Dienstag, 4. Oktober 2022
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Medizin

Ist eine COVID-Impfung während der Schwangerschaft möglich?

Ist eine COVID-Impfung während der Schwangerschaft möglich?
© Pixel-Shot - stock.adobe.com
Eine Schwangerschaft stellt per se einen Risikofaktor für einen schweren Erkrankungsverlauf durch das Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Im Fall von Vorerkrankungen (z.B. Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes mellitus) wird das Risiko eines schweren Verlaufs durch eine Corona-Infektion zusätzlich erhöht. Das bedeutet zugleich, dass Mütter und ihre Babys besonders von einem vollständigen Impfschutz gegen COVID-19 profitieren.

Auffrischung der COVID-Impfung ab dem 2. Trimester empfehlenswert

„Die Corona-Impfung hat auch bei schwangeren Frauen eine sehr gute Schutzwirkung. Sie ist ein notwendiger Baustein der heutigen Gesundheitsvorsorge in der Schwangerschaft, um Risiken für Mutter und Kind zu verringern“, betont Dr. Cornelia Hösemann, vom Vorstand des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. (BVF). „Mit einer vollständigen Schutzimpfung reduzieren werdende Mütter ihr Infektionsrisiko und verringern die Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaftskomplikationen, wie unter anderem Präeklampsie oder auch Frühgeburtlichkeit. Auffrischimpfungen sind für Schwangere und stillende Frauen 3 Monate nach der letzten Impfung oder auch nach einer Corona-Erkrankung möglich.“

Enge Kontaktpersonen von Schwangeren sollten sich gegen COVID impfen lassen

Auch alle engen Kontaktpersonen von Schwangeren sollten sich gemäß der Impfempfehlung gegen COVID-19 impfen lassen. Ungeimpfte Menschen haben wegen der neueren Corona-Varianten Delta und Omikron ein deutlich erhöhtes Risiko, sich anzustecken.

Datenlage zu COVID-Impfung zeigt keine schweren schwangerschaftsbezogenen Nebenwirkungen

Die Datenlage zur Sicherheit der Impfstoffe gegen COVID-19 in der Schwangerschaft wird immer besser und zeigt keinen Hinweis auf ein gehäuftes Auftreten von schweren schwangerschaftsbezogenen Nebenwirkungen, insbesondere nicht von Frühgeburten, Totgeburten oder Fehlbildungen. Auch für die Stillzeit gibt es keine Andeutungen, dass die Impfung ein Risiko für die Mutter oder den Säugling darstellt. „Werdende Mütter sollten ihre Entscheidung für eine Impfung nicht herauszögern und unbegründete Vorureile ablegen“, rät die Expertin der Arbeitsgemeinschaft „Impfen“ im BVF.

Impfung gegen COVID sollte vor der Gestation erfolgen

Die Impfempfehlung gegen SARS-CoV-2 richtet sich zudem an alle noch nicht oder nur unvollständig geimpften Frauen im gebärfähigen Alter, besonders wenn sie schwanger werden möchten. Durch eine vollständige Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 besteht bereits vor Beginn einer (ggf. ungeplanten) Schwangerschaft der bestmögliche SARS-CoV-2-Infektionsschutz für Schwangere und ihre Babys.

Quelle: Berufsverband der Frauenärzte e.V.



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