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Infografik

DAK-Umfrage: Zeitumstellung ist überflüssig und verursacht gesundheitliche Probleme

Infografik: Zeitumstellung für breite Masse schon lange überflüssig | Statista
Am Sonntag, den 26.03.2023, werden nachts die Uhren von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Laut einer repräsentative Forsa-Umfrage* der DAK-Gesundheit hatte ein Viertel der Deutschen schon einmal gesundheitliche Probleme nach der Zeitumstellung. Bei fast der Hälfte von ihnen halten diese bis zu einer Woche an, bei jedem Vierten sogar bis zu einen Monat.

Drei Viertel der Deutschen halten Zeitumstellung für überflüssig

Laut DAK-Umfrage sind mehr als drei Viertel (76%) der Befragten der Meinung, die Zeitumstellung sei überflüssig und sollte abgeschafft werden. Dabei spricht sich, nach ihren Präferenzen befragt, eine Mehrheit von 55% für eine dauerhafte Beibehaltung der Sommerzeit aus. Nur 37% würden die Winterzeit – eigentlich die Normalzeit – behalten wollen.

Deutsche sprechen sich mehrheitlich für Beibehaltung der Sommerzeit aus

Dabei hätte der Großteil der Befragten (59%) auch kein Problem damit, wenn die Sonne aufgrund der Beibehaltung der Sommerzeit im Winter erst gegen 9.30 Uhr aufgehen würde – es dafür im Gegenzug abends auch eine Stunde länger hell wäre. Besonders Erwerbstätige votieren für eine dauerhafte Sommerzeit (61%) und würden demnach mehr Tageslicht nach Feierabend dem früheren Sonnenaufgang vorziehen. Gegen die Beibehaltung der Sommerzeit sprechen sich eher Frauen, ältere Befragte ab 60 Jahren sowie Nichterwerbstätige aus.
 
 

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©Jenny Sturm / Fotolia.de

Verteilung von „Eulen“ „und Lerchen“ in Deutschland

Dabei ist die Verteilung von „Eulen“ und „Lerchen“ – also Personen, die eher „Abendmenschen“ oder „Morgenmenschen“ sind – nahezu gleich: 58% der Befragten gaben an, dass sie sich wochentags einen Wecker stellen müssen, um morgens aus dem Bett zu kommen. 41% wachen hingegen auch ohne Wecker rechtzeitig auf.

Gesundheitliche Probleme auf hohem Niveau

Laut Umfrage hatten 25% der Befragten in der Vergangenheit bereits gesundheitliche Probleme nach der Umstellung der Uhren. Dabei liegt dieser Wert auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den vergangenen Jahren. Bei 49% dauerten die Probleme bis zu einer ganzen Woche an, bei jedem Vierten sogar bis zu einem Monat.

Die häufigsten Beschwerden nach der Zeitumstellung unter den Betroffenen sind:
 
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit (85% der Betroffenen)
  • Schlafstörungen (63% der Betroffenen)
  • Konzentrationsschwierigkeiten (36% der Betroffenen)
  • Gereiztheit (32% der Betroffenen)
  • Depressive Verstimmung (16% der Betroffenen)
19% kamen aufgrund der Zeitumstellung morgens schon einmal zu spät zur Arbeit. Frauen sind dabei deutlich häufiger (32%) von gesundheitlichen Problemen betroffen als Männer (19%).
 
 

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© tostphoto - stock.adobe.com

Zeitumstellung sollte bereits im Jahr 2021 abgeschafft werden

In einer EU-weiten Befragung sprach sich im Sommer 2018 eine große Mehrheit von 84% der Teilnehmer:innen für ein Ende der Zeitumstellung aus. Auch das Europäische Parlament stimmte im März 2019 mit deutlicher Mehrheit für eine Abschaffung im Jahr 2021. Hierfür wäre eine Einigung der einzelnen Mitgliedsstaaten nötig gewesen. Diese wurde jedoch auf unbestimmte Zeit vertagt. Uneinig ist man sich vor allem darin, ob nach einer Abschaffung die Normalzeit oder die Sommerzeit gelten soll. Ob die Diskussion in naher Zukunft wieder Fahrt aufnimmt, ist nun auch angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen und Herausforderungen in Europa zweifelhaft.

Hintergrund zur Zeitumstellung

In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 als Reaktion auf die Ölkrise 2 Jahre zuvor eingeführt, um Energie zu sparen. Seit 1996 gilt die Sommerzeit EU-weit und beginnt jeweils am letzten Sonntag im März. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann in allen Staaten der Europäischen Union wieder auf die Winterzeit – also die Normalzeit – zurückgedreht.

Infografik: Wer hat an der Uhr gedreht? | Statista
 
*Repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Zeitumstellung durch Forsa, 22. bis 24. Februar 2023, 1.008 Befragte bundesweit.

Quelle: DAK, Statista



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