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Medizin

24. Februar 2020 Diätmanagement: Verbesserung von Arrhythmien und kognitiven Störungen

Bei Herzrhythmus- oder Gedächtnisstörungen bieten ernährungsmedizinische Interventionen im Rahmen einer bilanzierten Diät unterstützende Behandlungsmöglichkeiten.
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Basistext
Lebensstiländerung + Diät + Ko-Enzym Q10

Herzrhythmusstörungen (HRS) sind oftmals mit einem Ungleichgewicht im Kalium-Magnesium-Haushalt assoziiert. Zusammen mit psychischer Belastung und erhöhten Kortisolspiegeln kann es zu funktionellen HRS kommen, die in Ergänzung zu einer Lebensstiländerung durch eine bilanzierte Diät mit einer spezifischen Mikronährstoffkombination aus Kalium, Magnesium, Vitamin B12, Niacin, Folsäure und Ko-Enzym Q10 (Tromcardin® complex) gelindert werden können. Der Elektrolythaushalt wird stabilisiert.

Positiver Einfluss auf Herzfunktion

Organischen HRS liegen meist Komponenten des metabolischen Syndroms wie arterielle Hypertonie, Adipositas, Dyslipidämie, Typ-2-Diabetes und Insulinresistenz zugrunde. Auch bei diesen Patienten hat sich die Substitution der herzwichtigen Mikronährstoffe bewährt, erläuterte PD Dr. Elke Parsi, Berlin. Als Add-on zur kardiovaskulären Standardtherapie kann die Elektrolyt-Kombination die Herzfunktion von Patienten mit Herzrhythmusstörungen günstig beeinflussen, so das Ergebnis einer Placebo-kontrollierten Pilotstudie mit 60 ambulanten HRS-Patienten (1). Diastolische und systolische Funktionsparameter sowie der Glukosestoffwechsel verbesserten sich nach 6-wöchiger Einnahme der Mikronährstoffkombination signifikant, betonte Parsi.

Gedächtnisstörungen

Ursachen für Gedächtnisstörungen – Einbußen des Lernens, Behaltens und Abrufens gelernter Informationen – können Alter, Depressionen, Stress, Arzneimittelnebenwirkungen, Alkoholabusus oder hirnorganische Erkrankungen sein.
Rund 6,4 Mio. Menschen sind hierzulande von MCI (mild cognitive impairment) betroffen, das sich in 10-20% der Fälle zu einer Demenz entwickeln kann und daher einer frühzeitigen Intervention bedarf, erklärte Dr. Petra Sandow, Berlin.

Verbesserung kognitiver Leistungen durch Citicolin

Eine neue Therapieoption zur Verbesserung kognitiver Leistungen ist Citicolin (Tromneural® 250), ein körpereigener Stoff, der als Vorstufe von Lecithin (Phosphatidylcholin) an der Reparatur neuronaler Membranen beteiligt ist und mit Cholin einen Baustein des Neurotransmitters Acetylcholin liefert. Die Substitution fördert die Bereitstellung von Acetylcholin im synaptischen Spalt und kann damit die Gedächtnisleistung normalisieren.
In einer Cochrane-Metaanalyse aus 14 doppelblinden, randomisierten und Placebo-kontrollierten Studien mit 1.300 Patienten (2) wurde deutlich, dass 600-1.000 mg Citicolin pro Tag bei sehr guter Verträglichkeit einen signifikant positiven Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit haben. Eine bilanzierte Diät mit Citicolin kann bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen die Gedächtnisleistung stabilisieren und hat dabei im Gegensatz zu Gingko-Präparaten keinen Einfluss auf die Blutgerinnung, fasste Sandow zusammen.

Dagmar Jäger-Becker

Quelle: Symposium „Die Ernährungsmedizinische Intervention für die Steuerzentralen des Organismus“, 04.02.2020, Berlin; Veranstalter: Trommsdorff

Literatur:

(1) Parsi E et al., BMC Cardiovascular Disorders 2018, 18, 220. https://doi.org/10.1186/s12872-018-0954-6
(2) Fioravanti M et al., Cochrane Database Syst Rev 2005, (2): CD000269.


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