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Schlaganfall

Überblick

Schlaganfall – Jede Minute zählt

Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall (Apoplex), ca. 3 Viertel davon zum ersten Mal und ein Viertel zum wiederholten Male. Trotz der modernen Behandlungsmöglichkeiten versterben immer noch 25-33% dieser Patient:innen an den Folgen eines Schlaganfalls. Von den Überlebenden leiden bis zu 40% an erheblichen funktionellen Einschränkungen, die von Problemen beim Sprechen bis zu Lähmungen reichen.
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Medizin
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Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Plaques in der Halsschlagader gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle. Besonders gefährlich sind dabei nicht unbedingt die größten Plaques, die Gefäße einengen, sondern solche, die leicht aufreißen. Sie können auch dann einen Schlaganfall auslösen, wenn die Gefäßverengung zuvor nicht besonders auffällig war. Für die Betroffenen kommt ein solches Ereignis oft völlig unerwartet. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Technischen Universität München (TUM) und des TUM Klinikums hat nun erstmals die räumliche Verteilung von Proteinen in verschiedenen Bereichen solcher Plaques untersucht. Die Ergebnisse zeigen, warum manche Plaques instabil werden und leichter aufbrechen können. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden mit PCSK9 einen bekannten Regulator des Fettstoffwechsels als möglichen lokalen Marker für besonders gefährliche Plaques.
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Neue europäische Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Gehirnblutungen

Neue europäische Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Gehirnblutungen

Eine neue, europaweit gültige Leitlinie der drei führenden Fachgesellschaften zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen (ESO, EANS und ESMINT) wurde im Rahmen der European Stroke Organisation (ESO) Conference in Maastricht präsentiert – 13 Jahre nach der ersten Veröffentlichung einer entsprechenden Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Subarachnoidalblutungen durch die ESO.
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Telemedizin kann Schlaganfall-Versorgung beschleunigen

Bei einem Schlaganfall ist die schnellstmögliche Versorgung entscheidend für den Therapieerfolg. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben im Rahmen einer Studie ermittelt, wie schnell Patient:innen behandelt werden können und wie telemedizinische Versorgung die Schnelligkeit der Versorgung optimieren könnte. Die Studienergebnisse wurden nun in The Lancet Regional Health veröffentlicht [1].
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International Stroke Conference 2026

Asundexian reduziert sekundäre Schlaganfälle ohne erhöhtes Blutungsrisiko

Auf der International Stroke Conference präsentierte Ergebnisse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zeigen, dass Asundexian ischämische Schlaganfälle bei Patient:innen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-Transitorischen ischämischen Attacke (TIA) im Vergleich zu Placebo signifikant um 26% reduziert, ohne das Risiko schwerer ISTH-Blutungen (International Society on Thrombosis and Hemostasis) zu erhöhen.
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Blutmarker BD-tau macht Hirnschädigung nach Schlaganfall messbar

Blutmarker BD-tau macht Hirnschädigung nach Schlaganfall messbar

Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall – doch wie stark das Gehirn in den Stunden und Tagen danach weiter geschädigt wird, lässt sich bislang nur begrenzt und punktuell mit Bildgebung erfassen. Für viele andere Organe gibt es Bluttests, die akute Verletzungen anzeigen, für das Gehirn fehlte bislang ein vergleichbarer Marker. Forschende am LMU Klinikum München und internationale Partner zeigen nun, dass ein neuer Blutmarker – Brain-derived Tau (BD-tau) – das Ausmaß der Hirnschädigung nach einem ischämischen Schlaganfall über die Zeit abbilden kann. Die Arbeit mit den Erstautoren Dr. Naomi Vlegels und Nicoló Luca Knuth wurde im Fachblatt Science Translational Medicine veröffentlicht [1].
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Sekundärprävention von Schlaganfällen: Asundexian erreicht primäre Endpunkte

Die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zur Sekundärprävention von Schlaganfällen hat ihre primären Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte erreicht. OCEANIC-STROKE zeigte die Überlegenheit von Asundexian in Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmung und reduzierte signifikant das Risiko für ischämische Schlaganfälle, ohne die Rate schwerer ISTH-Blutungen im Vergleich zu Placebo mit Thrombozytenaggregationshemmung zu erhöhen.
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Schlaganfallprophylaxe bei älteren Patient:innen mit Vorhofflimmern

Schlaganfallprophylaxe bei älteren Patient:innen mit Vorhofflimmern: Apixaban zeigt günstiges Sicherheitsprofil

Die Zahl älterer Patient:innen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) steigt kontinuierlich – ebenso das Risiko für Schlaganfälle und Blutungskomplikationen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Wahl eines geeigneten oralen Antikoagulans zur Schlaganfallprophylaxe zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Versorgungsdaten aus Großbritannien und den USA liefern neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Apixaban im Vergleich zu Edoxaban und Rivaroxaban und ergänzen damit die Daten aus der klinischen Forschung.
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Neue Erkenntnisse zur Spracherholung nach einem Schlaganfall

Eine aktuelle Studie zeigt, wie sich das Gehirn in den ersten Monaten nach einem Schlaganfall reorganisiert, um das Sprachvermögen zu verbessern. Diese Erkenntnisse erweitern das Verständnis funktioneller Netzwerke im Gehirn und könnten langfristig in der personalisierten Therapie nach einem Schlaganfall Anwendung finden. Das Forschungsteam des Wilhelm-Wundt-Instituts für Psychologie der Universität Leipzig, des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften, des Universitätsklinikums Leipzig und der Universität Cambridge hat die Ergebnisse in der Fachzeitschrift BRAIN veröffentlicht (1).
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Embolisation der harten Hirnhautarterie bei chronisch subduralem Hämatom

