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Medizin

CAD: Phase-III-Daten zu Sutimlimab gegen Kälteagglutininerkrankung

CAD: Phase-III-Daten zu Sutimlimab gegen Kälteagglutininerkrankung
©Sebastian Kaulitzki / Fotolia.de
Die Ergebnisse aus Teil A von CADENZA, einer doppelblinden, placebokontrollierten Zulassungsstudie der Phase III zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit von Sutimlimab bei Patienten mit Kälteagglutininkrankheit (Cold Agglutinin Disease, CAD) ohne Bluttransfusion in der jüngeren Vergangenheit (innerhalb der letzten sechs Monate), wurden auf dem Kongress der European Hematology Association 2021 vorgestellt. Die Daten zeigen, dass eine Behandlung mit Sutimlimab bei Patienten mit CAD zu einer raschen und nachhaltigen Hemmung der C1-aktivierten Hämolyse führte, die bereits innerhalb der ersten Behandlungswoche feststellbar war. Im Verlauf der Studie wurden im Vergleich zu Placebo klinisch signifikante Verbesserungen beim Hämoglobinwert und in Bezug auf Fatigue erzielt.
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CADENZA ist die zweite Zulassungsstudie der Phase III, in der Sutimlimab zur Behandlung der CAD untersucht wird. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der Anteil der Patienten, die alle 3  folgenden Kriterien erfüllten: Verbesserung des Hämoglobinwerts um ≥ 1,5 g/dl gegenüber dem Ausgangswert zum Bewertungszeitpunkt (Durchschnitt aus den Wochen 23, 25 und 26), Vermeidung von Transfusionen von Woche 5 bis Woche 26 sowie Vermeidung anderer als der zulässigen CAD-bedingten Therapien von Woche 5 bis Woche 26. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte untersuchten die Verbesserung gegenüber Baseline bei wichtigen Indikatoren des Krankheitsverlaufs wie Hämoglobin, Bilirubin und Lactatdehydrogenase (LDH) sowie der Lebensqualität, gemessen anhand des FACIT-(Functional Assessment of Chronic Illness Therapy-) Fatigue-Scores.

Auf dem EHA 2021 vorgestellte Daten der Phase-III-Studie CADENZA (finale Daten aus Teil A)

CADENZA ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie der Phase III zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Sutimlimab bei Patienten mit CAD ohne Bluttransfusion in der Vorgeschichte (innerhalb der letzten 6 Monate). Geeignete Patienten erhielten im Verhältnis 1:1 randomisiert eine Behandlung mit einer gewichtsbasierten Fixdosis (6,5g oder 7,5g) Sutimlimab oder Placebo als intravenöse Infusion an Tag 0, Tag 7 und danach alle 2 Wochen bis Woche 26. Der unverblindete Teil B der Studie läuft gegenwärtig noch; dabei werden die langfristige Sicherheit und die Stabilität des Ansprechens auf Sutimlimab bei allen Teilnehmern mit CAD untersucht.

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© freshidea - stock.adobe.com
42 Patienten (Durchschnittsalter 66,7 Jahre) wurden in die Studie aufgenommen und randomisiert entweder Sutimlimab (n=22) oder Placebo (n=20) zugeteilt. Insgesamt schlossen 19 (86%) Patienten in der Sutimlimab-Gruppe und 20 (100%) Patienten in der Placebogruppe Teil A ab und setzten die Behandlung in Teil B fort. 3 (14%) Patienten in der Sutimlimab-Gruppe brachen Teil A vorzeitig aufgrund von unerwünschten Ereignissen (UE) ab.

Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit:

  • 73% (n=16) der mit Sutimlimab behandelten Patienten erreichten den primären zusammengesetzten Endpunkt und zeigten eine Verbesserung des Hämoglobinwerts um ≥ 1,5 g/dl gegenüber Baseline zum Bewertungszeitpunkt (Durchschnitt aus den Wochen 23, 25 und 26), die Vermeidung von Transfusionen von Woche 5 bis Woche 26 sowie die Vermeidung anderer als der zulässigen CAD-bedingten Therapien von Woche 5 bis Woche 26, im Vergleich zu 15% (n=3) in der Placebogruppe (Odds Ratio=15,9; 95%-KI: 2,9−88,0, p<0,001).
  • Den Daten zufolge erhöhte Sutimlimab vom Ausgangswert bis zum Bewertungszeitpunkt (Woche 26) nachhaltig die mittleren Hämoglobinwerte mit einem statistisch signifikanten Least-Squares-(LS-) Mittelwert der Differenz von 2,6 g/dl (p<0,001; 95%-KI:1,8−3,4) im Vergleich zu Placebo. Der Hämoglobinwert verbesserte sich rasch, mit einem LS-Mittelwert der Steigerung gegenüber Baseline von ≥ 1 g/dl nach 1 Woche und ≥ 2g/dl nach 3 Wochen. Insgesamt blieben die mittleren Hämoglobinwerte von Woche 3 bis zum Bewertungszeitpunkt weiterhin bei Werten > 11g/dl, womit ein nachhaltiger Effekt für den Rest der Behandlungsphase nachgewiesen wurde.
  • Die mit Sutimlimab behandelten Patienten erzielten im Vergleich zu den Patienten der Placebogruppe eine statistisch signifikante Verbesserung in Bezug auf Fatigue, gemessen mittels FACIT-Fatigue-Score (10,8 vs. 1,9 Punkte, bei einem LS-Mittelwert der Differenz von 8,9 Punkten; p<0,001; 95%-KI: 4,0−13,9). Eine Erhöhung des FACIT-Fatigue-Scores um 5 Punkte oder mehr deutet auf eine klinisch bedeutsame Veränderung hin (1).
  • Die mit Sutimlimab behandelten Patienten wiesen im Vergleich zur Placebogruppe größere mittlere Reduktionen des Bilirubinwerts, einem wesentlichen Marker für Hämolyse, von Baseline bis zum Bewertungszeitpunkt auf (-22,1μmol/l vs. -1,8μmol/l). Die mittleren Bilirubinwerte normalisierten sich in der Sutimlimab-Gruppe innerhalb von 1 bis 3 Wochen auf Werte unterhalb des oberen Normalwerts (oberer Wert des Referenzbereichs von 20,5 μmol/l) und konnten bis Woche 26 beibehalten werden.
  • Die Behandlung mit Sutimlimab führte im Vergleich zu Placebo zu bedeutsamen Verbesserungen des LDH-Werts, einem weiteren Hämolysemarker, von Baseline bis zum Bewertungszeitpunkt (-150,8 U/l vs. +7,6 U/l).
  • Bei 21 Patienten (95,5%) in der Sutimlimab-Gruppe und 20 Patienten (100%) in der Placebogruppe trat während der Behandlung mindestens 1 UE auf.
  • Bei 3 Patienten (13,6%) in der Sutimlimab-Gruppe trat mindestens 1 schwerwiegendes Ereignis während der Behandlung (Treatment Emergent Serious Adverse Event, TESAE) auf  (n=4), darunter ein TESAE, das vom Prüfarzt als mit Sutimlimab im Zusammenhang stehend eingestuft wurde (Hirnvenenthrombose bei einem Patienten mit Diabetes in der Vorgeschichte).1 Patient (5%) in der Placebogruppe erlitt 3 TESAE.
  • Die folgenden, während der Behandlung auftretenden Ereignisse, wurden unter Sutimlimab häufiger gemeldet als unter Placebo (Unterschied von ≥ 3 Patienten zwischen den Gruppen): Kopfschmerzen (23% vs. 10%), Hypertonie (23% vs. 0%), Rhinitis (18% vs. 0%), Raynaud-Phänomen (18% vs. 0%) und Akrozyanose (14% vs. 0%). Es wurden keine Todesfälle oder Meningokokkeninfektionen gemeldet.

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Hill Q, et al. Important Change in FACIT-Fatigue Score for Patients with Cold Agglutinin Disease: An Analysis Using the Phase 3 CARDINAL and CADENZA Studies. Poster presentation European Hematology Association Congress July 2021.



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