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Medizin

16. Oktober 2019 Katheterablation: Zulassungserweiterung für Apixaban

Die Zulassung von Apixaban (Eliquis®) bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) mit mindestens einem Risikofaktor für einen Schlaganfall wurde erweitert: Sie können den Faktor Xa-Hemmer nun auch während und nach einer Katheterablation weiter einnehmen (1). Die Entscheidung der Europäischen Kommission stützt sich dabei auf Daten der prospektiven, randomisierten, offenen Phase-IV-Studie AXAFA-AFNET 52, in der die ununterbrochene Gabe von Apixaban im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (VKA) bei Patienten mit nvVHF untersucht wurde, die sich einer Katheterablation unterzogen.
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Fachinformation
In der Studie war Apixaban nach einer Nachbeobachtungzeit von 3 Monaten gegenüber VKA im primären Endpunkt (Tod, Schlaganfall oder schwere Blutungen) nicht unterlegen (Ereignisraten 6,9% unter Apixaban vs. 7,3% unter VKA, Differenz -0,38%; 90 %-KI: -4,0 bis -3,3%; p für Nichtunterlegenheit=0,0002) (2).

Heparin-Gabe keine Kontraindikation

Patienten mit nvVHF und hohem Schlaganfallrisiko sollten in der Regel eine orale Antikoagulation erhalten (3). Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOACs) werden in dieser Indikation inzwischen häufiger eingesetzt (3). Müssen sich nvVHF-Patienten einer Katheterablation unterziehen, kommt zusätzlich ein hohes periprozedurales Schlaganfallrisiko hinzu (1). In dieser Situation kann die Behandlung mit dem NOAC Apixaban nun während und nach dem Eingriff weitergeführt werden, um das Schlaganfallrisiko zu verringern. Die im Rahmen einer Katheterablation nötige Heparin-Gabe stellt in diesem Fall keine Kontraindikation dar (1).

Quelle: BMS/Pfizer

Literatur:

(1) Fachinformationen Eliquis® 5 mg; 2,5 mg; aktueller Stand.
(2) Kirchhof P et al. (2018) Apixaban in patients at risk of stroke undergoing atrial fibrillation ablation. Eur Heart J 39 (32): 2942-2955.
(3) Kirchhof P et al. (2016) 2016 ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation developed in collaboration with EACTS. Eur Heart J 37 (38): 2893-2962.


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