Medizin

MIGRA-MD: Innovationsprojekt für strukturierte und digitale Migräneversorgung startet

Trotz guter Therapieoptionen erhalten Migränepatient:innen in Deutschland nicht immer eine leitliniengerechte, auf die individuelle Situation abgestimmte Therapie. Deshalb fördert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Innovationsfondsprojekt „MIGRA-MD – Strukturierte fachärztliche Migräneversorgung – multimodal und digital" des LMU Klinikums München und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) sowie von weiteren Projektpartnern mit über 5 Millionen Euro. Beginnend am 1. März 2026 werden über die nächsten 1,5 Jahre insgesamt 1000 Patient:innen aufgenommen.
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Medizin
DDG-Herbsttagung 2025

Diabetische Polyneuropathie: Unterschätzte Folgeerkrankung mit hoher Belastung

Im Rahmen der Diabetes-Herbsttagung 2025 stand die schmerzhafte diabetische Polyneuropathie im Fokus eines interdisziplinären Symposiums. Drei Experten aus Forschung, Praxis und Schmerzmedizin beleuchteten die Erkrankung aus unterschiedlichen Blickwinkeln – von den pathophysiologischen Grundlagen über Diagnostik bis hin zu modernen Therapieansätzen. Ziel war es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu verbinden, um Wege zu einer besseren Versorgung und Lebensqualität für Betroffene aufzuzeigen.
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Medizin

Stress verstärkt Schmerzen und erschwert die Gefühlsregulation bei Depression und Fibromyalgie

Eine neue Studie unter Federführung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit zeigt, dass Menschen mit Depression und Fibromyalgie nahezu identische Muster einer gestörten Gefühlsregulation aufweisen und dass Stress in beiden Gruppen Schmerzen und Stimmung deutlich verschlechtert. Die Ergebnisse verdeutlichen die enge Verflechtung von Schmerz, Stress und Emotionen und unterstreichen die Bedeutung psychotherapeutischer Behandlungsansätze.
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Patienteninfos

Migräne im Sommer: Was Betroffenen bei Hitze und Wetterwechseln hilft

Das Wetter in Deutschland wird immer wärmer und für viele erfüllt sich der langersehnte Traum vom „richtigen Sommer“. Heiße Tage und laue Nächte erfreuen jedoch nicht alle gleichermaßen. Während die einen die Sonne genießen, ist bei Migräne-Betroffenen die Freude oft getrübt. Denn starke Temperaturwechsel können bedeuten, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein Pochen und Ziehen in der Schläfengegend meldet und die nächste Migräneattacke ankündigt. Gutes Trigger-Management und Entspannungsübungen können helfen, die Beschwerden zu lindern.
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Medizin

S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Endometriose“ aktualisiert

Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. wurde die S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Endometriose“ aktualisiert [1]. In der AWMF-Leitlinie wurden neueste Erkenntnisse zu der chronischen Erkrankung eingearbeitet, die maßgeblich in der Patientinnenversorgung Anwendung finden sollen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patientinnen individuell zu verbessern.
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Medizin

Schmerzhafte diabetische Neuropathie: Langfristige Verbesserung der Schmerzintensität durch hochfrequente Rückenmarkstimulation

Neue Daten im Journal of Pain Research (1) zeigen, dass die hochfrequente 10-kHz-Rückenmarkstimulation (SCS) bei Patient:innen mit schmerzhafter diabetischer Neuropathie (PDN) und Typ-2-Diabetes zu einer signifikanten und anhaltenden Schmerzlinderung führt. Zusätzlich wurde eine langfristige Verbesserung der Blutzuckerwerte (HbA1c) und des Körpergewichts beobachtet. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial dieser Therapie für die Behandlung von PDN.
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Medizin

Linzagolix als orale Myomtherapie mit und ohne hormonelle Add-back-Therapie

Myome sind häufig (1) und erfordern eine Therapie, die der gynäkologischen Problemstellung, gleichzeitig aber auch den individuellen Bedürfnissen einzelner Patientinnen Rechnung trägt. Mit Linzagolix steht seit September 2024 erstmals ein GnRH-Antagonist in 2 Dosierungen zur Behandlung mäßiger bis starker Symptome von Uterusmyomen zur Verfügung, der für erwachsene Frauen im gebärfähigen Alter eine individuelle orale Myomtherapie mit oder ohne hormoneller Add-back-Therapie (ABT) ermöglicht (2). Auf dem diesjährigen 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) Mitte Oktober 2024 in Berlin sprachen Expert:innen unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Julia C. Radosa, Homburg an der Saar, im Rahmen eines Symposiums über den Wirkstoff und seinen Stellenwert.
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Schmerzmedizin

Medizinalcannabis bei starken chronischen Schmerzen – individuelle Ergänzung zur Standardtherapie

Medizinalcannabis kann eine wertvolle Ergänzung der Standardtherapie bei starken chronischen Schmerzen sein, wurde bei einem Pressegespräch während des Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim betont. Zwar sind die Evidenzen für den Nutzen von Cannabinoiden bei Tumorschmerzen oder in der Palliativversorgung gering, es gibt aber Hinweise, dass eine Add-on-Therapie mit Cannabinoiden auch in diesen Patientengruppen u.a. zu einer Reduktion von Opioiden und anderen Analgetika führen kann.
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Schmerzmedizin

Starke chronische Tumor-assoziierte Schmerzen: Intrathekale Analgesie als Ergänzung zur Standardtherapie

Bei 5% bis zu 10% der von starken Schmerzen betroffenen Tumor-Patient:innen reichen selbst hochpotente Analgetika nicht zur Schmerzkontrolle aus. Bei ihnen kommen interventionelle Techniken wie die intrathekale Analgesie (ITA) infrage. Mit dem Wirkstoff Ziconotid, einem N-Typ-Kalziumkanalblocker, steht dafür auch eine Alternative zu Morphin zur Verfügung.
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Gesundheitspolitik

Bundestag berät über Reform der Notfallversorgung

Medizinische Hilfe im Notfall soll in Deutschland besser organisiert werden. Der Bundestag hat mit den Beratungen über eine entsprechende Reform der Ampel-Koalition begonnen. Sie sieht angesichts oft überfüllter Notaufnahmen eine bessere Patientensteuerung vor, wie es aus dem Bundesgesundheitsministerium heißt. Ziel ist es laut dem Gesetzentwurf, „für alle Hilfesuchenden eine bundesweit einheitliche und gleichwertige Notfallversorgung sicherzustellen“.
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