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Medizin

14. Dezember 2017 Chronische Atemwegserkrankungen: Atemtherapiegerät gegen Mukostase

Chronische Atemwegserkrankungen gehen meist mit einer Mukostase einher. Zusätzlich zu schleimlösenden Phytopharmaka unterstützen Atemtherapiegeräte wie GeloMuc® die Sekretolyse. Sie bringen den Thorax zum Vibrieren und lösen so auf physikalische Weise den Schleim in den Bronchien.
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Die pneumologische Rehabilitation von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen steht auf 3 Säulen: Patientenschulung, Bewegungs- und Trainingstherapien sowie physikalische Therapie mit dem Erlernen von Selbsthilfetechniken. Der Schlüssel der physikalischen Therapie ist die Vibration: Durch bestimmte Hustentechniken, Lagerungsdrainage oder Vibrationsmassage von außen kann der Thorax in Vibration versetzt werden. Durch die thorakalen Erschütterung geraten auch die Bronchien in Vibration, sodass sich der Schleim von den Bronchialwänden löst. Erreichen lässt sich das etwa durch Springen auf einem Trampolin oder im Sitzen auf einem Gymnastikball.

Die Mehrzahl der Patienten mit einer COPD ist allerdings kaum mehr in der Lage sich entsprechend zu bewegen. Hier kommen PEP(positive expiratory pressure)-Systeme wie GeloMuc® ins Spiel, die einfach und unkompliziert zu Hause angewendet werden können. Auch mit ihnen gelingt es, den Thorax vibrieren zu lassen. Das Prinzip von GeloMuc® ist einfach: Der Patient atmet in das Gerät und versetzt die in einem Kunststoffgehäuse eingebettete Stahlkugel in Schwingungen. Die intrabronchiale Luftsäule und damit auch die Bronchien geraten dadurch ebenfalls in Schwingung, der Schleim kann sich lösen.

Das Atemtherapiegerät ist klein, gut zu verstauen und sehr gut zu reinigen. Prof. Dr. Wolfgang Petro, Pneumologe in Nürnberg, empfiehlt seinen Patienten den GeloMuc® 3 x täglich für 5 bis 10 Minuten anzuwenden. „Das Reha-Setting kann man nicht mit nach Hause nehmen. Aber GeloMuc® kann der Patient in seiner Wohnung nutzen, während er beispielsweise Nachrichten schaut. Aus meiner Sicht ist das Atemtherapiegerät ein gutes und alltagstaugliches Therapietool, das auch von Kindern sehr gut angenommen wird.“ Erfolgreich anwenden lässt sich das Atemtherapiegerät bei allen pneumologischen Krankheitsbildern, die mit einer Mukostase einhergehen, sprich bei COPD, zystischer Fibrose, Bronchiektasen oder Asthma. Es kann von Pneumologen, aber auch vom Hausarzt auf ein Hilfsmittelrezept verordnet werden.

Dr. Beate Fessler

Quelle: Praxisworkshop „Luft holen und durchatmen: Vibrationstraining als effektive Add-on-Therapie in der pneumologischen Rehabilitation“, Nürnberg, 15. November 2017; Veranstalter: Pohl Boskamp


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