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Medizin

09. Januar 2017 Aktivitätentagebuch als Unterstützung für Schmerzpatienten

Gängige Schmerztagebücher werden als etablierte Hilfsmittel in der Schmerztherapie betrachtet – sie können aber auch dazu führen, dass sich chronische Schmerzpatienten hauptsächlich auf ihre schmerzhaften Erfahrungen konzentrieren. Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass diese im Schmerzgedächtnis gespeicherten schmerzhaften Erfahrungen zwar nicht gelöscht, aber mit positiven Erfahrungen „überschrieben“ werden können (1).
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Fachinformation
Diesen Ansatz macht sich nun das  von Lilly Deutschland in Kooperation mit der DFNS entwickelte alternative Schmerztagebuch zu Nutze. Ein Ereignis, welches zuvor konsequent mit Schmerzen verbunden wurde, wird nun in einen nicht schmerzhaften Zusammenhang gebracht. Durch dieses Neulernen treten neue, positive Erfahrungen an die Stelle des Schmerzes. Dies kann eine Stütze sein, um den Therapieerfolg und die Lebensfreude bei chronischen Schmerzpatienten zu stärken.

Patienten können lernen, dass bestimmte Erlebnisse nicht zwangsläufig schmerzhaft sein müssen. Um diese positiven Erlebnisse festzuhalten und zu verstärken, hat Lilly Deutschland gemeinsam mit Prof. Herta Flor, Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie in Mannheim, und Mitgliedern des DFNS (Deutscher Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz) ein Aktivitätentagebuch entwickelt. Dieses verfolgt einen für Tagebücher neuen Ansatz, da nicht das Dokumentieren der Schmerzen im Mittelpunkt steht, sondern der Fokus auf positive Ereignisse und Erfahrungen gelegt wird. Dazu werden bestimmte Aussagen (z. B. „Ich fühle mich heute fit und aktiv“ oder „Ich habe Vertrauen in die Wirksamkeit dieser Behandlung“) von ablehnend bis zustimmend (auf einer Skala von 0-10) beurteilt. Die grafische Erfassung der Werte als Wochensumme unterstützt schließlich den Arzt bei der Dokumentation des Therapieerfolgs und erleichtert die Krankheitsbewältigung. Interessierte Ärzte können das Aktivitätentagebuch über den Lilly-Außendienst beziehen oder im Web unter https://www.lilly-pharma.de/gesundheit/diabetische-polyneuropathie/broschueren.html
 

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) Flor H et al. Neuro Rehabilitation 2009; 25: 19-27


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