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Medizin

17. Juli 2017
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Atemversagen ist die häufigste Todesursache bei COPD

Die zunehmende Lungenüberblähung bei COPD behindert die Arbeit des Zwerchfells, unseres wichtigsten Atemmuskels. Dadurch kann das bei der Atmung entstehende Kohlendioxid nicht mehr abgeatmet werden und es kann zu einem lebensbedrohlichen, hyperkapnischen Atemversagen kommen. Abhilfe schafft die nicht-invasive Beatmung, darauf weisen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hin.
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Die häufigste Todesursache bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD – im Volksmund auch Raucherlunge genannt – ist Atemversagen. Durch die krankheitsbedingt zunehmende Zerstörung der Lungenbläschen, die für den Gastaustausch zuständig sind, kommt es zunächst zu einem Sauerstoffmangel, der sich anfänglich nur unter Belastung, später auch in Ruhe zeigt. Schreitet die Zerstörung der Lunge weiter fort, entwickelt sich eine immer stärkere Lungenüberblähung, die eine normale Zwerchfellleistung behindert. „Das Zwerchfell ist aber der wichtigste Atemmuskel, um für eine ausreichende Belüftung der Lunge zu sorgen“, erklärt Dr. Thomas Voshaar, Moers. „Eine mangelnde Ventilation aufgrund der zunehmenden Schwäche des Zwerchfells führt dann zu einer Ansammlung von Kohlendioxid, da dieses nicht mehr abgeatmet werden kann.“ Im Extremfall sammelt sich Kohlendioxid im Blut so stark an, dass sich Kohlensäure bildet, die zu einer Übersäuerung des Blutes führt (Hyperkapnie mit Azidose). „Typische Anzeichen einer Hyperkapnie sind Atemnot, Unruhe aber auch Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Blaufärbung der Haut und ein erhöhter Puls. Bei schwerem Verlauf kann es zu Bewusstseinsstörungen, Blutdruckabfall, abnehmendem Herzschlag und einem Versagen der Atempumpe kommen“, erläutert Dr. Voshaar. Deshalb sterben COPD-Patienten oft, wenn sie bei einer schweren gesundheitlichen Exazerbation nicht rechtzeitig in die Intensivstation oder eine auf Beatmung spezialisierte Einheit (lung attack unit) gebracht und richtig beatmet werden. Beispielsweise darf bei der Beatmung der Betroffenen nicht nur Sauerstoff zugeführt werden. „Um die Eigenatmung zu unterstützen und das Zwerchfell als wichtigsten Atemmuskel zu entlasten, sollte die Nicht-Invasive-Beatmung (NIV) über eine Maske eingesetzt werden. Die NIV rettet nicht nur Leben, sondern verhindert auch unnötige Todesfälle durch die invasive Beatmung“, betont Dr. Voshaar.

 
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