Neben der endovaskulären Behandlung des Schlaganfalls (Thrombektomie) ist eine der vielversprechendsten Entwicklungen der letzten Jahre die endovaskuläre Behandlung von chronischen subduralen Hämatomen (cSDH) durch Embolisation der harten Hirnhautarterie. Prof. Dr. Marius Hartmann, Direktor des Institutes für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Darmstadt, behandelt cSDH seit 2019 mit großem Erfolg.
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Künstliche Intelligenz ermittelt Zeitpunkt von Schlaganfällen

Nach einem Schlaganfall lassen sich bleibende Schäden oft reduzieren, wenn schnell gehandelt wird. Dabei ist es entscheidend, den Zeitpunkt des Schlaganfalls zu kennen. Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) hat einen Algorithmus entwickelt, mit dem sich dieser Zeitpunkt besonders exakt feststellen lässt (1). Das Verfahren ist doppelt so genau wie eine Analyse durch medizinisches Fachpersonal.
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Schlaganfall: Hinweise auf wirksame Therapie bei schweren Hirnblutungen

Mehr als 50.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich eine spontane Blutung im Gehirn. Ein solcher hämorrhagischer Schlaganfall führt zu weitreichenden Schäden im Gehirn und ist akut lebensgefährlich. In einer Studie fanden Forschende nun Hinweise darauf, dass das Öffnen der Schädeldecke und damit eine Druckminderung im Gehirn zu weniger schweren Verläufen führt. Die Studie erschien im Fachmagazin „The Lancet“ (1) und wurde zeitgleich auf dem Kongress der European Stroke Organisation (ESOC) in Basel vorgestellt.
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Erstmaliger Nachweis eines lokalen Biomarkers zur Vorhersage schwerer Schlaganfallverläufe

Plötzliche Lähmung, Taubheit, Verwirrung, Geh-, Sprach- und Sehstörungen können auf einen Schlaganfall hinweisen, der schnellstmögliche medizinische Hilfe erfordert. Bei einem ischämischen Schlaganfall, der einen Großteil der Schlaganfälle ausmacht, wird ein Teil des Gehirns aufgrund einer Unterbrechung der Blutversorgung geschädigt. Das wirkstärkste Therapieverfahren ist die mechanische Thrombektomie, die allein oder in Kombination mit medikamentöser Thrombolyse durchgeführt werden kann. Dabei wird das für den Schlaganfall verantwortliche Gerinnsel mittels eines interventionell-radiologischen Katheterverfahrens – minimalinvasiv – aus dem betroffenen Blutgefäß des Gehirns entfernt und die Blutversorgung wiederhergestellt. Ein interdisziplinäres Würzburger Team aus Neuroradiologie und Neurologie identifiziert das Enzym MMP-9 direkt in Blutgefäßen des betroffenen Hirnareals als entscheidenden Biomarker für schwerste Schlaganfallverläufe nach mechanischer Gerinnselentfernung, noch bevor therapeutische Schritte erfolgen.

 
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Spastische Bewegungsstörung nach Schlaganfall: Frühzeitige Versorgung mit dem SAM-Tool

Spastische Bewegungsstörungen (SMD) sind eine häufige Folge bei einem Schlaganfall (1). Durch eine verzögerte Kommunikation im multidisziplinären Behandlungsalgorithmus kann es zu einer verspäteten Ersttherapie kommen, so Prof. Dr. Jörg Wissel, Chefarzt der Abteilung für neurologische Rehabilitation und physikalische Therapie am Vivantes Klinikum Spandau. Das SAM-Tool unterstützt beim Beurteilen und fördert die multidisziplinäre Kommunikation. Es erlaubt eine frühe Identifizierung von behindernden SMD. Darauf basierend können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um eine optimale Therapie sicherzustellen.
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Glenzocimab reduziert das Sterberisiko nach einem Schlaganfall

Je schneller das Blut nach einem akuten ischämischen Schlaganfall wieder normal fließen kann, desto geringer sind die Schäden im Gehirn. Dazu müssen die Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst und gegebenenfalls zusätzlich mechanisch entfernt werden. Ein internationales Forschungsteam hat nun im Rahmen der ACTIMIS-Studie den Nutzen von Glenzocimab zusätzlich zur Standard-Behandlung getestet. Dabei konnte das Sterberisiko um fast ein Drittel reduziert werden. Die Ergebnisse wurden und in „The Lancet Neurology“ veröffentlicht (1).
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Demenz: Schlaganfall erhöht das Risiko stark

Ein Schlaganfall kann das Risiko einer Demenz um 80% erhöhen. Das haben Forschende der McMaster University in Hamilton, Kanada, jetzt nachgewiesen. Dieser Zusammenhang bleibt auch dann bestehen, wenn andere Risikofaktoren berücksichtigt wurden. Weltweit erleiden jedes Jahr rund 15 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Schätzungen nach leidet rund jeder 2. dieser Patient:innen dauerhaft unter gesundheitlichen Einschränkungen.
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Neuer Ursprung von Stammzellen bei Patient:innen mit Hirnschäden entdeckt

Neurologische Erkrankungen wie Trauma, Schlaganfall, Epilepsie und verschiedene neurodegenerative Krankheiten führen zu einem unumkehrbaren Verlust von Nervenzellen, den Neuronen. Damit beinträchtigen sie die Gehirnfunktion stark. Obwohl diese Erkrankungen weltweit stetig zunehmen, fehlen immer noch effektive Behandlungsoptionen. Die Ursachen sind zum einen, dass verlorene Nervenzellen nicht ersetzt werden können und zum anderen, dass Zellen um die Verletzung herum möglicherweise nicht förderlich für die Genesung sind.
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